DEGENER-Chronik

Im Jahr 2009 feierte der DEGENER Verlag sein Firmenjubiläum zum 75-jährigen Bestehen. Dies war natürlich ein Grund zum Feiern! Stöbern Sie ein wenig auf unseren Jubiläumsseiten und erfahren Sie mehr über die Geschichte des Familienunternehmens.

75 Jahre DEGENER

Lehrmittel von Format können nur in einem Umfeld entstehen, in dem frühzeitig Innovationen registriert und die neuesten Änderungen auf seriöse Weise eingebunden werden. Diese Einstellung zieht sich wie ein roter Faden durch die Chronik des DEGENER Verlages.

Von Anfang an hat Firmengründer Werner Degener größten Wert auf eine vorausschauende Firmenpolitik gelegt, die sich offen mit allen technischen und inhaltlichen Neuerungen befasst. Ihm ist es zu verdanken, dass sich der DEGENER Verlag seit nunmehr über 80 Jahren erfolgreich in der Verkehrssicherheitsarbeit international erfolgreich engagiert.

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist heute die medienübergreifende Vernetzung der unterschiedlichen Produkte, die sich zu einem stimmigen Gesamtwerk zusammenfügen. Im Ergebnis steht der Name DEGENER für attraktive Lehr- und Lernmittel – nicht nur für einen erfolgreichen Fahrschulunterricht, sondern inzwischen auch für die nachhaltige Weiterbildung von Berufskraftfahrern (BKF) nach den aktuellen Vorgaben der europäischen Berufskraftfahrer-Gesetzgebung.

Ihr Vertrauen in unser Haus hat viele Entwicklungen erst möglich gemacht. Dafür möchten wir uns besonders bei Ihnen bedanken!

Die DEGENER-Jahrzehnte – eine Chronik

Klicken Sie durch die Geschichte des Verlages und staunen Sie über die rasante Entwicklung im Fahrschulbereich. Tauchen Sie ein in die Welt der Fahrschule von den 30er Jahren bis heute.

1934 - 1945

1934

Gründung, 1. Formular, 1. Lehrbuch, Verkehrszeichen-Modelle

Der Unternehmensgründer Werner Degener

Am Anfang steht der Unternehmer Werner Degener, der 1934 in der Deisterstraße 6 in Hannover seinen Fachverlag für eine gerade erst entstehende Branche gründet. Ein Visionär, der die Bedeutung der zunehmenden Motorisierung frühzeitig erkannt hat und sich auf Materialien zur Ausbildung von Kraftfahrern spezialisiert: Er bringt Auftragsblätter für Fahrlehrer, Prüfungsformulare, Verkehrszeichenkarten und -modelle sowie sein erstes Lehrbuch für die Ausbildung angehender Kraftfahrer auf den Markt.

1939

Umzug in die Hindenburgstraße 33

Ende der Dreißiger Jahre: Der Umzug in die Hindenburgstraße bringt die aufstrebende Verlagsgesellschaft in Zoonähe – und näher an die überregional bekannten Eilenriede-Rennen: Der Dreieckskurs im Stadtwald gilt zwischen den Weltkriegen und danach als eines der größten Spektakel der Republik, mit bis zu 100.000 Zuschauern. Die ZEIT lobt in ihrer Aprilausgabe von 1951 die Bedeutung des Rennens für die technische Entwicklung: „Wenn der ADAC das Motorradrennen in jedem Jahr ausschreibt, will er damit dem deutschen Motorsport und der deutschen Industrie dienen: Jahr für Jahr werden in einer unerhörten Zerreißprobe Maschinen geprüft und von Jahr zu Jahr weiterentwickelt. Und so entsteht das immer schnellere und zuverlässige Motorrad für die Straße.“

1945

Romane, Schulbücher, Lehrbücher

Die Produktionsstätten sind zerbombt, Unterlagen vernichtet: Nach dem Krieg muss der hannoversche Verlag neu anfangen. Mit Romanen und einigen Schul- und Lehrbüchern hält er seine Produktion in schwieriger Zeit aufrecht – bis wieder bessere Tage anbrechen. Neben der deutschen Fassung des beliebten englischen Naturromans „Tarka, der Otter“ (Henry Williamson) stehen 1947 auch Schulbücher sowie Fachliteratur wie Karl Wilhelm Hennigs „Grundzüge der doppelten Buch-1945: Romane, Schulbücher, Lehrbücherführung“ oder Walter Mehnerts „Ratgeber für das Buchdruckergewerbe“ auf dem Verlagsprogramm. Daneben entwickelt das Unternehmen neue Unterrichtsmodelle für die  Fahrschulen. Mit dem Wiedererstarken der Fahrlehrerschaft konzentriert sich der Verlag auf das Kerngeschäft. Den Fahrlehrern gelingt 1949 unter Federführung der späteren niedersächsischen Landesvorsitzenden, Anton Mazzurana und Kurt Braun, der Zusammenschluss zu einem Fahrlehrerverband der britischen Zone.

1950 - 1959

1950

Lehrbuch 1950Elisabeta Degener, genannt Lilo, übernimmt das Lenkrad – mit Ingenieur Wilhelm Müller

Auf Anregung von Dr. Ing. Hans-Christoph Seebohm, seines Zeichens Bundesminister für Verkehr, wird 1950 die Bundesverkehrswacht e. V. in Bonn gegründet. Am 15. November 1950 stirbt Werner Degener. Von nun an übernimmt seine Frau Elisabeta Degener die Leitung des Verlages. Mit den Autoren Alfred Klemm und Wilhelm Müller entsteht bald neue Fachliteratur: Die Bücher heißen „Der Kraftfahrer. Ein Lehrbuch für die Praxis – Verkehr, Vorfahrt, Technik für Kraftwagen aller Klassen“ von Alfred Klemm und „Lehrbuch für Kraftfahrer – Technik“ von Ing. W. Müller. Beide werden mehrfach aufgelegt. Der Fahrlehrerverband der britischen Zone schließt sich 1951 als Verband der Kraftfahrlehrer Niedersachsen der Bundesvereinigung der Kraftfahrlehrer an.

1958

Ausbildungs-/Prüfungsrichtlinien veröffentlicht – Wirtschaftswunderjahre

Mit der Fahrlehrer-Verordnung werden 1957 Doppelpedale in Fahrschulwagen zur Pflicht, daneben wird das Tempolimit innerorts auf 50 km/h festgelegt und das erste Radarmessgerät in Düsseldorf eingeführt. Eine StVZO-Änderung verbietet Kühler- und Motorhaubenfiguren. Im Jahr darauf treten die neuen Richtlinien für die Prüfung der Bewerber um eine Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen (Prüfungsrichtlinien) und die Richtlinien für die Ausbildung von Fahrschülern für den Kraftfahrzeugverkehr (Ausbildungsrichtlinien) in Kraft; außerdem ist 1958 das Gründungsjahr der sogenannten „Verkehrssünder-Kartei“ des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg. Die zweite Hälfte der 50er Jahre ist die Wirtschaftswunderzeit, die nicht nur die Kaufkraft, sondern auch die Reiselust und den zunehmenden Wunsch nach größtmöglicher, individueller Mobilität erfüllbar macht. Das Kraftfahrt-Bundesamt verzeichnet in diesem Jahr ca. 6,3 Millionen Fahrzeuge. Der Verlag hat alle Hände voll zu tun, die neuen Verordnungen, Vorschriften und Richtlinien in den Lehrmitteln umzusetzen und der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.

1959

Film „25 Jahre DEGENER“ – erste Multimedia-Produkte

Medien 1959Das Verkehrszentralregister hat im ersten Jahr des Bestehens bereits über 1 Million Einträge verzeichnet, die Durchfallquote bei Fahrlehrer-Erstprüfungen beträgt 60%. Zum 25-jährigen Bestehen des Verlages entsteht ein Kurzfilm über das Unternehmen. Gleichzeitig halten neue Medien Einzug in die Fahrschulausbildung. Neben den gedruckten Werken bietet der Verlag detailgetreue Modelle von Fahrzeugteilen und Einzelaggregaten zur Schulung am Objekt an, unter anderem für berufsbildende Schulen und für den Export in alle Welt. Der Verlag setzt Zeichen mit der Kombination von Dia-Vortrag und synchronisierten Tonbändern, erste Innovationen in Richtung „Multimedia“.

1960 - 1975

1960

Hindenburgstrasse 1960Hindenburgstraße 40 – Multiple Choice und verlagseigene Falschantworten

Mehr Mitarbeiter brauchen mehr Raum: Neuer Firmensitz wird die Hindenburgstraße 40, das Haus wird von der Firma Grundig erworben. Die Fahrerlaubnis Klasse 5 (für Fahrräder mit Hilfsmotor) wird eingeführt, das zulässige Gesamtgewicht für Ausbildungsfahrzeuge in Klasse 2 auf 7,5 t festgelegt und der Begriff der „abknickenden Vorfahrt“ wird in § 8 der StVO aufgenommen, eine bis heute viel diskutierte Regelung. Ende der fünfziger Jahre kommen zudem die ersten Ankreuz-Tests zum Einsatz, wie wir sie heute noch kennen. Viele Prüfstellen fühlen sich dem Ansturm der Fahrschüler nicht gewachsen und setzen auf möglichst effiziente Prüfverfahren.

Multiple Choice Tests 1960Multiple-Choice-Tests bewähren sich und werden ab 1964 bundesweit als schriftliche Prüfung eingeführt. Bis heute hat sich am Prinzip nichts geändert. Entwurf und Gestaltung von Fragebogen, Lösungsschablonen – und die verlagsinterne Entwicklung von Falschantworten stellen qualifizierte Ansprüche an Redaktion und Produktion des Unternehmens.

1970

StVO-Änderung, Overhead-Folien

1969 wird das Gesetz über das Fahrlehrerwesen neu gefasst: die Zweigstellenerlaubnis wird eingeführt und die zweijährige Überwachung der Fahrschulen und Fahrlehrer-Ausbildungsstätten vorgeschrieben. Ernst Fröhling wird zum Landesvorsitzenden des Fahrlehrerverbandes Niedersachsen – ein Amt, das er bis 1995 innehat. Anfang der 70er Jahre tritt eine neue Straßenverkehrsordnung in Kraft, die die angestaubte Verordnung aus den 30er Jahren komplett ersetzt. Die1970: StVO-Änderung, Overhead-Folien grundlegenden Änderungen erfordern die Anpassung der zahlreichen Lehrmittel. Die technische Neuentwicklung der Overhead-Folien bietet großflächige Bilddarstellungen und zieht weitere Änderungen nach sich: Der Bildanteil wird ausgeweitet –Schaubilder und immer mehr Realfotos ersetzen die bis dahin verwendeten Grafiken – auch in den Büchern. In dem neuen Lehrbuch „gelernt – geprüft – bestanden“ werden ab 1974 erstmals nachträglich kolorierte amtliche Fotos abgedruckt.

1975

Fahrlehrergesetz regelt Mindestvoraussetzungen

Im März 1975, knapp zehn Jahre nach ihrer Einführung, werden die Spike-Winterreifen aufgrund massiver Straßenschäden verboten. Neben dem Vorsitz im niedersächsischen Landesverband übernimmt Ernst Fröhling von Werner Hilff das Amt des1. Vorsitzenden der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände. Das Fahrlehrergesetz bestimmt 1976 neue Mindestvoraussetzungen für den Fahrlehrerberuf (Ausbildungslehrgang in einer amtlich anerkannten Fahrlehrerausbildungsstätte). Für Pkw werden Sicherheitsgurte vorn (1974) und hinten (1979) Pflicht, die Volljährigkeit wird mit dem 18. Lebensjahr erreicht. Motorradfahrer müssen ab 1976 Schutzhelme tragen und die neue Fahrschüler-Ausbildungsordnung (Fahrsch-AusbO) schreibt Sonderfahrten und Theorieunterricht vor. Seit 1978 führt Elisabeta Degener das Unternehmen gemeinsam mit ihrer Tochter Gloria. Ende der 70er Jahre testet Baden-Württemberg „Dachschilder“ an Fahrschulfahrzeugen.

1984 - 1989

1984

DAVID 198450-jähriges Bestehen, DAVID-Premiere auf der IAA Mitte der 80er-Jahre

In den Achtzigerjahren finden Grundzüge der energiesparenden Fahrweise Aufnahme in die Prüfbogen, die Abgassonderuntersuchung (ASU) wird eingeführt, es gibt neue Grundfahraufgaben für die Klassen 1 und 4, Bewerber um eine Fahrerlaubnis der Klasse 2 müssen sich einer ärztlichen „Überprüfung der geistigen und körperlichen Eignung“ unterziehen. Im Jahr 1984 feiert das Unternehmen sein 50-jähriges Bestehen. Mit der Computer-Technologie Anfang der 80er Jahre entsteht ein neues Geschäftsfeld für den Verlag: Verwaltungssoftware, die speziell auf die Bedürfnisse von Fahrschulen zugeschnitten ist. Die Verlagsführung beginnt sofort mit der Entwicklung und Produktion der ersten hauseigenen Software für Fahrschulen unter der Bezeichnung „DEGENER Abrechnungs-, Verwaltungs- und Informations-Diskette“, kurz: DAVID. Das professionelle Programm für die noch wenig verbreiteten Homecomputer, das das Fahrschulbüro auf lange Sicht nachhaltig verändern soll, feiert Premiere auf der IAA 1985. Heute ist die Einnahmen-Überschussrechnung, Schülererfassung und Unterrichtsorganisation, kurz, die gesamte Fahrschulverwaltung ohne Computersysteme und Software nicht vorstellbar.

1986

gelernt geprueft bestanden 1986Führerschein auf Probe, Farbfotos, moderne Lehrmittel

Das bereits im Jahr 1978 am Markt eingeführte Antiblockiersystem ABS ist ab 1985 serienmäßig zu haben und setzt einen neuen Standard auf dem Gebiet der aktiven Fahrsicherheit. Die neue Klasse 1a soll den Stufenführerschein für Zweiradfahrer noch sicherer machen, der Führerschein auf Probe wird eingeführt und in „EG-Rosa“ eingefärbt. Das Fahrlehrergesetz führt 1986 die Nachschulungserlaubnis im Rahmen der Fahrerlaubnis auf Probe ein und verpflichtet die Inhaber einer Nachschulungserlaubnis alle zwei Jahre zur Fortbildung. Die Laienausbildung wird untersagt und die Teilnahme am theoretischen Unterricht für jeden Fahrschüler zur Pflicht. DEGENER reagiert mit vielen Neuerungen, z. B. der Ausweitung des Anteils farbiger Bilder und Realfotos in den Lehrmitteln. Außerdem verpflichtet der Verlag 1987 einen neuen Lehrbuch-Autor: Der Pädagogik-Professor Dr. Hellmut Lamszus – u.a. maßgeblich verantwortlich für das Curriculum der Fahrlehrerverbände – setzt neue Akzente in den Bereichen „Emotionen beim Fahren“, „Persönliche Voraussetzungen“ und „Fahrertypen“.

1989

Grenzöffnung (Fahrerlaubnisboom Ost)

Das Ende der Achtzigerjahre markiert in vieler Hinsicht einen Neuanfang: Die DEGENER Lehrmittel GmbH ist gerade erst in die größeren Räumlichkeiten in die Ikarusallee umgezogen, da sorgt die politische Wende im Osten nach 40 Jahren DDR für ein Ende der deutschen Teilung. Friedrich Zimmermann erlässt als Bundesminister für Verkehr angesichts der großen Zahl an Fahrzeugen die „Trabbi-Verordnung“. Der immense Nachholbedarf nach der Wiedervereinigung beschert auch der Fahrschulbranche einen unerwarteten Boom. Das hannoversche Unternehmen reagiert sofort und organisiert umfangreiche Informationsveranstaltungen für die Fahrlehrerschaft in der „Noch-DDR“. Höhepunkt wird die Veranstaltung in Leipzig, wo der Verlag die komplette Messehalle 7 für etwa 2500 interessierte Fahrlehrer angemietet hat. Mit umsichtiger Produktionsplanung und einem sicheren Gespür für die Bedürfnisse der Kunden kann der Verlag neben dem aktuellen Tagesgeschäft die eigene Produktpalette zielgruppengerecht erweitern.

1993 - 1998

1993

Falschantworten werden amtlich, Lkw-Buch, SCAN & TEACH® Entwicklung

Toni_Trucker_1993Seit Juni 1993 müssen Fahrschul-Pkw „mindestens zwei Türen auf der rechten Seite“ aufweisen, um als prüfungstauglich zu gelten. Im selben Jahr erscheint der neue amtliche Prüfungsfragenkatalog, der nun auch sämtliche amtlichen Falschantworten enthält. Durch den Wegfall der verlagsinternen Antworten müssen sämtliche Lehrmittel inhaltlich überarbeitet und an den Prüfstoff angepasst werden. Gleichzeitig bringt DEGENER ein neues Lehrbuch unter dem Titel „Lkw fahren“ heraus, dessen markiger Sprücheklopfer, Toni Trucker, bald zum Markenzeichen avanciert. Außerdem arbeitet der Verlag fieberhaft und unter strengster Geheimhaltung an einer Neuentwicklung, die den Theorieunterricht durch ein völlig neues Vortragssystem revolutionieren soll.

1995

Logo_Scan_Teach_1995DEGENER Revolution: SCAN & TEACH® kommt auf den Markt

Anfang 1994 wechselt der Vorsitz der Bundesvereinigung. Nachdem der langjährige Vorsitzende Ernst Fröhling (Niedersachsen) nicht wieder kandidiert, heißt der neue Vorsitzende Gerhard von Bressensdorf (Bayern). Ihm stehen Peter Glowalla (Berlin) und Rudi Ebel (Pfalz) zur Seite. Im Jahr darauf bringt DEGENER exklusiv das erste CD-i-Programm für den Fahrschulunterricht auf den Markt. Ausgestattet mit dem leicht zu bedienenden CD-i-Player, einem Scanner, der Software auf CD-i und einem ausgedruckten Leitfaden können die Fahrlehrer erstmals den gesamten Theorieunterricht mit Fotos, Filmen und animierten Beiträgen über das Fernsehgerät bereichern.

CD_i_1995Die neue Technik läutet endgültig das Zeitalter des modernen, multimedialen Fahrschulunterrichts ein. Von jetzt an stehen regelmäßig neben Fototerminen auch Filmproduktionen sowie die Konzeption und Umsetzung neuer Animationen auf dem Produktionsplan des Verlages.

1998

Lehrbuch_Pkw_fahren_1998Zweite EG-Führerschein-Richtlinie

Kurz vor der Jahrtausendwende tritt die 2. EG-Führerschein-Richtlinie in Kraft, nach der u.a. alle Führerscheinklassen neu benannt werden: Die Zuteilung der Ziffern 1 bis 5 wird ersetzt durch die Buchstaben A, B,C, D, L, M und T (2005 ergänzt um Klasse S). Der Verlag nimmt die umfangreichen Änderungen zum Anlass, auch das Format der Lehrbücher zu wechseln: Das neue A4-Format erlaubt eine übersichtliche Gestaltung mit großformatigen Fotos und Abbildungen. Die Geschäftsführung teilt sich Gloria Degener jetzt mit Dr. Max-Georg Büchner.

2000 - 2009

2000

Kundenbeirat und Partnertage, „Risikofaktor Mensch“

Zur Jahrtausendwende gründet der Verlag den branchenweit ersten Kundenbeirat, der sich aktiv in die Verlagsproduktion einbringt. Neben der Aufstockung der Bereiche Multimedia-Software und Präsentations-Hardware (wie Beamer und Smartboard) entsteht eine Auswahl an Büro- und Fahrschulmobiliar sowie anderen Einrichtungsaccessoires. Außerdem gewinnt der Verlag mit Volkswagen und Continental kompetente Partner für gemeinsame Projekte– und setzt bald darauf mit attraktiven und informativen Kunden-Events, den Partner- bzw. Infotagen, neue Maßstäbe der Kommunikation. Die vom DEGENER-Autor Professor Dr. Lamszus frühzeitig betonte Bedeutung der Fahrerpersönlichkeit wird aufgewertet: 2002 veröffentlicht Dietmar Sturzbecher in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam bei DEGENER völlig neu konzipierte Materialien zum Thema „Risikofaktor Mensch“, die bald darauf in die Ausstattungsrichtlinie aufgenommen werden.

2004

csm_China_2004_99202ed0dbDeutsch-chinesisches Joint-Venture, Vollsortimenter

Seit Ende 2004 unterstützt DEGENER mit seinem Know-how die Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit in der Volksrepublik China. In enger Abstimmung mit dem zuständigen Ministerium erarbeitet ein deutsch-chinesisches Redaktionsteam Schulungs-Materialien für Fahrlehrer und Fahrschüler, multimediale Unterrichts-Software sowie andere Medien für die Fahrausbildung und die Förderung der Verkehrssicherheit in China. In Deutschland hat sich die DEGENER Lehrmittel GmbH zum Vollsortimenter entwickelt. Das Angebot umfasst Lehrbücher, Fachbücher, Prüf- und Lernbogen, Folien, Videofilme, Werbe- und Organisationsmittel für den Fahrschulbetrieb, Möbel für Schulungsräume, Werbe-Accessoires, Schutzkleidung, Schautafeln, kraftfahrtechnische Modelle und elektronische, multimediale Lehrmedien wie Marken-PC-Systeme, Software und Präsentationstechnik. Auch bedarfsgerechte Verwaltungssoftware gehört zum umfassenden Angebot. Der hannoversche Lehrmittelverlag ist eines der führenden Unternehmen seiner Art in Europa.

2008

DEGENER – das Familienunternehmen mit Tradition, BKF-Bibliothek

Konsequente Weiterentwicklung der Ideen des Firmengründers, Offenheit für technische Innovationen und die ständige Neuentwicklung marktgerechter Artikel sind das Erfolgsrezept des Verlages. Aktuelles Beispiel: die Konzeption der multimedialen BKF-Bibliothek, die in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Autoren aus unterschiedlichen Fachgebieten entstanden ist. Mit den professionellen Aus- und Weiterbildungs-Materialien zur Erwachsenenbildung im Berufskraftfahrerbereich eignet sie sich gleichermaßen für den Güter- als auch für den Personenverkehr. Daneben bietet der BKF-Planer –exklusiv – eine „intelligente“ Führerschein-und Weiterbildungsverwaltung für Berufskraftfahrer bzw. ihre Arbeitgeber.

2009

DEGENER VERLAG GmbH – 75 Jahre DEGENER

75_Jahre_Degener_Logo_200975 Jahre innovative Produkte für Qualitätsfahrschulen– gegründet von Werner Degener! Das neue Logo, das von jetzt an den DEGENER Verlag symbolisiert, verbindet die Familientradition des Unternehmens mit dem modernen Anspruch eines vielseitigen Verlages, der sich über Generationen konstruktiv für die Belange der Fahrschulen engagiert: Ein Familienunternehmen, auf das Sie sich verlassen können.