Logistik im (Klima-)Wandel

Logistik im (Klima-)Wandel

Logistik im (Klima-)WandelSeit geraumer Zeit gibt es eine Debatte über den Klimawandel, als Folge von Umwelt und Luftverschmutzung. Die hohen Feinstaubwerte und die einhergehenden Sanktionen in deutschen Innenstädten stellen die Logistikbranche vor Herausforderungen. Die Androhung von Fahrverboten und hohen finanziellen Ausgaben für CO2-Ausstoß müssen neue Ideen her, die denGütertransport umweltfreundlicher machen können. Inzwischen gibt es schon einige kreative Ideen, die großes Potenzial haben. Aber es gibt auch einige Ansätze, die wie „Eintagsfliegen“schnell wieder verpuffen werden. Die Branche zeigt sich aber insgesamt in einem Wandel, der die Logistik zukunftsfähig machen soll.

Umweltfreundliche, alternative Antriebe

Momentan ist der Dieselmotor noch immer der wichtigste Antrieb in der Logistikbranche. Dennoch erfreuen sich alternative Antriebe immer mehr an Bedeutung. Drohende Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in vielen Innenstädten führen z. B. dazu, immer mehr Transporter mit Elektromotoren als Zusatzantrieb auszustatten, die dann als Hybridfahrzeuge weniger CO2 erzeugen. Dennoch bleiben die alternativen Antriebe in Bezug auf das gesamte Transportaufkommen zurzeit auf dem Niveau von Experimenten.

Problem letzte Meile

Unter der letzten Meile versteht man in der Logistik den Weg vom Verteilerzentrum zur Heimatadresse des Kunden. Gerade hier ist der Transporter-Van immer noch das meist verwendete Transportmittel. Das Problem hier: Gerade in Städten gilt es die Feinstaubwerte niedrig zu halten, ein schwer zu erreichendes Ziel bei immer knapper werdenden Parkplätzen und länger werdenden Staus. Hier gilt es neue Lösungsansätze zu finden. Nur auf den Einsatz von Elektrofahrzeugen zu setzen wird nicht reichen, vor allem in größeren Städten werden zudem Lastenfahrräder ausprobiert. Um kürzere Strecken und schnellere Anlieferung für die Kuriere und Kunden gewährleisten zu können, werden in sogenannten Mikrodepots die Lieferungen abgestellt und von dort schnellstmöglichst ausgeliefert.

Wachsender Online-Handel

Egal ob mit dem Auto, dem Fahrrad oder auch der Gütertram, die neben dem erfolgreichen jahrelangen Einsatz in Dresden, ebenfalls gerade in Frankfurt getestet wird, der Bedarf an einer Lösung für den Weg zum Endabnehmer nimmt immer mehr zu, da auch Onlinebestellungen immer mehr zunehmen. Gerade durch den Lockdown, aufgrund der Corona-Pandemie, werden immer mehr frische Lebensmittel im Internet bestellt,um nach Hause geliefert zu werden. Diese Entwicklung wird sich kontinuierlich fortsetzen. Das kommt den Innovationen der „letzten Meile“ sehr entgegen und wird der Logistikbranche weitere Effizienzsteigerungen einbringen.

FlK – BKF-Redaktion

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Wie geht es in der BKF-Ausbildung weiter?

Wie geht es in der BKF-Ausbildung weiter?

Fortsetzung BKF-Newsletter 06/2020:

Nach der Verordnung (EU) 2020/698 bestehen seit dem 04.06.2020 nachfolgende Ausnahmen: Die Fristen für den Abschluss von Weiterbildungen (gem. Artikel 8 Absätze 2 und 3 der Richtlinie 2003/59/EG), die andernfalls zwischen dem 1. Februar 2020 und dem 31. August 2020 abgelaufen wären oder ablaufen würden, werden jeweils um sieben Monate verlängert. Die Eintragung der Schlüsselzahl 95, die entweder auf dem Führerschein oder auf dem Fahrerqualifizierungsnachweis gemäß Artikel 10 Absatz 1 der Richtlinie 2003/59/EG eintragen ist, wird um sieben Monate ab dem auf dem jeweiligen Führerschein oder Fahrerqualifizierungsnachweis angegebenen Ablaufdatum verlängert. (Quelle: www.bag.bund.de – Übersicht über die straßengüterverkehrsrechtlichen Ausnahmeregelungen aufgrund Covid-19 Stand: 10.06.2020)

Befindet sich das Unternehmen in einer Notlage, kann in Ausnahmefällen auch ohne den Nachweis einer Weiterbildung die Fahrertätigkeit gestattet werden. Die Führerscheinklassen C und D verlängern sich jeweils um ein Jahr, wenn der Antrag auf Verlängerung rechtzeitig vor Ablauf bei der Führerscheinbehörde gestellt wird – auch wenn die ärztlichen Nachweise nicht vorgelegt werden können. Eine weitere Verlängerung hängt dann vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Der Antragssteller muss jedoch glaubhaft versichern können, dass die Weiterbildung bzw. die ärztlichen Untersuchungen aufgrund unzumutbarer Entfernung nicht möglich sind. Alle Fristen sollten aber nicht vor dem 01.03.2020 abgelaufen sein. (Quelle: Verordnung (EU) 2020/698 vom 25.05.2020)

Länderspezifisch gelten für die Ausbildungsstätten strenge Hygienevorschriften, hier sollen nur einige genannt werden, zum Beispiel der einzuhaltende Mindestabstand von 1,5 Metern. Weiterhin ist die Gruppengröße der Teilnehmer der entsprechenden Raumgröße anzupassen, die Benutzung der sanitären Anlagen ist zu regeln und in den meisten Fällen ist diese nur einzeln gestattet. Die Seminarräume müssen regelmäßig gelüftet und vor allem belüftet werden. Das Tragen von Mund-/Nasebedeckung im Schulungsgebäude und während des Unterrichtsbetriebs ist vorher zu klären. Weiterhin müssen Hand- und Flächendesinfektionsmittel vorhanden sein, auf die regelmäßige Anwendung dieser Mittel ist hinzuweisen. Auf die Abstandsregelung muss auch während der Pausen allergrößte Sorgfalt gelegt werden. Die Dokumentation der Kontaktdaten aller sich aufhaltenden Personen in der Ausbildungsstätte ist zu gewährleisten, auf den Datenschutz ist dabei unbedingt zu achten. Zur Sicherheit sind die anzuwendenden Hygienevorschriften in jedem Fall mit den zuständigen Landes- oder Kreisbehörden, je nach Zuständigkeit, abzustimmen. Beachten Sie, dass jedes Bundesland eine eigene Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erlassen hat und diese regelmäßig angepasst wird.

Es ist für Ausbilderinnen und Ausbilder ein großer Aufwand alle Anforderungen an die Hygieneregeln einzuhalten, aber wenn wir uns alle an diese Regeln halten, werden wir auch in der Pandemie eine erfolgreiche Aus- und Weiterbildung im BKF-Bereich gewährleisten können.

Gemeinsam schaffen wir das!

Bleiben Sie uns gesund!
Ihre DEGENER BKF Redaktion

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EU-Rat beschließt umfangreiche Reform für Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer

EU-Rat beschließt umfangreiche Reform für Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer

Fortsetzung BKF-Newsletter 05/2019:

Ruhezeiten: In zwei aufeinander folgenden Wochen hat der Fahrende mindestens zwei regelmäßige Ruhezeiten oder eine regelmäßige wöchentliche Ruhezeit und eine reduzierte wöchentliche Ruhezeit mit mindestens 24 Stunden einzulegen. Im grenzüberschreitenden Güterverkehr kann ein Fahrender außerhalb des Mitgliedstaates seiner Niederlassung zwei aufeinanderfolgende reduzierte wöchentliche Ruhezeiten einlegen, wenn er in vier jeweils aufeinanderfolgenden Wochen mindestens vier wöchentliche Ruhezeiten einlegt, von denen mindestens zwei regelmäßige wöchentliche Ruhezeiten sein müssen.

Die bisherigen Regelungen der Ruhezeiten waren Grund für die Änderungen, diese sind ungeeignet und unpraktisch für die Fahrerinnen und Fahrer gewesen. Für die Fahrenden im grenzüberschreitenden Güterfernverkehr sind lange Zeiträume der Abwesenheit vom Heimatort Bestandteil ihrer Arbeit. Dies soll sich mit der Änderung wesentlich verbessern. Die Unternehmen haben hierdurch eine höhere Flexibilität bei der Planung der Ruhezeiten, die Fahrerinnen und Fahrer eine höhere Transparenz und Planbarkeit ihrer Arbeitszeiten. Die Sicherheit im Straßenverkehr soll sich in keiner Weise verschlechtern, es wird davon ausgegangen, dass der Ermüdungsgrad der Fahrenden sinkt und sich die Arbeitsbedingungen zum Positiven entwickeln. Von diesen Regelungen sind nur die Fahrerinnen und Fahrer im Güterfernverkehr betroffen, die Personenbeförderung ist hiervon ausgenommen!

Sozialer Fortschritt: In den Ruhezeiten halten sich die Fahrerinnen und Fahrer nicht mehr in der Fahrerkabine auf. Hier sollen angemessene und geeignete Unterkünfte auf Kosten des Arbeitgebers zur Verfügung gestellt werden. Diese hochwertigen und geschlechtergerechten Unterkünfte dienen der Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Sicherheit der Fahrenden. Sie sind angrenzend an geeigneten Parkplätzen mit angemessenen Sicherheitsniveau einzurichten. Hierbei stellt die Kommission sicher, dass Fahrende im Güter- wie auch im Personenverkehr leichten Zugang über Informationen für sichere Parkflächen haben. Dafür wird eine einheitliche Internetpräsenz erstellt. Der Fahrende erhält hier sämtliche Informationen über die örtlichen Gegebenheiten der Parkflächen z.B. geschlechtergerechte sanitäre Einrichtungen; Einkaufsmöglichkeiten (Lebensmittel und Getränke); Stromversorgung; …

In weiteren Verordnungen (EG) Nr. 1071/2009 und (EG) Nr. 1072/2009 geht es um die Wettbewerbsbedingungen der Firmen in den EU-Mitgliedsländern. Ziel ist ein Mindestniveau an Professionalisierung und Schließung möglicher Schlupflöcher in den einzelnen Verordnungen. Thema: „Briefkastenfirma“. Um eine Niederlassung in einem Mitgliedsland betreiben zu dürfen, muss sich der niedergelassene Kraftverkehrsunternehmer auch dauerhaft in diesem Mitgliedstaat aufhalten. Die Verkehrstätigkeit des Unternehmens setzt voraus, dass sich dort eine angemessene technische Ausstattung in dieser Betriebsstätte vorfindet. Eine weitere Anforderung sind die Parkflächen, diese müssen im Niederlassungsmitgliedsland vorhanden sein.

Kabotagebeförderungen: Die Änderungen sollen dazu beitragen die Leerfahrten abzubauen, den Ladefaktor von schweren Nutzfahrzeugen gleichzeitig anzuheben. Dabei ist sicherzustellen, dass ein Unternehmen die Kabotagebeförderungen dauerhaft und ununterbrochen durchführt. Hierbei wird untersagt, innerhalb einer bestimmten Frist nach dem Zeitfenster für die Kabotagebeförderung eine weitere im Mitgliedstaat durchzuführen.

Richtlinie 96/71/EG, 2014/67/EU, sowie 2006/22/EG und Verordnung (EU) Nr. 1024/2012: Im Fokus hier der soziale Schutz der Kraftfahrenden, angemessene Arbeitsbedingungen und angemessene Geschäftsbedingungen. Um den fairen Wettbewerb zwischen in- und ausländischen Unternehmen zu erleichtern, müssen nationale Vorschriften für den Straßenverkehr verhältnismäßig und gerechtfertigt sein. In den Mitgliedsstaaten der EU werden mindestens sechs Mal im Jahr abgestimmte Straßenkontrollen stattfinden. Somit werden länderübergreifend die Verordnungen (EG) Nr. 561/2006 und 165/2014 kontrolliert und statistisch erfasst. Die Mitgliedsstaaten errichten anhand der relativen Anzahl der begangenen Verstöße ein System, dass die Risikoeinstufung der kontrollierten Unternehmen erfassen soll. Die erfassten Daten werden über eine gemeinsame Formel für die Berechnung der Verstöße ausgewertet und an die Kontrollbehörden des Mitgliedsstaates weitergeleitet. Ziel ist auch hier eine faire und effizientere Behandlung der Unternehmen bei Kontrollen. Straßenkontrollen werden schneller, effizienter und mit möglichst geringer Verzögerung für den Fahrer durchgeführt. Es werden klare Unterscheidungen zwischen den Pflichten der Kraftfahrer und den Pflichten des Unternehmens zu Grunde gelegt.

Die umfangreichen Änderungen des Regelwerks für Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer werden auf lange Sicht die Arbeitsbedingungen verbessern, den sozialen Schutz unserer Fahrenden besser schützen und für fairen Wettbewerb bei in- und ausländischen Unternehmen sorgen. Wir warten gespannt auf die zweite Lesung zum Mobilitätspaket.

Bleiben Sie gesund! – Ihre DEGENER BKF-Redaktion

Quelle: Pressemitteilung des Rats der EU v. 07.04.2020

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Mangel an Berufskraftfahrern – Sicherstellung der Versorgungssicherheit

Mangel an Berufskraftfahrern – Sicherstellung der Versorgungssicherheit

Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 04/2020:

 

Das BAG beschreibt die straßenverkehrsrechtlichen Ausnahmeregelungen aufgrund Covid-19 in der Übersicht wie folgt (Auszüge):

1. Fahrpersonalrecht:

Ausnahmen von den Sozialvorschriften von Art. 14 Abs. 2 der VO (EG) 561/2006. Gilt für Beförderungen im Werkverkehr oder gewerblichen Güterkraftverkehr von:

  • Waren des täglichen Bedarfs, insbesondere Lebens- und Futtermittel, zwischen Produktions-, Lager-, und Verkaufsstätten;
  • Gütern zur medizinischen Versorgung sowie gegen die SARS-CoV-2 Pandemie (insb. Schutzausrüstung, Produkte zur Infektionsanalyse, Desinfektionsmittel u.ä.)
  • Treibstoffen Nur wenn Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt. Befristet bis einschl. 17.04.2020

Ausnahme von Art. 6 Abs. 1 – Tägliche Lenkzeit darf fünf mal die Woche auf zehn Stunden verlängert werden.

Ausnahme von Art. 8 Abs. 6 – Zwei aufeinanderfolgende reduzierte WRZ, wenn in den vier aufeinanderfolgenden Wochen mindestens vier wöchentliche Ruhezeiten eingelegt werden, davon mindestens zwei regelmäßige WRZ. Bei zwei reduzierten WRZ nacheinander, ist die nächste Ruhezeit als Ausgleich vor der darauffolgenden WRZ einzulegen.

2. Berufskraftfahrerqualifikationsrecht:

Der Einsatz von Fahrern, die nicht über eine gültige Berufskraftfahrerqualifikation (Schlüsselzahl „95“) verfügen, weil sie die erforderlichen Weiterbildungsmaßnahmen aufgrund der aktuellen Umstände nicht absolvieren konnten, wird durch das Bundesamt für Güterverkehr derzeit grundsätzlich nicht beanstandet.

Damit wird insbesondere auch dem Umstand Rechnung getragen, dass Weiterbildungsveranstaltungen derzeit vielfach nicht stattfinden können und bei abgelaufener Berufskraftfahrerqualifikation insoweit keine Verlängerungen der Schlüsselzahl „95“ erfolgen können. Bitte beachten Sie, dass die Landesbehörden für die Ausführung des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes zuständig sind. Inwieweit in den einzelnen Bundesländern Ausnahmeregelungen geschaffen wurden, um beispielsweise trotz fehlendem Abschluss der Weiterbildungen eine Verlängerung des Eintrags der Schlüsselzahl „95“ zu erhalten, bringen Sie bitte bei Ihrer örtlich zuständigen Landesbehörde in Erfahrung.

Der vorübergehende Eintrag der Schlüsselzahl 95, die vorübergehende Verlängerung der Fahrerlaubnis oder die Nichtahndung von Verstößen entbindet nicht von der grundsätzlichen Pflicht zur Erfüllung der Voraussetzungen, wenn der Normalbetrieb wieder aufgenommen ist. *)

*) Quelle: https://www.bag.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Gesetze/Uebersicht_Ausnahmeregelungen_BAG_2020_04-07.pdf

 

3. Straßenverkehrsrecht – Sonn- und Feiertagsfahrverbote: **)

Bundeslanderlassen amgültig biserfasste GüterBesonderheiten
Bayern06.03.202030.05.2020Artikel des Trockensortiments (haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel)Transporte zur Belieferung des Einzelhandels
Bayern27.03.202019.04.2020Alle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst
Brandenburg20.03.202026.04.2020Alle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst
Hessen27.03.202030.06.2020Alle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst
Mecklenburg-Vorpommern
18.03.202030.06.2020Alle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst
Niedersachsen18.03.202030.05.2020Alle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst
Nordrhein-Westfalen
19.03.202030.05.2020Alle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst
Schleswig-Holstein
18.03.202026.04.2020Alle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst
Sachsen03.04.202031.05.2020Alle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst
Rheinland-Pfalz16.03.202026.04.2020Alle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst
Sachsen-Anhalt31.03.202031.08.2020Alle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst.

Erfasst auch Ausnahme von der Ferien-Reiseverordnung (alle Samstage in der Zeit vom 01. Juli bis 31. August)
Freie und Hansestadt Hamburg
18.03.202016.04.2020Alle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst
Berlin27.03.202001.06.2020Alle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst
Thüringen31.03.202019.04.2020Alle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst
Saarland02.04.2020bis auf WeiteresAlle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst
Baden-Württemberg01.04.202019.04.2020Alle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst
Bremen19.03.202001.06.2020Alle GüterGenerell alle Beförderungen sowie Leerfahrten werden erfasst

Tabelle: Übersicht der von den einzelnen Bundesländern mit Allgemeinverfügung erlassenen Ausnahmen gemäß § 30 Abs. 1 Nr. 7 StVO. Stand: 08.04.2020.

**) Quelle: https://www.bag.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sonstige/Ueersicht_Allgemeinverf%C3%BCgungen_zum_Sonn-_und_Feiertagsfahrverbot_20200408.html

Wir wünschen Ihnen in dieser Zeit viel Kraft und bleiben Sie gesund.

Ihre DEGENER BKF-Redaktion

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Oberleitungs-Lkw: Sinnvoll oder nicht?

Oberleitungs-Lkw: Sinnvoll oder nicht?

Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 03/2020:

 

Praktische Erfahrungen sammelte ein Scania R450 Hybrid der Spedition Schanz aus Ober-Ramstadt. Auf dem Weg vom Firmensitz nach Frankfurt-Ost passierte der Teilzeitstromer auch den fünf Kilometer langen Oberleitungsabschnitt der A5. Gut 10 Prozent an Kraftstoffeinsparungen konnte der Oberleitungs-Lkw nach 1000 gefahrenen Kilometern bislang realisieren. Das erscheint erstmal wenig, doch die VW-Tochter Scania sieht für die Zukunft deutlich mehr Einsparpotential. Ein erklärtes Fernziel ist der Einsatz rein elektrischer Lkw auch über längere Strecken, sollte auf den Autobahnen ein entsprechendes Oberleitungsnetz entstehen. Dieses müsste nicht einmal engmaschig sein. 70 Prozent der auf der Straße beförderten Güter, werden auf ca. 4.000 Autobahnkilometern bewegt. Hier würden dann 15 Kilometer lange Teilstücke reichen, damit sich moderat vergrößerte Batterien für 50 batterieelektrisch gefahrene Kilometer aufladen. Da jedoch bis 2022 zunächst lediglich zwei weitere Teststrecken auf der A1 in Schleswig-Holstein und der B 462 bei Rastatt geplant sind, scheint ein so smartes Netz in weite Ferne zu rücken.

Auch der Bund der Steuerzahler kritisiert das Projekt scharf. Experten des Berliner Öko-Instituts hatten 25 Prozent Ersparnis berechnet. Oberleitungs-Lkw könnten im Jahr 2025 ein Viertel weniger CO2 emittieren als Dieselfahrzeug – selbst wenn diese in Zukunft deutlich effizienter werden – und so bereits innerhalb der typischen Nutzungsdauer von fünf Jahren Kostenvorteile gegenüber Dieselfahr-zeugen erzielen. So die Experten September 2018. Doch die Realität sieht anders aus. Im Strommix durchgeführte Verbesserungen sind bereits ausgereizt und bestehen bereits zu 100 Prozent aus regenerativen Energien.

Ein weiteres Problem sind die vielen Lkw aus dem Ausland, welche sich im Transitverkehr befinden. Besonders im Norden des Landes., wo sie rund die Hälfte der Lkw ausmachen. Wie will man erreichen, dass auch die Speditionen aus anderen Ländern auf diese Technik setzen? Diese und andere Fragen werden die Verantwortlichen in Zukunft weiter beschäftigen. Dass für die Emissionswerte etwas getan werden muss, ist unumstritten. Doch ob es auf diese Weise nachhaltig funktioniert, wird erst die Zukunft zeigen.

FlK (BKF-Redaktion)

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Verdeckte Kontrollen – per Kamera Blick ins Führerhaus

Verdeckte Kontrollen - per Kamera Blick ins Führerhaus

Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 02/2020:

 

Zur Untersuchung der Handy-Ablenkung von Lkw-Fahrern am Steuer hat die Polizei Niedersachsen in Oldenburg jüngst einen sehr erfolgreichen Modellversuch durchgeführt. Die Beamten wollen Verstöße der Lkw-Fahrer gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) auf Video festhalten und die Fahrer im Anschluss mit dem Filmmaterial belehren. Hierfür werden kleine Kameras auf den Dächern einiger Kleinbusse befestigt, die für die Berufskraftfahrer nicht als Streifenwagen erkennbar sind. Beim Vorbeifahren auf der Autobahn filmt die Kamera, was im Fahrerhaus des Lkw vor sich geht. Liegt ein rechtswidriges Verhalten erkennbar vor, steht den Ordnungshütern das Video als Beweismaterial zur Verfügung, von dem sich die Beamten einen Lerneffekt für die Fahrer versprechen.

Doch ist dieses Vorgehen der Polizei überhaupt erlaubt?

Die Antwort lautet ja. Das ist rechtlich unbedenklich. Grundlage dafür bildet der § 100 h der Strafprozessordnung (StPO). Hier heißt es sinngemäß, dass Filmaufnahmen von einer Person ohne deren Wissen erstellt werden dürfen, wenn das Video das einzig erfolgversprechende Beweismittel darstellt. Die Polizei filmt zudem Lkw-Fahrer, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe aus 2010 (Az.: 2 BvR 1447/10) begründet dieses Vorgehen mit dem Interesse der Allgemeinheit an der Sicherheit des Straßenverkehrs und dem im Zusammenhang mit dem aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG ableitbaren Auftrag zum Schutz vor erheblichen Gefahren für Leib und Leben. Dieses Ziel steht in diesem Zusammenhang über dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

Um den nicht unerheblichen Strafen zu entgehen, aber vor allem, um immer sicher am Ziel anzukommen, sollten alle Verkehrsteilnehmer die Finger von jeglicher Art der Ablenkung lassen und sich auf den Verkehr konzentrieren. Denn keine Ablenkung kann wichtiger sein als das eigene Leben.

FlK (BKF-Redaktion)

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Neue Regeln im grenzüberschreitenden Verkehr

Neue Regeln im grenzüberschreitenden Verkehr

Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 01/2020:

 

Höchstarbeitszeit

Unangetastet bleiben die Regeln für die Höchstarbeitszeit und die Mindestruhezeit für Kraftfahrer. Damit sie aber mehr Zeit zuhause verbringen können, wird im internationalen Güterverkehr bei der Organisation der Arbeitszeitpläne, ein gewisses Maß an Flexibilität eingeführt. Ferner werden sie das Recht haben, je nach Ihrem Arbeitszeitplan alle drei oder vier Wochen nach Hause zurückzukehren.

Wöchentliche Ruhezeit

Die neuen Regeln bestätigen, dass die regelmäßige wöchentliche Ruhezeit (mindestens 45 Stunden) außerhalb des Fahrzeugs verbracht werden muss. Wird diese Ruhezeit nicht zuhause verbracht, so muss die Unterbringung vom Arbeitgeber bezahlt werden.

Parkplätze

Dennoch wird die EU den Bau und die Nutzung sicherer und gesicherter Parkplätze fördern. Sie möchte auch eine Website einrichten, um das Auffinden dieser Parkplätze zu erleichtern.

Kabotage

In Bezug auf die Beförderungen, die von Unternehmen in einem nationalen Markt außerhalb des Landes ihrer Niederlassung durchgeführt werden (Kabotage), wird an der derzeit geltenden Regelung festgehalten. Diese besagt, dass höchsten drei solcher Beförderungen innerhalb von sieben Tagen erlaubt sind. Um aber eine methodische Kabotage zu verhindern, wird ein Karenzzeitraum von vier Tagen eingeführt, der eingehalten werden muss, bevor weitere Kabotagen in demselben Land mit demselben Fahrzeug durchgeführt werden können. Die gleiche Regelung kann auch auf die auf der Straße zurückgelegten Teilstrecken des kombinierten Verkehrs in seinem Hoheitsgebiet angewendet werden.

Mit den Regeln für die Entsendung von Kraftfahrern, soll verdeutlicht werden, wie Berufskraftfahrern im Güter- und Personenverkehr der Grundsatz „gleiches Entgeld für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ zugutekommt. „Allgemein gilt, dass dann, wenn eine Beförderung so ausgeführt wird, dass die Verbindung der Arbeit des Fahrers mit dem Land der Niederlassung intakt bleibt, der Fahrer von den Vorschriften über die Entsendung ausgenommen ist. Das bedeutet, dass bilaterale Beförderungen ausdrücklich ausgeschlossen sind. Auf dem Weg zum Bestimmungsland und auf dem Rückweg ist ein zusätzlicher Vorgang der Beladung und/oder Entladung in beiden Richtungen zugelassen, bevor die Entsenderegelung Anwendung findet; möglich ist auch gar kein zusätzlicher Vorgang auf dem Hinweg und bis zu zwei Vorgänge auf dem Rückweg. Die Durchfuhr ist ebenfalls ausgenommen. Für alle anderen Arten von Beförderungen, einschließlich der Kabotage, soll vom ersten Tag der Beförderung an die Entsenderegelung uneingeschränkt gelten. Ähnliche Vorschriften gelten auch für die Personenbeförderung, wobei bei bilateralen Beförderungen ein zusätzlicher Zwischenstopp erforderlich ist. Mit den Entsendevorschriften wird auch ein einheitlicher Kontrollstandard geschaffen. Grundlage ist ein von der Kommission entwickeltes Kommunikationstool, an das die Verkehrsunternehmen ihre Entsendemeldungen direkt übermitteln können“, verkündete der Rat der Europäischen Union in seiner Pressemitteilung.

Lenk- und Ruhezeiten

Zudem sollen die Vorschriften für Lenk- und Ruhezeiten auf Kleintransporter ausgedehnt werden. Dies und die Ausdehnung der der Vorschriften für den Zugang zum europäischen Güterkraftverkehrsmarkt sollen gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Verkehrsteilnehmer gewährleisten, die unterschiedliche Fahrzeuge einsetzen, die im internationalen Verkehr eingesetzt werden (leichte Nutzfahrzeuge über 2,5 Tonnen). Für die Marktaufsicht gilt ein Übergangszeitraum von 21 Monaten und für die Vorschriften in Bezug auf Fahrtenschreiber und Ruhezeiten ein Zeitraum bis 2021.

Mit der Reform wird zudem die Verbindung zwischen dem Sitz des Verkehrsteilnehmers und seinen Tätigkeiten gestärkt. Dies soll sicherstellen, dass diese Verbindung auch echt ist und „Briefkastenfirmen“ weiter eindämmen. Lkw im internationalen Verkehr müssen mindestens einmal alle acht Wochen zur Betriebsstätte des Unternehmens zurückkehren. Das soll den Fahrern zusätzlich ermöglichen nach ihrem zweiten vierwöchigen Arbeitszyklus nach Hause zurückzukehren.

„Eines der Kernelemente zur Verbesserung der Durchsetzung ist die Möglichkeit, zuverlässig zu registrieren, wann und wo ein Lkw eine Grenze überquert hat, und festzustellen, wo die Beladung und Entladung des Fahrzeugs stattfindet. Mit dem intelligenten Fahrtenschreiber der zweiten Generation wird all dies automatisch erfolgen. Er wird für Fahrzeuge, mit denen grenzüberschreitende Beförderungen durchgeführt werden, in drei Phasen eingeführt: Neue Lkw müssen bis 2023 mit diesem Gerät ausgerüstet werden; Fahrzeuge mit einem analogen oder digitalen Fahrtenschreiber müssen bis Ende 2024 umgerüstet werden; und Lkw mit einem intelligenten Fahrtenschreiber der ersten Generation müssen 2025 umgerüstet werden“, so der Rat der Europäischen Union.

Zudem sollen auch die Vorschriften für den Informationsaustausch und die Verwaltungszusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten modernisiert werden. Dies soll die grenzüberschreitende Überwachung der Einhaltung der Vorschriften verbessern.

„Die Vorschriften in den Vorschlägen über die Entsendung und den Marktzugang (einschließlich der Vorschriften über die Rückkehr der Lkw) werden 18 Monate nach dem Inkrafttreten der Rechtsakte die Anwendbarkeit erlangen. Die Vorschriften im Lenkzeitenvorschlag (einschließlich der Rückkehr der Fahrer) werden ab dem zwanzigsten Tag nach der Veröffentlichung gelten, mit Ausnahme der besonderen Fristen für Fahrtenschreiber.“

 Quelle:

Pressemitteilung, Rat der Europäischen Union, Der Ausschuss der Ständigen Vertreter (AStV)

FlK (BKF-Redaktion)

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Neue Assistenzsystempflicht für Lkw

Neue Assistenzsystempflicht für Lkw

Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 12/2019:

 

Auch für die „normalen“ Lkw werden die Abbiegeassistenten langfristig zur Pflicht. Vorläufig haben sich die EU-Gesetzgeber auf neue Regeln für mehr Sicherheit im Straßenverkehr geeinigt. Geplant ist, auf europäischer Ebene ein verpflichtender Einbau von Abbiege-assistenten in Lastwagen und Bussen ab 2022 in allen neuen Fahrzeugtypen und ab 2024 in allen Neufahrzeugen erfolgt. Durch diese Vorschriften sollen tödliche Abbiegeunfälle mit Fußgängern und Radfahrern künftig verhindert werden.

Ebenfalls im Blick haben die EU-Gesetzgeber auch besondere Vorgaben zur Verbesserung der direkten Sicht der Bus- und Lkw-Fahrer und zur Beseitigung toter Winkel. Die Einführung soll aber wegen der nötigen Konstruktionsänderungen an den Fahrzeugen erst später folgen.

Zusätzlich Unfälle vermeiden, unter Umständen sogar Leben retten, kann auch das sogenannte Reifendruckkontrollsystem. Der Reifendruck kann einen entscheidenden Einfluss auf das Fahrverhalten von Fahrzeugen haben. Kaputte Reifen, die durch zu niedrigen oder zu hohen Druck beschädigt wurden, stellen besonders bei Lkw durch ein wesentlich höheres auf den Asphalt gebrachtes Gewicht, ein besonderes Risiko da. Viele Unfälle mit tödlichem Ausgang sind so entstanden. Während die Technik für neue Pkw bereits zur Standard-ausstattung gehört, ist das Reifendruckkontrollsystem für Lkw bisher noch nicht zur Pflicht geworden.

FlK (BKF-Redaktion)

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Immer mehr autonom fahrende Busse im Realverkehr unterwegs

Immer mehr autonom fahrende Busse im Realverkehr unterwegs

Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 11/2019:

 

In Mainz plant man nach einem Test im vergangenen Jahr die autonomen Kleinbusse in den Regelbetrieb aufzunehmen. Dort hatte man den autonom fahrenden Kleinbus „Emma“ (Elektro-Mobilität Mainz Autonom), der vom französischen Hersteller Navya geliefert wird, getestet.

In Keitum auf Sylt zum Beispiel wird seit April 2019 ein autonomer Kleinbus eingesetzt. Die Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG) ist Partner des Projektes „NAF-Bus“ – nachfragegesteuerter autonom fahrender Bus. Dieses Projekt untersucht das „autonome Fahren on demand“ im touristischen Einsatzgebiet mit einem selbstständigen Bus auf Anfrage. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi) im Rahmen der Förderrichtlinie „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ mit einer Summe von mehr als zwei Millionen Euro unterstützt.

Bei den Testprojekten war es besonders wichtig zu sehen, wie sich ein autonom fahrendes Fahrzeug im Straßenverkehr verhält. Auch wenn die Fahrzeuge mit umfassender Technik und einer den Anforderungen entsprechenden Programmierung ausgestattet sind, bleiben im realen Straßenverkehr immer noch genug Variablen übrig, die erkannt und erklärt werden müssen. Kann der Bus eine rote Ampel erkennen und den Vorschriften gemäß halten, so ist damit noch nicht ausgeschlossen, dass nicht doch ein Fußgänger verbotenerweise die Straße quert. Wie verhält sich das autonome Fahrzeug dann? Anders als der Mensch verfügt der Bus nur über festgelegte Schemata, nach denen er handelt. Wir Menschen handeln immer anders – je nach Tagesform.

Die autonomen Busse sollen in Zukunft vor allem da eingesetzt werden, wo der Personennahverkehr den Pkw nicht ersetzen kann. Besonders in abgelegenen Regionen könnte das autonome Fahren eine Alternative sein.

Was das für das Berufsbild des Busfahrers bedeutet, wird sich noch zeigen. Trotz aller Gesetzesentwürfe, die eventuell den Busfahrer als Fahrzeugführenden ersetzen sollen, sieht die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) immer noch einen Menschen im Fahrzeug vor, der das Fahrzeug kontrolliert und im Notfall das Kommando übernehmen und eine Bremsung einleiten kann. Nichts desto trotz werden wir auch in Zukunft immer mehr selbstfahrende Maschinen sehen, seien es Kleinbusse im Straßenverkehr oder auch Nutzfahrzeuge, die sich selbstständig zum Beispiel auf Werksgeländen bewegen.

FlK (BKF-Redaktion)

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Ab 2020 gilt neue Winterreifenpflicht auch für Lkw

Ab 2020 gilt neue Winterreifenpflicht auch für Lkw

Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 10/2019:

mindestprofiltiefe-winterreifen

Wer sich nicht an diese Änderung hält und mit unzulässiger Bereifung bei Glatteis oder Schnee unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von mindestens 60 Euro rechnen. Sollte das Fahren mit unzulässiger Bereifung vom Fahrzeughalter angeordnet worden sein oder lässt der Halter dies zu, wird eine Strafe in Höhe von 75 Euro fällig.

Doch auch auf die Mindestprofiltiefe sollten Fahrzeughalter und Fahrer achten. In Deutschland liegt diese, genau wie beim Pkw, bei 1,6 Millimeter. Aber ist dies denn nicht viel zu wenig, gerade bei großen Lkw? In Österreich z. B. gilt eine Mindestprofiltiefe von 5 Millimeter. Also weitaus mehr. Dies sollten die Fahrzeughalter/Fahrer, welche die deutsche Grenze Richtung Österreich passieren, unbedingt beachten. Die dortige Gendarmerie kennt in Fragen des Profils weit weniger Pardon als die deutsche Polizei.

Automobilexperten empfehlen eine Profiltiefe von sechs bis acht Millimetern, denn ein tieferes Profil sorgt auch hier für mehr Haftung und bessere Fahreigenschaften auf winterlichen Straßen. Des Weiteren benötigen Winterreifen in der Regel einen höheren Luftdruck.

Die für die Einführung der neuen Winterreifenregelung maßgebliche 52. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften wurde am 31. Mai 2017 im Bundesgesetzblatt (Teil I) veröffentlicht.

FlK (BKF-Redaktion)

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