Oberleitungs-Lkw: Sinnvoll oder nicht?

Oberleitungs-Lkw: Sinnvoll oder nicht?

Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 03/2020:

 

Praktische Erfahrungen sammelte ein Scania R450 Hybrid der Spedition Schanz aus Ober-Ramstadt. Auf dem Weg vom Firmensitz nach Frankfurt-Ost passierte der Teilzeitstromer auch den fünf Kilometer langen Oberleitungsabschnitt der A5. Gut 10 Prozent an Kraftstoffeinsparungen konnte der Oberleitungs-Lkw nach 1000 gefahrenen Kilometern bislang realisieren. Das erscheint erstmal wenig, doch die VW-Tochter Scania sieht für die Zukunft deutlich mehr Einsparpotential. Ein erklärtes Fernziel ist der Einsatz rein elektrischer Lkw auch über längere Strecken, sollte auf den Autobahnen ein entsprechendes Oberleitungsnetz entstehen. Dieses müsste nicht einmal engmaschig sein. 70 Prozent der auf der Straße beförderten Güter, werden auf ca. 4.000 Autobahnkilometern bewegt. Hier würden dann 15 Kilometer lange Teilstücke reichen, damit sich moderat vergrößerte Batterien für 50 batterieelektrisch gefahrene Kilometer aufladen. Da jedoch bis 2022 zunächst lediglich zwei weitere Teststrecken auf der A1 in Schleswig-Holstein und der B 462 bei Rastatt geplant sind, scheint ein so smartes Netz in weite Ferne zu rücken.

Auch der Bund der Steuerzahler kritisiert das Projekt scharf. Experten des Berliner Öko-Instituts hatten 25 Prozent Ersparnis berechnet. Oberleitungs-Lkw könnten im Jahr 2025 ein Viertel weniger CO2 emittieren als Dieselfahrzeug – selbst wenn diese in Zukunft deutlich effizienter werden – und so bereits innerhalb der typischen Nutzungsdauer von fünf Jahren Kostenvorteile gegenüber Dieselfahr-zeugen erzielen. So die Experten September 2018. Doch die Realität sieht anders aus. Im Strommix durchgeführte Verbesserungen sind bereits ausgereizt und bestehen bereits zu 100 Prozent aus regenerativen Energien.

Ein weiteres Problem sind die vielen Lkw aus dem Ausland, welche sich im Transitverkehr befinden. Besonders im Norden des Landes., wo sie rund die Hälfte der Lkw ausmachen. Wie will man erreichen, dass auch die Speditionen aus anderen Ländern auf diese Technik setzen? Diese und andere Fragen werden die Verantwortlichen in Zukunft weiter beschäftigen. Dass für die Emissionswerte etwas getan werden muss, ist unumstritten. Doch ob es auf diese Weise nachhaltig funktioniert, wird erst die Zukunft zeigen.

FlK (BKF-Redaktion)

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Verdeckte Kontrollen – per Kamera Blick ins Führerhaus

Verdeckte Kontrollen - per Kamera Blick ins Führerhaus

Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 02/2020:

 

Zur Untersuchung der Handy-Ablenkung von Lkw-Fahrern am Steuer hat die Polizei Niedersachsen in Oldenburg jüngst einen sehr erfolgreichen Modellversuch durchgeführt. Die Beamten wollen Verstöße der Lkw-Fahrer gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) auf Video festhalten und die Fahrer im Anschluss mit dem Filmmaterial belehren. Hierfür werden kleine Kameras auf den Dächern einiger Kleinbusse befestigt, die für die Berufskraftfahrer nicht als Streifenwagen erkennbar sind. Beim Vorbeifahren auf der Autobahn filmt die Kamera, was im Fahrerhaus des Lkw vor sich geht. Liegt ein rechtswidriges Verhalten erkennbar vor, steht den Ordnungshütern das Video als Beweismaterial zur Verfügung, von dem sich die Beamten einen Lerneffekt für die Fahrer versprechen.

Doch ist dieses Vorgehen der Polizei überhaupt erlaubt?

Die Antwort lautet ja. Das ist rechtlich unbedenklich. Grundlage dafür bildet der § 100 h der Strafprozessordnung (StPO). Hier heißt es sinngemäß, dass Filmaufnahmen von einer Person ohne deren Wissen erstellt werden dürfen, wenn das Video das einzig erfolgversprechende Beweismittel darstellt. Die Polizei filmt zudem Lkw-Fahrer, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe aus 2010 (Az.: 2 BvR 1447/10) begründet dieses Vorgehen mit dem Interesse der Allgemeinheit an der Sicherheit des Straßenverkehrs und dem im Zusammenhang mit dem aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG ableitbaren Auftrag zum Schutz vor erheblichen Gefahren für Leib und Leben. Dieses Ziel steht in diesem Zusammenhang über dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

Um den nicht unerheblichen Strafen zu entgehen, aber vor allem, um immer sicher am Ziel anzukommen, sollten alle Verkehrsteilnehmer die Finger von jeglicher Art der Ablenkung lassen und sich auf den Verkehr konzentrieren. Denn keine Ablenkung kann wichtiger sein als das eigene Leben.

FlK (BKF-Redaktion)

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Neue Regeln im grenzüberschreitenden Verkehr

Neue Regeln im grenzüberschreitenden Verkehr

Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 01/2020:

 

Höchstarbeitszeit

Unangetastet bleiben die Regeln für die Höchstarbeitszeit und die Mindestruhezeit für Kraftfahrer. Damit sie aber mehr Zeit zuhause verbringen können, wird im internationalen Güterverkehr bei der Organisation der Arbeitszeitpläne, ein gewisses Maß an Flexibilität eingeführt. Ferner werden sie das Recht haben, je nach Ihrem Arbeitszeitplan alle drei oder vier Wochen nach Hause zurückzukehren.

Wöchentliche Ruhezeit

Die neuen Regeln bestätigen, dass die regelmäßige wöchentliche Ruhezeit (mindestens 45 Stunden) außerhalb des Fahrzeugs verbracht werden muss. Wird diese Ruhezeit nicht zuhause verbracht, so muss die Unterbringung vom Arbeitgeber bezahlt werden.

Parkplätze

Dennoch wird die EU den Bau und die Nutzung sicherer und gesicherter Parkplätze fördern. Sie möchte auch eine Website einrichten, um das Auffinden dieser Parkplätze zu erleichtern.

Kabotage

In Bezug auf die Beförderungen, die von Unternehmen in einem nationalen Markt außerhalb des Landes ihrer Niederlassung durchgeführt werden (Kabotage), wird an der derzeit geltenden Regelung festgehalten. Diese besagt, dass höchsten drei solcher Beförderungen innerhalb von sieben Tagen erlaubt sind. Um aber eine methodische Kabotage zu verhindern, wird ein Karenzzeitraum von vier Tagen eingeführt, der eingehalten werden muss, bevor weitere Kabotagen in demselben Land mit demselben Fahrzeug durchgeführt werden können. Die gleiche Regelung kann auch auf die auf der Straße zurückgelegten Teilstrecken des kombinierten Verkehrs in seinem Hoheitsgebiet angewendet werden.

Mit den Regeln für die Entsendung von Kraftfahrern, soll verdeutlicht werden, wie Berufskraftfahrern im Güter- und Personenverkehr der Grundsatz „gleiches Entgeld für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ zugutekommt. „Allgemein gilt, dass dann, wenn eine Beförderung so ausgeführt wird, dass die Verbindung der Arbeit des Fahrers mit dem Land der Niederlassung intakt bleibt, der Fahrer von den Vorschriften über die Entsendung ausgenommen ist. Das bedeutet, dass bilaterale Beförderungen ausdrücklich ausgeschlossen sind. Auf dem Weg zum Bestimmungsland und auf dem Rückweg ist ein zusätzlicher Vorgang der Beladung und/oder Entladung in beiden Richtungen zugelassen, bevor die Entsenderegelung Anwendung findet; möglich ist auch gar kein zusätzlicher Vorgang auf dem Hinweg und bis zu zwei Vorgänge auf dem Rückweg. Die Durchfuhr ist ebenfalls ausgenommen. Für alle anderen Arten von Beförderungen, einschließlich der Kabotage, soll vom ersten Tag der Beförderung an die Entsenderegelung uneingeschränkt gelten. Ähnliche Vorschriften gelten auch für die Personenbeförderung, wobei bei bilateralen Beförderungen ein zusätzlicher Zwischenstopp erforderlich ist. Mit den Entsendevorschriften wird auch ein einheitlicher Kontrollstandard geschaffen. Grundlage ist ein von der Kommission entwickeltes Kommunikationstool, an das die Verkehrsunternehmen ihre Entsendemeldungen direkt übermitteln können“, verkündete der Rat der Europäischen Union in seiner Pressemitteilung.

Lenk- und Ruhezeiten

Zudem sollen die Vorschriften für Lenk- und Ruhezeiten auf Kleintransporter ausgedehnt werden. Dies und die Ausdehnung der der Vorschriften für den Zugang zum europäischen Güterkraftverkehrsmarkt sollen gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Verkehrsteilnehmer gewährleisten, die unterschiedliche Fahrzeuge einsetzen, die im internationalen Verkehr eingesetzt werden (leichte Nutzfahrzeuge über 2,5 Tonnen). Für die Marktaufsicht gilt ein Übergangszeitraum von 21 Monaten und für die Vorschriften in Bezug auf Fahrtenschreiber und Ruhezeiten ein Zeitraum bis 2021.

Mit der Reform wird zudem die Verbindung zwischen dem Sitz des Verkehrsteilnehmers und seinen Tätigkeiten gestärkt. Dies soll sicherstellen, dass diese Verbindung auch echt ist und „Briefkastenfirmen“ weiter eindämmen. Lkw im internationalen Verkehr müssen mindestens einmal alle acht Wochen zur Betriebsstätte des Unternehmens zurückkehren. Das soll den Fahrern zusätzlich ermöglichen nach ihrem zweiten vierwöchigen Arbeitszyklus nach Hause zurückzukehren.

„Eines der Kernelemente zur Verbesserung der Durchsetzung ist die Möglichkeit, zuverlässig zu registrieren, wann und wo ein Lkw eine Grenze überquert hat, und festzustellen, wo die Beladung und Entladung des Fahrzeugs stattfindet. Mit dem intelligenten Fahrtenschreiber der zweiten Generation wird all dies automatisch erfolgen. Er wird für Fahrzeuge, mit denen grenzüberschreitende Beförderungen durchgeführt werden, in drei Phasen eingeführt: Neue Lkw müssen bis 2023 mit diesem Gerät ausgerüstet werden; Fahrzeuge mit einem analogen oder digitalen Fahrtenschreiber müssen bis Ende 2024 umgerüstet werden; und Lkw mit einem intelligenten Fahrtenschreiber der ersten Generation müssen 2025 umgerüstet werden“, so der Rat der Europäischen Union.

Zudem sollen auch die Vorschriften für den Informationsaustausch und die Verwaltungszusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten modernisiert werden. Dies soll die grenzüberschreitende Überwachung der Einhaltung der Vorschriften verbessern.

„Die Vorschriften in den Vorschlägen über die Entsendung und den Marktzugang (einschließlich der Vorschriften über die Rückkehr der Lkw) werden 18 Monate nach dem Inkrafttreten der Rechtsakte die Anwendbarkeit erlangen. Die Vorschriften im Lenkzeitenvorschlag (einschließlich der Rückkehr der Fahrer) werden ab dem zwanzigsten Tag nach der Veröffentlichung gelten, mit Ausnahme der besonderen Fristen für Fahrtenschreiber.“

 Quelle:

Pressemitteilung, Rat der Europäischen Union, Der Ausschuss der Ständigen Vertreter (AStV)

FlK (BKF-Redaktion)

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Neue Assistenzsystempflicht für Lkw

Neue Assistenzsystempflicht für Lkw

Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 12/2019:

 

Auch für die „normalen“ Lkw werden die Abbiegeassistenten langfristig zur Pflicht. Vorläufig haben sich die EU-Gesetzgeber auf neue Regeln für mehr Sicherheit im Straßenverkehr geeinigt. Geplant ist, auf europäischer Ebene ein verpflichtender Einbau von Abbiege-assistenten in Lastwagen und Bussen ab 2022 in allen neuen Fahrzeugtypen und ab 2024 in allen Neufahrzeugen erfolgt. Durch diese Vorschriften sollen tödliche Abbiegeunfälle mit Fußgängern und Radfahrern künftig verhindert werden.

Ebenfalls im Blick haben die EU-Gesetzgeber auch besondere Vorgaben zur Verbesserung der direkten Sicht der Bus- und Lkw-Fahrer und zur Beseitigung toter Winkel. Die Einführung soll aber wegen der nötigen Konstruktionsänderungen an den Fahrzeugen erst später folgen.

Zusätzlich Unfälle vermeiden, unter Umständen sogar Leben retten, kann auch das sogenannte Reifendruckkontrollsystem. Der Reifendruck kann einen entscheidenden Einfluss auf das Fahrverhalten von Fahrzeugen haben. Kaputte Reifen, die durch zu niedrigen oder zu hohen Druck beschädigt wurden, stellen besonders bei Lkw durch ein wesentlich höheres auf den Asphalt gebrachtes Gewicht, ein besonderes Risiko da. Viele Unfälle mit tödlichem Ausgang sind so entstanden. Während die Technik für neue Pkw bereits zur Standard-ausstattung gehört, ist das Reifendruckkontrollsystem für Lkw bisher noch nicht zur Pflicht geworden.

FlK (BKF-Redaktion)

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Immer mehr autonom fahrende Busse im Realverkehr unterwegs

Immer mehr autonom fahrende Busse im Realverkehr unterwegs

Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 11/2019:

 

In Mainz plant man nach einem Test im vergangenen Jahr die autonomen Kleinbusse in den Regelbetrieb aufzunehmen. Dort hatte man den autonom fahrenden Kleinbus „Emma“ (Elektro-Mobilität Mainz Autonom), der vom französischen Hersteller Navya geliefert wird, getestet.

In Keitum auf Sylt zum Beispiel wird seit April 2019 ein autonomer Kleinbus eingesetzt. Die Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG) ist Partner des Projektes „NAF-Bus“ – nachfragegesteuerter autonom fahrender Bus. Dieses Projekt untersucht das „autonome Fahren on demand“ im touristischen Einsatzgebiet mit einem selbstständigen Bus auf Anfrage. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi) im Rahmen der Förderrichtlinie „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ mit einer Summe von mehr als zwei Millionen Euro unterstützt.

Bei den Testprojekten war es besonders wichtig zu sehen, wie sich ein autonom fahrendes Fahrzeug im Straßenverkehr verhält. Auch wenn die Fahrzeuge mit umfassender Technik und einer den Anforderungen entsprechenden Programmierung ausgestattet sind, bleiben im realen Straßenverkehr immer noch genug Variablen übrig, die erkannt und erklärt werden müssen. Kann der Bus eine rote Ampel erkennen und den Vorschriften gemäß halten, so ist damit noch nicht ausgeschlossen, dass nicht doch ein Fußgänger verbotenerweise die Straße quert. Wie verhält sich das autonome Fahrzeug dann? Anders als der Mensch verfügt der Bus nur über festgelegte Schemata, nach denen er handelt. Wir Menschen handeln immer anders – je nach Tagesform.

Die autonomen Busse sollen in Zukunft vor allem da eingesetzt werden, wo der Personennahverkehr den Pkw nicht ersetzen kann. Besonders in abgelegenen Regionen könnte das autonome Fahren eine Alternative sein.

Was das für das Berufsbild des Busfahrers bedeutet, wird sich noch zeigen. Trotz aller Gesetzesentwürfe, die eventuell den Busfahrer als Fahrzeugführenden ersetzen sollen, sieht die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) immer noch einen Menschen im Fahrzeug vor, der das Fahrzeug kontrolliert und im Notfall das Kommando übernehmen und eine Bremsung einleiten kann. Nichts desto trotz werden wir auch in Zukunft immer mehr selbstfahrende Maschinen sehen, seien es Kleinbusse im Straßenverkehr oder auch Nutzfahrzeuge, die sich selbstständig zum Beispiel auf Werksgeländen bewegen.

FlK (BKF-Redaktion)

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Ab 2020 gilt neue Winterreifenpflicht auch für Lkw

Ab 2020 gilt neue Winterreifenpflicht auch für Lkw

Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 10/2019:

mindestprofiltiefe-winterreifen

Wer sich nicht an diese Änderung hält und mit unzulässiger Bereifung bei Glatteis oder Schnee unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von mindestens 60 Euro rechnen. Sollte das Fahren mit unzulässiger Bereifung vom Fahrzeughalter angeordnet worden sein oder lässt der Halter dies zu, wird eine Strafe in Höhe von 75 Euro fällig.

Doch auch auf die Mindestprofiltiefe sollten Fahrzeughalter und Fahrer achten. In Deutschland liegt diese, genau wie beim Pkw, bei 1,6 Millimeter. Aber ist dies denn nicht viel zu wenig, gerade bei großen Lkw? In Österreich z. B. gilt eine Mindestprofiltiefe von 5 Millimeter. Also weitaus mehr. Dies sollten die Fahrzeughalter/Fahrer, welche die deutsche Grenze Richtung Österreich passieren, unbedingt beachten. Die dortige Gendarmerie kennt in Fragen des Profils weit weniger Pardon als die deutsche Polizei.

Automobilexperten empfehlen eine Profiltiefe von sechs bis acht Millimetern, denn ein tieferes Profil sorgt auch hier für mehr Haftung und bessere Fahreigenschaften auf winterlichen Straßen. Des Weiteren benötigen Winterreifen in der Regel einen höheren Luftdruck.

Die für die Einführung der neuen Winterreifenregelung maßgebliche 52. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften wurde am 31. Mai 2017 im Bundesgesetzblatt (Teil I) veröffentlicht.

FlK (BKF-Redaktion)

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Herausforderung Schülerverkehr – Kinder als Fahrgäste

Herausforderung Schülerverkehr – Kinder als Fahrgäste

Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 09/2019:

Klare Regeln für die Schüler im Bus © DEGENER

Klare Regeln für die Schüler im Bus © DEGENER

Busfahrer tragen hier eine hohe Verantwortung. Neben der normalen Fahrtätigkeit und der erforderlichen Aufmerksamkeit für das Verkehrsgeschehen werden besonders Geduld und ein besonnenes Verhalten den Kindern gegenüber erwartet. Durch persönliches Auftreten den jungen Fahrgästen gegenüber kann das Verhalten der Kinder von Beginn an beeinflusst werden. Busfahrer sollten auf die Schüler zugehen, um ihnen die Angst vor dem neuen Schulweg zu nehmen und ihnen ein Sicherheitsgefühl zu geben, denn auf dem Schulweg werden Sie für die Kinder oft der erste Ansprechpartner sein. Darauf legen auch die Eltern wert.

Oft stellen die Unternehmen Merkblätter mit Handlungsanweisungen zur Verfügung, an die es sich im Schülerverkehr zu halten gilt. Allgemein sollten aber folgende Regeln auf jeden Fall beachtet werden:

  • Fahren Sie erst ab, wenn die Türen geschlossen sind und die Kinder ihre Plätze eingenommen haben.
  • Achten Sie darauf, dass sich während der Fahrt keine Schüler auf den Trittstufen der Ein- und Ausstiege sowie auf der freizuhaltenden Fläche neben dem Fahrzeugführer befinden.
  • Verhalten Sie sich so, dass eine Gefährdung der Kinder und der übrigen Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.
  • Halten Sie in vorhandenen Haltebuchten oder an Schutzgittern.
  • Öffnen Sie die Türen erst dann, wenn gefahrlos ausgestiegen werden kann.
  • Weisen Sie auf geordnetes Ein- und Aussteigen hin.
  • Fordern Sie die Schüler auf, die Fahrbahn erst nach Abfahren des Busses zu überqueren.
  • Beobachten Sie die Einstiege vor und nach dem Schließen der Türen.
  • Benutzen Sie kein Mobil- oder Autotelefon ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt.

FrG (BKF-Redaktion)

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Ruhezeiten sind Pflicht, aber wo sind die Parkplätze?

Ruhezeiten sind Pflicht, aber wo sind die Parkplätze?

Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 07/2019:

Besonders verhöhnt müssen sich die Kraftfahrer fühlen, wenn Sie sich den neuen Parkplatz an der A4 bei Rüdersdorf anschauen. Hier hat der Bund zwei neue Rastplätze gebaut. Parkplätze für Autos gibt es hier reichlich. Alles wird mit viel Grün umrahmt. Auch zehn Lkw-Parkplätze wurden gebaut. Absolut nicht ausreichend. Da hilft auch das viele Grün drum herum nichts. Zur Ruhe kommt hier kein Fahrer. Stattdessen bricht hier schon in den frühen Abendstunden das Chaos aus. Jede freie Fläche wird zugeparkt. Auch wenn es ordnungswidrig ist, werden die Busparkplätze sowie die Haltebuchten für Schwertransporter in Beschlag genommen. Laut Gesetzgeber dürfen Lkw hier aber nicht stehen. Und wieder bleibt die Frage: Was bleibt anderes übrig? Kosten von knapp über 6 Mio. Euro und geholfen hat es nicht, jedenfalls nicht wirklich.

Aber was tun, wenn wirklich kein Parkplatz zu finden ist, auch keine „Notlücke“? Kraftfahrer können von der Notstandsklausel Gebrauch machen. Die Grundlage ist eine EU-Verordnung zur Harmonisierung der Sozialvorschriften (siehe Artikel 12 der VO (EG) Nr. 561/2006). In diesem Fall kann der Fahrer in Ausnahmefällen seine Lenkzeit überziehen, bis er einen Parkplatz bzw. Stellplatz gefunden hat. Hat er dann einen Parkplatz gefunden, muss er einen Ausdruck aus seinem Fahrtenschreiber machen und die Lenkzeitüberschreitung genau dokumentieren. Aber auch die Notstandsklausel löst das Problem nicht. Schon seit 2008 ist der Mangel an Lkw-Parkplätzen bekannt, getan hat sich bis heute aber nicht viel. Der Bau geht nur langsam voran und ist meist mit vielen gesetzlichen Auflagen verbunden. In anderen Fällen sind es die Anwohner, die sich gegen den Bau eines Rastplatzes wehren. Eine endgültige Lösung scheint es nicht zu geben. Da bleibt für die Lkw-Fahrer auch weiterhin nichts anderes übrig als durchzuhalten und jede „Parklücke“ zu nutzen, die sich bietet.

FrG (BKF-Redaktion)

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Das Lernprogramm für die beschleunigte Grundqualifikation Güterkraft- bzw. Personenverkehr

BKF-Trainer 360°

Ab dem 1.3.19 gelten für die Prüfung in der beschleunigten Grundqualifikation folgende Änderungen*:

  1. Die Fragen und Antworten bleiben die Gleichen. Was sich ändert ist der Anteil der Multiple-Choice-Fragen. Dieser wird von derzeit 50 % auf 70 % erhöht. Der Anteil der „Freitext-Fragen” wird auf 30 % reduziert.
  2. Die Antwortmöglichkeiten können von vier auf fünf Antworten erhöht werden. Die Fragen haben nicht wie bisher nur eine richtige Antwort, sondern es können auch zwei Antworten richtig sein.

Damit die Schüler sich optimal auf die neue Prüfungszusammenstellung vorbereiten können, haben wir unsere Prüfungssimulation angepasst:

  • Multiple Choice Fragen mit mehreren richtigen Antwortmöglichkeiten
  • Punktevergabe und Auswertung neu gestaltet
  • Verhältnis von Multiple Choice zu offenen Fragen auf 70:30

Der BKF-Trainer 360° zeichnet sich vor allem durch seine intuitive Bedienung aus – die Schüler finden sich sofort zurecht, ganz ohne langwierige Einführung in das Programm.

Nutzen Sie einen Fragenpool von über 700 Fragen, um sich auf Ihre Prüfung optimal vorzubereiten. Der Schüler kann sofort sehen, ob er die Frage richtig oder falsch beantwortet hat.

Der BKF-Trainer 360° bietet diverse Features:

  • Falschantwort-Wiedervorlage: Der Schüler kann sich nach seinem „Training“ die Fragen, die er falsch beantwortet hat, noch einmal aufrufen und wiederholen.
  • Bildfragen-Training: Fragen, die sich auf ein Bild beziehen, können separat trainiert werden. Dies bietet den Vorteil, diese Fragestellung genau zu üben.
  • Intelligente Prüfungssimulation: Diese Funktion bietet dem Schüler die Möglichkeit, eine Prüfungssituation zu simulieren. Die Auswahl der Fragen erfolgt hier aus allen Themengebieten. So kann der Schüler schon einen Eindruck von der Fragenvielfalt gewinnen, wie sie auch in einer echten Prüfung abgefragt wird.
  • Zufallsfragen: In diesem Feature kann der Schüler zufällig ausgewählte Fragen trainieren. Die Anzahl der Fragen kann er dabei im Vorfeld festlegen. Dies stellt eine Trainingsrunde vor der Prüfungssimulation dar.
    Kennzeichnung der Prüfungsreife: Der Lernfortschritt des Schülers wird dokumentiert. Es ist genau ersichtlich, wann die Prüfungsreife erreicht ist.

*Nicht alle IHK werden nach der neuen Prüfungsordnung verfahren, denn ab dem 01.03.2019 beginnt zunächst für 6 Monate eine Evaluationsphase und die IHK behält sich vor, ggf. nach der Evaluierung Anpassungen vorzunehmen.

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SCAN & TEACH® 360° – Das neue BKF-Update 2018

SCAN & TEACH® 360° –
Das neue BKF-Update 2018

… Fortsetzung DEGENER BKF-Newsletter 12/2018

Lernziele SCAN & TEACH 360° BKFDieser Überblick durch die Themen wird auch von neuen Lernzielen unterstützt, die nun ebenfalls in alle Vorträge integriert sind. Direkt auf das Startbild folgt eine Folie auf der die Punkte aufgezeichnet sind, die gemäß der Liste der Kenntnisbereiche in diesem Modul behandelt werden. Parallel dazu ist im Teilnehmerband die komplette Liste der Kenntnisbereiche, in der alle abgehandelten Themen markiert sind, sowie eine Musterbescheinigung zum Selberankreuzen enthalten.

Es gibt eine Menge rechtlicher Belange, mit denen sich Ausbilder und Berufskraftfahrer auskennen müssen. StVO, StVZO, GüKG und OWiG sind nur einige, die es zu nennen gilt. Im Unterricht kommt oft die Frage, was das Gesetz zu einem bestimmten Kontext sagt. Um sich im Dschungel der vielen Gesetzestexte zu Recht zu finden, bietet SCAN & TEACH 360° jetzt den Gesetzesfilter. Dieser Filter befindet sich (oben) bei den Anderen. Er ermöglicht, Folien mit Gesetzestexten zu filtern und anzeigen zu lassen. Wenn jetzt die Frage kommt: „Wie steht es eigentlich in der StVO?“. Einfach oben den Filter „Gesetze“ anklicken und alle Gesetzestexte auf einen Blick erhalten.

2018 gab es eine wichtige Namensänderung: aus dem Tachographen wurde der Fahrtenschreiber. Natürlich wurde diese Umbenennung auch in den entsprechenden Vorträgen angepasst. Daneben hat auch der neue Fahrtenschreiber VDO 3.0 Eingang in den Vortrag gefunden. Darüber hinaus sind nun unter „Extras“ alle Fahrtenschreiber-Simulatoren von Stoneridge verfügbar.

Anlässlich der Mauterweiterung auf Fahrzeuge ab 7,5 t wurde auch das Kapitel in SCAN & TEACH 360° erweitert. Das Kapitel umfasst jetzt auch die Themen BAG-Kontrolle, Kontrollbrücken, Mautpflicht sowie die Mautausnahmen.

In Runde 2 ist besonders die Aktualisierung des Bußgeldkataloges zu erwähnen, der im Vortrag „Recht, Stress und Gesundheitsbalance“ integriert ist. Auch hier gab es 2018 einige Veränderungen, was die Höhe der Bußgelder und der Punktevergabe angeht, die es nicht zu verpassen gilt.

„Wir haben es vergangenes Jahr im Fahrschul-Profi versprochen und dieses Versprechen wollen wir mit diesem Update endlich einlösen“, so die BKF-Redaktion.

Es geht um die kleine Lernzielkontrolle – die Quizfragen. Im letzten SCAN & TEACH 360°-Update 2017 erschienen diese zum ersten Mal in der Runde 2.

Jetzt ziehen die bewährte Weiterbildung (BKF-W) und das Spezialwissen nach. Auch in diesen Klassen gibt es mit diesem Update die unverbindliche Lernzielkontrolle für die Weiterbildung. Jetzt steht auch hier einer guten Fragerunde nichts mehr im Wege!

Die DEGENER BKF-Kunden dürfen gespannt sein, welche Highlights noch alle im Update 2018 zu entdecken sind.

FrG (BKF-Redaktion)

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