Experten- und Kundenmeinungen

Martin Steinmann, Fachautor für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit
Martin Steinmann

Martin Steinmann, Fachautor für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit, DEGENER-Autor der Lehrbücher „Motorrad fahren“ und „Mofa fahren“

"Mit Verkehrssicherheit und Verkehrspädagogik befasse ich mich seit 1972. Damals erhielt ich als Redakteur in einem namhaften Schulbuchverlag die neue Aufgabe, den Bereich Schul-Verkehrserziehung zu betreuen. Seitdem hat mich die Entwicklung von Lernmitteln und Medien für Fahranfänger vom Kinderfahrrad bis zum Motorrad und Auto nicht mehr losgelassen. Alle Erkenntnisse zur Entwicklung guter Lernmittel können auf die Verkehrserziehung übertragen werden – bis auf eine Ausnahme: Man darf nicht durch Schaden klug werden! Damit ist die wohl schwierigste Aufgabe der Verkehrspädagogik umschrieben: Gefahren zu erkennen und zu vermeiden, die kleine und große Fahranfänger möglichst nicht aus Erfahrung kennen und auch nie erleben sollen. Gefahrenlehre wird deshalb zur „mentalen Erfahrungssimulation“: Mit Fotos in Lehrbüchern und Arbeitsblättern, Filmspots und Animationen in Lehrmedien wird vorausschauendes Sehen und Denken trainiert. Es werden „Warnbilder“ im Gehirn gespeichert als Grundlage für die Gefahrenantizipation in der Realität. Nach der Winterpause sollten auch Motorradfahrer auf diese Weise ihre mentale Fitness auffrischen, z.B. bei einem Saisonstart-Treffen – mit ein paar Filmspots und viel Erfahrungsaustausch – möglichst in der Fahrschule."


 

Fahrlehrer für alle Klassen und Motorradfahrer Jürgen Schölermann
Jürgen Schölermann

Jürgen Schölermann, Fahrlehrer für alle Klassen und Motorradfahrer, Mitglied im DEGENER-Kundenbeirat:

"Seit 1973 bilde ich in allen Fahrerlaubnisklassen aus und seit 1980 bin ich mein eigener Chef. Mein Steckenpferd ist die Lkw- und Busausbildung. In meiner knappen Freizeit fahre ich gerne Motorrad und treibe etwas Sport. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man sich jedes Jahr nach der Winterpause erst wieder an seine Maschine und ihre Fahreigenschaften gewöhnen muss. Deshalb nehme ich mir Zeit, bevor ich wieder in die neue Zweirad-Saison starte. Das gilt auch für die Angebote für Spät- oder Wiedereinsteiger. Nirgendwo sonst kommt es so auf die Harmonie zwischen Mensch und Maschine an wie beim Motorradfahren. Das Wichtigste ist – die Kleidung: sitzt alles bequem? Moderne Sicherheitskleidung muss nicht beim Fahren behindern, wie so manches Lederoutfit aus der Biker-Jugend! Gleich danach kommt das Begreifen des Motorrades – im wahrsten Wortsinn: Anfassen, Draufsetzen, langsam die Grundfahraufgaben durchfahren. Das übt die Feinabstimmung von Kupplung, Gas und Bremse in Verbindung mit fein dosierten Lenk- und Körperbewegungen. Das ist gerade bei älteren Maschinen besonders wichtig. Am besten macht man sich durch ein paar Übungen im Schonraum mit Blickführung, Körperhaltung, Kurventechnik und dem richtig dosierten Bremsen vertraut – gekrönt z. B. mit einer schmucken Motorradausfahrt…"  

Bargteheide, im März 2010