1960

Hindenburgstraße 40 - Multiple Choice und verlagseigene Falschantworten

Mehr Mitarbeiter brauchen mehr Raum: Neuer Firmensitz wird die Hindenburgstraße 40, das Haus wird von der Firma Grundig erworben. Die Fahrerlaubnis Klasse 5 (für Fahrräder mit Hilfsmotor) wird eingeführt, das zulässige Gesamtgewicht für Ausbildungsfahrzeuge in Klasse 2 auf 7,5 t festgelegt und der Begriff der „abknickenden Vorfahrt“ wird in § 8 der StVO aufgenommen, eine bis heute viel diskutierte Regelung. Ende der fünfziger Jahre kommen zudem die ersten Ankreuz-Tests zum Einsatz, wie wir sie heute noch kennen. Viele Prüfstellen fühlen sich dem Ansturm der Fahrschüler nicht gewachsen und setzen aufmöglichst effiziente Prüfverfahren.

 

Multiple-Choice-Tests bewähren sich und werden ab 1964 bundesweit als schriftliche Prüfung eingeführt. Bis heute hat sich am Prinzip nichts geändert. Entwurf und Gestaltung von Fragebogen, Lösungsschablonen – und die verlagsinterne Entwicklung von Falschantworten stellen qualifizierte Ansprüche an Redaktion und Produktion des Unternehmens.

 

 

1970

StVO-Änderung, Overhead-Folien

1969 wird das Gesetz über das Fahrlehrerwesen neu gefasst: die Zweigstellenerlaubnis wird eingeführt und die zweijährige Überwachung der Fahrschulen und Fahrlehrer-Ausbildungsstätten vorgeschrieben. Ernst Fröhling wird zum Landesvorsitzenden des Fahrlehrerverbandes Niedersachsen – ein Amt, das er bis 1995 innehat. Anfang der 70er Jahre tritt eine neue Straßenverkehrsordnung in Kraft, die die angestaubte Verordnung aus den 30er Jahren komplett ersetzt. Die1970: StVO-Änderung, Overhead-Folien grundlegenden Änderungen erfordern die Anpassung der zahlreichen Lehrmittel. Die technische Neuentwicklung der Overhead-Folien bietet großflächige Bilddarstellungen und zieht weitere Änderungen nach sich: Der Bildanteil wird ausgeweitet –Schaubilder und immer mehr Realfotos ersetzen die bis dahin verwendeten Grafiken – auch in den Büchern. In dem neuen Lehrbuch „gelernt – geprüft – bestanden“ werden ab 1974 erstmals nachträglich kolorierte amtliche Fotos abgedruckt.

1975

Fahrlehrergesetz regelt Mindestvoraussetzungen

Im März 1975, knapp zehn Jahre nach ihrer Einführung, werden die Spike-Winterreifen aufgrund massiver Straßenschäden verboten. Neben dem Vorsitz im niedersächsischen Landesverband übernimmt Ernst Fröhling von Werner Hilff das Amt des1. Vorsitzenden der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände. Das Fahrlehrergesetz bestimmt 1976 neue Mindestvoraussetzungen für den Fahrlehrerberuf (Ausbildungslehrgang in einer amtlich anerkannten Fahrlehrerausbildungsstätte). Für Pkw werden Sicherheitsgurte vorn (1974) und hinten (1979) Pflicht, die Volljährigkeit wird mit dem 18. Lebensjahr erreicht. Motorradfahrer müssen ab 1976 Schutzhelme tragen und die neue Fahrschüler-Ausbildungsordnung (Fahrsch-AusbO) schreibt Sonderfahrten und Theorieunterricht vor. Seit 1978 führt Elisabeta Degener das Unternehmen gemeinsam mit ihrer Tochter Gloria. Ende der 70er Jahre testet Baden-Württemberg „Dachschilder“an Fahrschulfahrzeugen.

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