1984

50-jähriges Bestehen, DAVID-Premiere auf der IAA Mitte der 80er-Jahre


In den Achtzigerjahren finden Grundzüge der energiesparenden Fahrweise Aufnahme in die Prüfbogen, die Abgassonderuntersuchung (ASU) wird ingeführt, es gibt neue Grundfahraufgaben für die Klassen 1 und 4, Bewerber um eine Fahrerlaubnis der Klasse 2 müssen sich einer ärztlichen „Überprüfung der geistigen und körperlichen Eignung“ unterziehen. Im Jahr 1984  feiert das Unternehmen sein 50-jähriges Bestehen. Mit der Computer-Technologie Anfang der 80er Jahre entsteht ein neues Geschäftsfeld für den Verlag: Verwaltungssoftware, die speziell auf die Bedürfnisse von Fahrschulen  zugeschnitten ist. Die Verlagsführung beginnt sofort mit der Entwicklung und Produktion der ersten hauseigenen Software für Fahrschulen unter der Bezeichnung „DEGENER Abrechnungs-, Verwaltungs- und Informations-Diskette“, kurz: DAVID. Das professionelle Programm für die noch wenig verbreiteten Homecomputer, das das Fahrschulbüro auf lange Sicht nachhaltig verändern  soll, feiert Premiere auf der IAA 1985. Heute ist die Einnahmen-Überschussrechnung, Schülererfassung und Unterrichtsorganisation, kurz, die gesamte Fahrschulverwaltung ohne Computersysteme und Software nicht vorstellbar.

1986

Führerschein auf Probe, Farbfotos, moderne Lehrmittel

Das bereits im Jahr 1978 am Markt eingeführte Antiblockiersystem ABS ist ab 1985 serienmäßig zu haben und setzt einen neuen Standard auf dem Gebiet der aktiven Fahrsicherheit. Die neue Klasse 1a soll den Stufenführerschein für Zweiradfahrer noch sicherer machen, der Führerschein auf Probe wird eingeführt und in „EG-Rosa“ eingefärbt. Das Fahrlehrergesetz führt 1986 die Nachschulungs-erlaubnis im Rahmen der Fahrerlaubnis auf Probe ein und verpflichtet die Inhaber einer Nachschulungserlaubnis alle zwei Jahre zur Fortbildung. Die Laienausbildung wird untersagt und die Teilnahme am theoretischen Unterricht für jeden Fahrschülerzur Pflicht. DEGENER reagiert mit vielen Neuerungen, z. B. der Ausweitung des Anteils farbiger Bilder und Realfotos in den Lehrmitteln. Außerdem verpflichtet der Verlag 1987 einen neuen Lehrbuch-Autor: Der Pädagogik-Professor Dr. Hellmut Lamszus – u.a. maßgeblich verantwortlich für das Curriculum der Fahrlehrerverbände – setzt neue Akzente in den Bereichen „Emotionen beim Fahren“,  Persönliche Voraussetzungen“ und „Fahrertypen“.

1989

Grenzöffnung (Fahrerlaubnisboom Ost)

Das Ende der Achtzigerjahre markiert in vieler Hinsicht einen Neuanfang: Die DEGENER Lehrmittel GmbH ist gerade erst in die größeren Räumlichkeiten in die Ikarusallee umgezogen, da sorgt die politische Wende im Osten nach 40 Jahren DDR für ein Ende der deutschen Teilung. Friedrich Zimmermann erlässt als Bundesministerfür Verkehr angesichts der großen Zahl an Fahrzeugen die „Trabbi-Verordnung“. Der immense Nachholbedarf nach der Wiedervereinigung beschert auch der Fahrschulbranche einen unerwarteten Boom. Das hannoversche Unternehmen reagiert sofort und organisiert umfangreiche Informationsveranstaltungen für die Fahrlehrerschaft in der „Noch-DDR“. Höhepunkt wird die Veranstaltung in Leipzig, wo der Verlag die komplette Messehalle 7 für etwa 2500 interessierte Fahrlehrer angemietet hat. Mit umsichtiger Produktionsplanung und einem sicheren Gespür für die Bedürfnisse der Kunden kann der Verlag neben dem aktuellen Tagesgeschäft die eigene Produktpalette zielgruppengerecht erweitern.

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