1950

Elisabeta Degener, genannt Lilo, übernimmt das Lenkrad –
mit Ingenieur Wilhelm Müller

Auf Anregung von Dr. Ing. Hans-ChristophSeebohm, seines Zeichens Bundesminister für Verkehr, wird 1950 die Bundesverkehrswacht e. V. in Bonn gegründet. Am 15. November 1950 stirbt Werner Degener. Von nun an übernimmt seine Frau Elisabeta Degener die Leitung des Verlages. Mit den Autoren Alfred Klemm und Wilhelm Müller entsteht bald neue Fachliteratur: Die Bücher heißen „Der Kraftfahrer. Ein Lehrbuch für die Praxis – Verkehr, Vorfahrt, Technik für Kraftwagen aller Klassen“ von Alfred Klemm und „Lehrbuch für Kraftfahrer – Technik“ von Ing. W. Müller. Beide werden mehrfach aufgelegt. Der Fahrlehrerverband der britischen Zoneschließt sich 1951 als Verband der Kraftfahrlehrer Niedersachsen der Bundesvereinigung der Kraftfahrlehrer an.

1958

Ausbildungs-/Prüfungsrichtlinien veröffentlicht – Wirtschaftswunderjahre

Mit der Fahrlehrer-Verordnung werden 1957 Doppelpedale in Fahrschulwagen zur Pflicht, daneben wird das Tempolimit innerorts auf 50 km/h festgelegt und das erste Radarmessgerät in Düsseldorf eingeführt. Eine StVZO-Änderung verbietet Kühler- und Motorhaubenfiguren. Im Jahr darauf treten die neuen Richtlinien für die Prüfung der Bewerber um eine Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen (Prüfungsrichtlinien) und die Richtlinien für die Ausbildung von Fahrschülern für den Kraftfahrzeugverkehr (Ausbildungsrichtlinien) in Kraft; außerdem ist 1958 das Gründungsjahr der sogenannten „Verkehrssünder-Kartei“ des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg. Die zweite Hälfte der 50er Jahre ist die Wirtschaftswunderzeit, die nicht nur die Kaufkraft, sondern auch die Reiselust und den zunehmenden Wunsch nach größtmöglicher, individueller Mobilität erfüllbar macht. Das Kraftfahrt-Bundesamt verzeichnet in diesem Jahr ca. 6,3 MillionenFahrzeuge. Der Verlag hat alle Hände voll zu tun, die neuen Verordnungen, Vorschriften und Richtlinien in den Lehrmitteln umzusetzen und der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.

1959

Film „25 Jahre DEGENER“ – erste Multimedia-Produkte

Das Verkehrszentralregister hat im ersten Jahr des Bestehens bereits über 1 Million Einträge verzeichnet, die Durchfallquote bei Fahrlehrer-Erstprüfungen beträgt 60%. Zum 25-jährigen Bestehen des Verlages entsteht ein Kurzfilm über das Unternehmen. Gleichzeitig halten neue Medien Einzug in die Fahrschulausbildung. Neben den gedruckten Werken bietet der Verlag detailgetreue Modelle von Fahrzeugteilen und Einzelaggregaten zur Schulung am Objekt an, unter anderem für berufsbildende Schulen und für den Export in alle Welt. Der Verlag setzt Zeichen mit der Kombination von Dia-Vortrag und synchronisierten Tonbändern, erste Innovationen in Richtung „Multimedia".

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