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IAA TRANSPORTATION 2026: NEUE IMPULSE FÜR
DIE NUTZFAHRZEUGAUSBILDUNG.

Alternative Antriebe, Hochvolttechnik und vernetzte Fahrzeuge verändern den Berufsalltag.
Was bedeutet das für die Aus- und Weiterbildung von Berufskraftfahrern?

  • Hans-Joachim Reimann, Göran Kronberg
  • Oktober 2026
  • 2 Min Lesezeit
Mercedes-Benz Brennstoffzellen-Lkw auf der IAA Transportation 2026© Daimler Truck AG

Neue Antriebe werden zum Unterrichtsthema

Die Nutzfahrzeughersteller setzen verstärkt auf Elektroantriebe. Gleichzeitig bleiben Brennstoffzellen und alternative Kraftstoffe wie HVO 100 wichtige Themen. Für die Ausbildung entstehen dadurch unterschiedliche Anforderungen an Fahrzeugbedienung und technisches Verständnis.

MAN präsentierte mit dem eTGX 20.600 eine batterieelektrische Sattelzugmaschine, bei der neben Effizienz und Reichweite auch die direkte Sicht auf Fußgänger und Radfahrer verbessert wurde. Daimler Truck entwickelt mit dem Mercedes-Benz NextGenH2 Truck den wasserstoffbasierten Antrieb weiter.

HVO 100 ergänzt die Möglichkeiten für Dieselflotten. Der Kraftstoff wird unter anderem aus gebrauchten Pflanzenölen und tierischen Fetten hergestellt. Seine Verfügbarkeit bleibt dabei ein wichtiger Faktor.

Hochvolttechnik braucht eigene Lerninhalte

Bei elektrisch angetriebenen Fahrzeugen gewinnen neue Bedienelemente, Warnkennzeichnungen, Ladeanschlüsse und Not-Aus-Schalter an Bedeutung. Diese Besonderheiten betreffen auch Fahrlehrer und Fahrschüler.

Zusätzliche Themen ergeben sich bei der Reinigung, bei Servicearbeiten sowie beim Verhalten nach Unfällen oder Beschädigungen. Hier spielen die jeweiligen Herstellervorgaben eine wichtige Rolle. Die Messe lieferte damit konkrete Anknüpfungspunkte, um Unterricht und Weiterbildung um fahrzeugbezogene Sicherheitsaspekte zu ergänzen.

Vernetzte Systeme sicher nutzen

Auch die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur entwickelt sich weiter. Das System C-ITS ermöglicht den Austausch von Verkehrsinformationen in Echtzeit. Beispielsweise können Fahrzeuge frühzeitig Hinweise auf vorausliegende Baustellen erhalten.

Digitale Spiegelersatzsysteme, Kameras und Touchscreens verändern zugleich den Arbeitsplatz im Fahrzeug. Sie stellen zusätzliche Informationen bereit, können aber auch die Wahrnehmung stark beanspruchen. Beim Messeauftritt von Stoneridge wurde deutlich, wie viele Anzeigen und Kameraperspektiven heute im Cockpit zusammenkommen können.

Für die Ausbildung wird damit der sichere Umgang mit diesen Informationen wichtiger: Anzeigen verstehen, relevante Hinweise erkennen und die Aufmerksamkeit für das Verkehrsgeschehen erhalten.

Impulse für die Ausbildungspraxis

Die IAA Transportation 2026 bot Fahrschulen und BKF-Ausbildungsstätten einen Überblick über neue Ausbildungsinhalte. Besonders greifbar werden diese im Unterricht, wenn technische Entwicklungen mit konkreten Bedienabläufen und Verkehrssituationen verbunden werden. So lässt sich zeigen, welche Bedeutung neue Fahrzeugtechnik für den späteren Berufsalltag hat.

Über den Autor

Hans-Joachim Reimann

Chefredakteur
DEGENER Verlag

Über den Autor

Göran Kronberg

Redakteur
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