E-LEARNING: WIE DIGITALES LERNEN UND
PERSÖNLICHE BEGLEITUNG ZUSAMMENWIRKEN.
Digitale Lernangebote machen den Fahrschulunterricht flexibler und individueller. Ihren größten Nutzen entfalten
sie jedoch im Zusammenspiel mit persönlichem Feedback und dem direkten Austausch im Unterricht.

E-Learning – ein Begriff, der mittlerweile in vielen Bereichen der Bildung Einzug gehalten hat. Egal ob während des Studiums, in der Berufsausbildung, der Weiterbildung oder im Alltag – z. B. bei der jährlichen UVV-Unterweisung – überall treffen wir mittlerweile auf E-Learnings.
E-Learnings sind heute so beliebt, weil sie zwei Dinge miteinander verbinden: hohe Flexibilität für Lernende und eine immer bessere Lernwirksamkeit durch Technologie. Vor 15 oder 20 Jahren galten Online-Kurse oft als langweilige PDF-Sammlungen. Heute nutzen moderne Lernplattformen Methoden aus Pädagogik, Psychologie und Datenanalyse, wodurch sie deutlich effektiver geworden sind.
Doch warum sind E-Learnings mittlerweile so beliebt?
Schauen wir uns das gemeinsam an: Ein großer Vorteil ist die Flexibilität, von der Berufstätige und Schüler besonders profitieren: Ich kann von überall aus lernen, wann und wie es in meinen Alltag passt, in meinem eigenen Lerntempo – und wenn ich etwas nicht verstehe, kann ich es beliebig oft wiederholen, ganz ohne soziale Kosten.
Es gibt viele Menschen, denen ein Nachfragen vor größerem Publikum schwerfällt, weil sie Spott und Ablehnung fürchten. Dieser soziale Stress entfällt bei E-Learnings komplett. Zeit- und Kostenersparnis – ja, die gibt es auch. Fahrtkosten und Anfahrtszeiten entfallen vollständig. Auch wenn es sich dabei meist nur um kleine Beträge handelt: Wie sagt man so schön, Kleinvieh macht auch Mist.
Modernes Lernen, passend zur aktuellen Lebenswelt
Der Mensch lernt, recherchiert oder löst Probleme heute in den allermeisten Fällen online. Wir hören Podcasts, scrollen uns durch die sozialen Medien. Funktioniert etwas nicht, schauen wir uns das passende Tutorial auf YouTube an, um das Problem zu lösen. Haben wir Alltagsfragen, wird auch schnell die jeweils präferierte KI befragt.
Ey, aber funktioniert das denn wirklich?
Kurz: Ja!
Wir dürfen den aktuellen Stand nicht mit dem digitalen Lernen während Corona vergleichen. Damals ging alles von jetzt auf gleich. Heute haben wir wissenschaftlich fundierte Methoden, diverse Studien und – das Wichtigste – Erfahrung. Moderne E-Learning-Kurse wie das DEGENER COLLEGE setzen auf kurze Lerneinheiten (snackable content), viele gezielte Wissensabfragen zu gerade erlernten Inhalten, praktische Übungen und Wiederholungen in sinnvollen Abständen. So bleibt das Wissen länger im Gedächtnis, der Zugang ist äußerst barrierefrei, und genau das trifft die Generation TikTok an ihrem Nerv: kurzweilig und alltagstauglich muss es sein.
Interaktivität statt Frontalunterricht: Den strikten Frontalunterricht kennen wir alle noch aus der eigenen Schulzeit. Mittlerweile ist sich die Wissenschaft einig, dass es eine der schwächsten Methoden ist, Wissen zu vermitteln – zumindest, wenn nicht das volle Potenzial ausgeschöpft wird.
In einem modernen E-Learning finden sich Gamification, Quizze und praxisnahe Übungen, dadurch wird das Lernen aktiver. Auch der Lernfortschritt bzw. der Lernstand lässt sich digital viel genauer ermitteln. Das sofortige Feedback nach dem Absolvieren einer Aufgabe gibt dem Schüler direkten Aufschluss über seinen Wissensstand und sein Verständnisniveau. In der Schule oder Fahrschule ergibt sich daraus eine optimale Vorbereitung auf anstehende Prüfungen.
Hat der Nutzen von E-Learning auch Grenzen?
E-Learning eignet sich z. B. überhaupt nicht für die Vermittlung handwerklicher Tätigkeiten oder Teamtrainings und nur bedingt für das Erlernen sozialer Kompetenzen. Das ist das größte Manko in Bezug auf die Fahrausbildung: Online-Lernen heißt meist auch allein lernen im Sinn von einsam. Dabei kommen positive Eigenschaften der direkten Kommunikation zu kurz. Nachfragen, empathische Erklärung, erfahrungsgestütztes Verständnis für Unsicherheiten, kurz: Die angemessene Moderation durch den Fahrlehrer. Diese auch für die praktische Fahrausbildung wichtige soziale Kompetenz kann E-Learning nicht ersetzen.
Letztlich hat die Teilnahme am Straßenverkehr selbst auch mit sozialer Interaktion zu tun. Darum ist der Verbund von Präsenz und E-Learning – das begleitete Lernen – der Königsweg zu modernem Lernen, der sprichwörtlich das Beste aus zwei Welten zusammenbringt: soziale Kompetenz in Präsenz festigen, Regelwissen online aufbauen. Man könnte von einem Dreamteam sprechen.
