Arbeitsblätter: Lernmotivation und Prüfungsvorbereitung

Die neuen DEGENER Arbeitsblätter Pkw fahrenDie selbstständige Auseinandersetzung mit den Unterrichtsthemen ist nicht nur in der Fahrschule schwer umzusetzen. Deshalb müssen die Unterrichtenden hier Anreize schaffen, die den Lernenden dazu bringen, bestimmte Inhalte selbst zu erarbeiten und sinnvoll in den Unterricht einzubringen.

Dabei helfen Arbeitsaufgaben zu den Unterrichtsthemen, die nicht wie ein Fragebogen als Ankreuz-Test funktionieren, sondern durch unterschiedliche Anforderungen eine abwechslungsreiche Auseinandersetzung anregen. Mal müssen Ihre Schüler Skizzen zu Vorfahrtsituationen anfertigen, mal Stichworte zu Gefühlseinflüssen sammeln, mal exakte Angaben aus dem Bereich des Haltens oder Parkens eintragen. Das alles kann z. B. im Fahrschulunterricht geschehen, wenn Sie zu einem Thema die Arbeitsblätter in Gruppenarbeit bearbeiten lassen. Jede Gruppe kann dann das Thema z. B. im Buch zu Rate ziehen und das Arbeitsblatt zum Thema entsprechend ausfüllen. In der anschließenden Besprechung erhalten die Fahrlehrer nicht nur einen Eindruck vom Wissensstand der Fahrschüler, sondern können an dieser Stelle direkt intervenieren und Missverständnisse eindeutig klären.

Außerdem können Sie die Schüler ermuntern, die Aufgaben der Arbeitsblätter auch für die Vorbereitung eines bestimmten Unterrichtsthemas zu Hause zu bearbeiten, um sie dann im Unterricht zu besprechen. So können sich Ihre Schüler bereits im Vorfeld auf ein Thema einstellen. Wenn sie zu Hause dann auf ein Problem stoßen, können die Schüler nicht einfach den Weg des geringsten Widerstands gehen und vorbereitete Lösungen abrufen: Die gibt es nur in der Fahrschule, z. B. als Arbeitsblätter mit Musterlösungen in der DEGENER Unterrichtssoftware SCAN & TEACH 360° RED. Alles, was sie sich z. B. durch das Nachlesen im Buch nicht selbst erschließen können, müssen sie also mit in die Fahrschule bringen. Erst hier, im Gespräch mit dem Fahrlehrer können offene Fragen geklärt werden. Und auch Fehlinterpretationen, also falsche Lösungen, von deren Richtigkeit die Schüler für sich überzeugt sind, können so entdeckt werden und zur Sprache kommen.

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Verkehrsregeln und Verhalten: Vieles hat sich kaum verändert

Wer meint, das Autofahren sei früher viel einfacher und die Einhaltung der Regeln im Straßenverkehr selbstverständlicher gewesen als heute, der ist womöglich einer nostalgischen Verklärung aufgesessen. Der Rückblick färbt die vergangene Zeit häufig schöner als die Realität je sein konnte, wie es z. B. die Daten der Unfallstatistik belegen. Die Nachkriegsjahre in Deutschland zeichnen sich nicht nur als Jahre des Wirtschaftswunders, der wachsenden Mobilität und – der umfassenden gesellschaftlichen Motorisierung aus. Mit dieser Entwicklung ging auch eine hohe Zahl an tödlichen Verkehrsunfällen einher, die den dringenden Bedarf an einer verbesserten Sicherheitstechnik und an verbindlichen Regeln deutlich machte.

Die DEGENER Lehrfilme aus dieser Zeit vermitteln einen Eindruck davon. Von den unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern, unübersichtlichen Verkehrssituationen, einer teils schwierigen Verkehrsführung und vom hohen Aufklärungsbedarf – denn diese Filme verstehen sich nicht nur als Lehrfilme für die Ausbildungszeit in der Fahrschule, sondern beziehen sich ausdrücklich auch auf die Zeit als aktiver Verkehrsteilnehmer. So heißt es im Intro zu „Kraftfahrer im Verkehr – Teil I“ etwa: „Diese Filmreihe wird Ihnen (…) vor allem das allgemeine Verhalten im Verkehr zeigen. Vieles ist Ihnen schon aus dem Fahrschulunterricht bekannt, wir dürfen Sie aber noch einmal erinnern (…)“

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Fahrerlaubnisklassen im Wandel – Automatik auf dem Siegeszug

Auf Grundlage ist eine Online-Befragung (4. bis 9.09.2019) unter 1.106 Kunden von "wirkaufendeinauto.de" aus ganz Deutschland

Grundlage ist eine Online-Befragung (4. bis 9.09.2019) unter 1.106 Kunden von “wirkaufendeinauto.de” aus ganz Deutschland

Zu Beginn der Motorisierung war alles noch ganz einfach. Kaum waren Dampf-, Elektro- und Benzinmotoren „handlich“ genug, wurden auch schon Anwendungen für die schnelle Fortbewegung Einzelner, den Güter- und Lastverkehr und den Mehrpersonentransport entwickelt. Mit zunehmender Serienreife erweiterte sich der Pferde- und Kutschenersatz rasant zum beliebtesten Fortbewegungsmittel überhaupt, eine Art auto-mobile Kutsche ohne Pferd, stattdessen mit Motor. Bald aber wurde die Kraftfahrzeugtechnik auch attraktiv für das Transportgeschäft. Danach, mit immer kompakteren Motoren, auch für die Beschleunigung von Zweirädern, kurz: Es entwickelten sich mit dem Motorantrieb verschiedene Kraftfahrzeuge – und mit ihnen nach und nach auch die entsprechenden Fahrerlaubnisse. Anfangs wurden 4 Klassen unterschieden: 1 (Krafträder/Motorräder), 2 (Lastkraftwagen), 3 (Personenkraftwagen). Später kamen die Klasse 4 (Kleinkrafträder) und Klasse 5 (land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen/Krankenfahrstühle) dazu. Eine detaillierte Übersicht findet sich beim Kraftfahrtbundesamt (KBA).

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Eine “bunte” Betrachtung in schwierigen Zeiten

Isolde Lang

Isolde Lang, seit 1986 Fahrlehrerin. Zertifizierter Fahrschüler-Coach, Trainerin und Dozentin für allgemeine psychologisch/pädagogische Themen in der Fahrlehreraus- und Fahrlehrerweiterbildung. Beschäftigt sich u. a. mit Stressprävention, ist Entspannungspädagogin und zertifizierter Coach (DVNLP), DEGENER-Fachautorin der Werke „Wie ticken wir Menschen?“ und „Lehren will gelernt sein“.

Wenn unvorhergesehene Umstände das wohl durchdachte und geplante (Arbeits-)Leben durcheinanderbringen, gerät man häufig in eine Krise. Dabei löst das Gefühl, keinerlei Einfluss und Kontrolle auf die Situation zu haben, starken Stress aus. Krisen bringen Menschen aus dem Gleichgewicht. Jede Krise ist anders und wird anders erlebt. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass fast immer vier Phasen durchlaufen werden. Die Phasen sind nicht immer klar voneinander zu trennen. Sie können sich überlappen und wiederholen.

Wie Menschen auf so eine ungewollte Situation reagieren und wie lange die Krisen-Bewältigung dauert, ist individuell sehr verschieden. Die Dauer ist abhängig von der Schwere der Krise, der Resilienz, also der Widerstandskraft jedes einzelnen, aber auch von dem Temperament. Die Temperamentenlehre, auch Farbenlehre genannt, gibt vier Grundtemperamente vor. Jeder Mensch kann einem oder auch zwei Grundtemperamenten grob zugeordnet werden. Menschen mit einer gleichen Zuordnung (Farbe) haben ähnliche Prioritäten und verhalten sich deshalb auch ähnlich. Das Verhalten kann quasi vorausgeahnt werden. Dies erleichtert den Umgang mit anderen Menschen und fördert das gegenseitige Verständnis. Sogar die eigenen „Macken“ kann man in einem positiven Licht sehen. Die folgende Zuordnung sollte mit einem Augenzwinkern gesehen werden. Vielleicht erkennen Sie sich ja in der einen oder anderen Farbe.

Hier eine kurze Übersicht über die vier Farben und deren Eigenschaften.

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„Vorerst: Keine weiteren Fragen“

fahrerlaubnispruefungFür eine kleine Verschnaufpause angesichts der umfangreichen Änderungen der Prüfungsrichtlinien für die theoretische und praktische Fahrerlaubnisprüfung, die zum 1.1.2021 in Kraft treten, hat die Dresdener „Fragenschmiede“ in diesem Jahr gesorgt. Statt der üblichen zwei Veröffentlichungen hat die zuständige TÜV | DEKRA arge tp 21 im laufenden Jahr nur eine Veröffentlichung vorgesehen.

Das ist die erste „Pause“, die die Arbeitsgemeinschaft in der Weiterentwicklung der Theoretischen Fahrerlaubnisprüfung einlegt. Seit dem ersten BASt-Projekt zur Optimierung der Fahrerlaubnisprüfung im Jahr 2005 und der Einführung der Theorieprüfung am PC im Jahr 2010 haben sich die „amtlichen Prüfungsfragen“ deutlich verändert. Im Zuge dieser dynamischen Entwicklung musste auch der Fragenkatalog in immer kürzeren Abständen angepasst werden. Zuletzt gab es im April und Oktober eine Verlautbarung zu Änderung der Fragenkatalogs. Damit allen Beteiligten genug Zeit zur Umsetzung bleibt, treten die Änderungen jeweils ein halbes Jahr nach Veröffentlichung in Kraft, d.h. die Verlautbarung im April wird erst im Oktober, die Oktober-Verlautbarung im folgenden April zur Prüfpraxis.

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