Müdigkeit: Unterschätzte Unfallgefahr – nicht nur im Lkw

Müdigkeit: Unterschätzte Unfallgefahr – nicht nur im Lkw

Quelle: TNS Emnid - DVR

Quelle: TNS Emnid – DVR

Millionen Deutsche leiden unter Schlafstörungen. Mediale Reizüberflutung ist einer der Gründe. Aber auch Arbeitsbelastung. Das geht auf die Gesundheit: Fachleute sprechen schon von einer „schlaflosen Gesellschaft“. Was den Straßenverkehr angeht, könnte man im Umkehrschluss von einer übermüdeten Gesellschaft reden. Aber was tun? Medikamente sind auf Dauer keine Lösung, sondern schaffen weitere Probleme: Sowohl Schlaf- als auch Aufputschmittel erzeugen schnell Abhängigkeiten, ohne das Problem der Übermüdung faktisch zu beheben.

Dennoch setzen viele Autofahrer bei akuter Müdigkeit auf die falschen Tricks, wie eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) ergibt. Im Rahmen der vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) unterstützten Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf! Die Aktion gegen Müdigkeit am Steuer“ wurden 1.000 Autofahrerinnen und Autofahrer befragt. Das Ergebnis: „Bei Müdigkeit greifen viele Autofahrerinnen und Autofahrer zu den falschen Hilfsmitteln: 60 Prozent öffnen ein Fenster, 38 Prozent setzen auf Kaffee oder Energydrinks und 30 Prozent drehen die Musik auf. Gerade bei den 18- bis 29-Jährigen liegen koffeinhaltige Getränke (53 Prozent) und laute Musik (51 Prozent) gegen Müdigkeit hoch im Kurs. Diese vermeintlichen Hilfsmittel können jedoch das Einschlafen nicht verhindern.“ Dabei gab etwa jeder Vierte zu, „schon einmal am Steuer eingenickt“ zu sein (26 Prozent).

Für Müdigkeit im Straßenverkehr gilt: „Nur eine Pause mit Kurzschlaf oder Bewegung kann helfen“, erklärt Dr. Hans Günter Weeß, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin und Autor des Buches „Die schlaflose Gesellschaft – Wege zu erholsamem Schlaf und mehr Leistungsvermögen“, gegenüber dem DVR. Ausreichend Schlaf sei das A und O vor Fahrtantritt. Bei ersten Anzeichen von akuter Müdigkeit solle man auf einen Parkplatz fahren und 10 bis 20, maximal 30 Minuten schlafen. Vor so einem Kurzschlaf könne, wer mag, „gern einen Kaffee trinken: Das darin enthaltene Koffein wirkt erst nach 30 Minuten, hindert nicht beim Einschlafen, erleichtert aber das Wachwerden und verstärkt so den Erfrischungseffekt.“ Dies gelte allerdings nur in Kombination mit dem Kurzschlaf. Kaffee allein ersetze den Kurzschlaf nicht. Wem das Schlafen schwer falle, der könne alternativ an der frischen Luft den „Kreislauf in Schwung“ bringen, so Weeß. Beides helfe aber nur für eine gewisse Zeit.

Daher sollten Pausen grundsätzlich alle zwei Stunden erfolgen. Denn: „Niemand ist dagegen gefeit, dass der Schlaf einen für Sekunden überwältigt. Es ist eine Illusion zu glauben, dies durch blanke Willenskraft zu verhindern“, warnt Weeß.

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Parken – Laden – Weiterfahren: Auf die Zusatzzeichen kommt es an!

Parken – Laden – Weiterfahren:
Auf die Zusatzzeichen kommt es an!

Zusatzzeichen1Zur politisch ambitionierten Förderung der Elektromobilität sind einige Sonderrechte in die Straßenverkehrsordnung (StVO) und das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) aufgenommen worden, die die Nutzung elektrischer Fahrzeuge vor allem im Stadtverkehr attraktiver machen sollen. Dazu gehört z. B. die Freigabe von öffentlichen Parkplätzen und Bussonderfahrstreifen – allerdings nicht grundsätzlich! Oft sind  diese Sonderrechte erst durch bestimmte Sonderzeichen freigegeben oder an besondere Bedingungen gebunden.

Dazu heißt es z. B. in der StVO: „Zur Bevorrechtigung elektrisch betriebener Fahrzeuge ordnet die Straßenverkehrsbehörde unter Beachtung der Anforderungen des § 3 Absatz 1 des Elektromobilitätsgesetzes die dafür erforderlichen Zeichen 314, 314.1 und 315 in Verbindung mit dem dazu vorgesehenen Zusatzzeichen an“ (§ 45 Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen, Absatz 1g). Und laut Elektromobilitätsgesetz (EmoG) sind „Bevorrechtigungen möglich: 1. für das Parken auf öffentlichen Straßen oder Wegen, 2. bei der Nutzung von für besondere Zwecke bestimmten öffentlichen Straßen oder Wegen oder Teilen von diesen, 3. durch das Zulassen von Ausnahmen von Zufahrtbeschränkungen oder Durchfahrtverboten, 4. im Hinblick auf das Erheben von Gebühren für das Parken auf öffentlichen Straßen oder Wegen“ (EmoG § 3 Bevorrechtigungen, Absatz 4). Zwar gibt es in einigen Städten Ausnahmeregelungen, z. B. in Braunschweig, wo das E-Kennzeichen zum kostenlosen Parken für bis zu drei Stunden auf gebührenpflichtigen Stellplätzen im öffentlichen Straßenraum (im Bereich von Parkuhren und Parkscheinautomaten) berechtigt – allerdings mit Parkscheibe.

Zusatzzeichen2Es lohnt sich, im Einzelfall genauer hinzuschauen: Denn eine so pauschale Bevorzugung von Elektrofahrzeugen ist selten und die Informationen darüber sind teils umständlich zu beschaffen. Trotzdem kann jeder auf die Informationen zurückgreifen, die für alle sichtbar und verbindlich sind: Denn auf die Zusatzzeichen kommt es an.

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Zum Jahresauftrakt 2017 zum Verkehrsgerichtstag

Zum Jahresauftrakt 2017 zum Verkehrsgerichtstag

Empfehlungen vom Verkehrsgerichtstag sind schon des Öfteren vom Gesetzgeber berücksichtigt worden. © DEGENER

Der 55. Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) tagt auch in diesem Jahr zu interessanten Themen für alle, die mit der Fahrausbildung und dem Verhalten im Straßenverkehr zu tun haben. Vom 25. bis 27. Januar beraten die Experten in Goslar. Wer sich nicht frühzeitig angemeldet hat, muss zwar auf eine Teilnahme am AK II (Ablenkung) verzichten, ihm bleiben aber noch intensive Diskussionen und die Mitgestaltung vielleicht richtungsweisender Empfehlungen in den übrigen Arbeitskreisen offen.
So geht es in Arbeitskreis I zum Beispiel „um das Vorhaben der Bundesregierung, den Katalog der strafrechtlichen Sanktionen um die Möglichkeit der Verhängung eines bis auf sechs Monate erweiterten Fahrverbotes bei allen Straftaten (und nicht nur bei solchen, die einen engen Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeuges oder den Pflichten im Straßenverkehr aufweisen) zu erweitern. Und Arbeitskreis III geht – für Fahrlehrer vielleicht von zukünftiger Bedeutung – unter dem Titel „Senioren im Straßenverkehr“ den Fragen nach, ob „Beschränkungen, Auflagen oder Pflichtuntersuchungen in Abhängigkeit vom Lebensalter eingeführt werden“ sollten oder z. B. „Feedbackfahrten unter professioneller Leitung“?
Ebenso interessant dürften für Vielfahrer die Fragen sein, die Arbeitskreis VI im Nachgang zur Abgaskrise stellt, nämlich „wie man solche Rechtsverletzungen effektiv ahnden und das Bestehen oder Nichtbestehen von (Schadensersatz-) Ansprüchen für eine Vielzahl von Betroffenen verbindlich klären kann.“ Oder auch Arbeitskreis VII, der mit seiner Frage nach der „Rolle der Polizei bei der Verkehrsüberwachung“ vor allem in Anwalts- und Polizeikreisen für teils lebhaften Diskussionsstoff sorgt: Behandelt wird unter anderem die Übertragung polizeilicher Aufgaben zur Verkehrsregelung bei Großraumund Schwertransporten auf Privatunternehmen. Oder die Übertragung der Warnung vor Arbeits- und Unfallstellen auf gemeindliche Vollzugsbedienstete. Schließlich die Frage, ob und unter welchen gesetzlichen Voraussetzungen die Polizei privaten Anbietern bei der „Section Control“ die technische Ausgestaltung der Kontrolle überlassen kann.
Letzlich könnte sogar der Arbeitskreis VIII, der sich wie gewohnt mit der Schifffahrt beschäftigt, in diesem Jahr übergreifende Impulse für die übrigen Verkehrswelten geben, stellen sich die Teilnehmer dort doch einer Frage, die auch in anderen Bereichen zunehmend an Bedeutung gewinnt: „Autonome Schiffe – Vision oder Albtraum? Stand der Entwicklung – rechtliche Rahmenbedingungen.“

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Neues Jahr. Neues Glück?

Neues Jahr. Neues Glück? – Damit müssen Sie rechnen

© BMVI. Weitere Informationen finden Sie unter: www.bmvi.de/LangLkw

© BMVI. Weitere Informationen finden Sie unter: www.bmvi.de/LangLkw

Laut Bundesverkehrsminister Dobrindt „sollen die derzeitig 159 Lang-Lkw weiterhin auf dem freigegebenen Streckennetz unterwegs sein. Zurzeit dürfen etwa 60 Prozent des Autobahnnetzes von überlangen Trucks befahren werden. Nachdem auch Rheinland-Pfalz seine Vorbehalte aufgegeben hat, sind Berlin und das Saarland die einzigen Bundesländer, in denen die sogenannten Gigaliner nicht fahren dürfen“, berichtet Auto Club Europa (ACE) auf seiner Webseite zu den verkehrsrechtlichen Neuerungen ab 2017.

Dabei setzt der Minister auf Erweiterung – auch mit Blick auf Europa: „Das Positivnetz kann – wie in der Vergangenheit auch – vom BMVI aktualisiert und erweitert werden. Die Bundesländer prüfen dazu kontinuierlich Strecken auf Eignung. Zurzeit hat das Positivnetz eine Länge von fast 11.600 Kilometern. […] Minister Dobrindt befürwortet einen grenzüberschreitenden Verkehr von Lang-Lkw auf der Grundlage bilateraler Abkommen und unter Beachtung der für Deutschland geltenden Rechtsanforderungen“, heißt es auf den Internetseiten des Ministeriums. Gemeint sind z. B. die Gewichtsbeschränkungen: Auch Lang-Lkw dürfen 40 t bzw. 44 t Gesamtmasse im Kombinierten Verkehr nicht überschreiten. Allerdings soll es zwei Ausnahmen geben: Der „sogenannte verlängerte Sattelauflieger (Sattelkraftfahrzeug bis zu einer Gesamtlänge von 17,80 Metern) darf zunächst für weitere sieben Jahre“ und „Lang-Lkw vom sogenannten Typ 2 (Sattelkraftfahrzeug mit Zentralachsanhänger bis zu einer Gesamtlänge von 25,25 Metern) dürfen befristet für ein weiteres Jahr eingesetzt werden, um weitere Informationen zu erhalten“ (siehe BMVI-Tabelle).

Weitere Infos über Änderungen zu den Themen Klimaanlagen, Euro 4 für Motorräder, zum Wegfall des Leistungslimits für Quads, zur Tesla Ankündigung, Ladestrom für Neukunden kostenpflichtig zu machen, zum kostenlosen WLAN im ICE und weitere Infos hat der ACE in einer Übersicht aufbereitet. Neuerungen in der StVO zu Rettungsgasse, radfahrenden Kindern und Eltern auf dem Gehweg sowie Rollstuhlplätzen und Rückhaltesystemen lesen Sie in der neuen DEGENER StVO-Broschüre, die Anfang 2017 erhältlich ist …

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Prüfungsfahrzeuge: Übergangsfristen enden im Januar

Prüfungsfahrzeuge: Übergangsfristen enden im Januar

Zero Motorcycles

ZERO S ZF13.0 (11 KW):Reichweite Stadt: 259 km, Autobahn (89 km/h) 158 km; Leistung: 15 PS (11kW); Höchstgeschwindigkeit (max) 139 km/h; Leergewicht 185 kg; Führerscheinklasse A1 | E-Motorrad ©2016 Copyright Zero Motorcycles

Manche Dinge ändern sich fast unbemerkt, manche Änderungen lassen soviel Zeit zur Umstellung, dass sie schon wieder komplett in Vergessenheit geraten und überhaupt nicht mehr umgesetzt werden. Daher weist der Niedersächsische Fahrlehrerverband (siehe unten) derzeit noch einmal besonders auf die Änderungen hin, die zwar schon seit Inkrafttreten der sogenannten 3. Führerscheinrichtlinie 2013 gelten – aber nach mehrjähriger Übergangsregelung möglicherweise aus dem Bewusstsein geraten sein könnten. Neben der Fahrerlaubnisklasse BE (siehe E-Mail-Newsletter) sind auch Zweiradklassen betroffen.

Wer bis zur kommenden Saison umsteigen will, könnte die Gelegenheit gleich dazu nutzen, die Ausbildung zumindest teilweise auf Elektro-Fahrzeuge umzustellen. Gerade im Zweirad-Bereich stehen inzwischen neben benzinbetriebenen Maschinen inzwischen auch Elektro-Antriebe zur Verfügung.

Für Klasse A1 gilt:

klasse_a1

Für Klasse A2 gilt:

klasse_a2

Zero Motorcycles

ZERO DS ZF13.0 : Reichweite Stadt: 237 km, Autobahn (89 km/h) 142 km; Leistung: 28 PS (21kW); Höchstgeschwindigkeit (max) 158 km/h; Leergewicht 187 kg; Führerscheinklasse A2 | E-Motorrad ©2016 Copyright Zero Motorcycles

Außerdem gilt auch für Ausbildungs- und Prüfungsfahrzeuge der Klasse A eine Übergangsfrist. Da diese aber noch bis zum Januar 2018 läuft, weisen wir später noch einmal gesondert darauf hin. Unterdessen berichtet der Niedersächsische Fahrlehrerverband, dass „die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände das Bundesverkehrsministerium zu einer Initiative in Europa veranlasst hat, die Hubraumvorgaben ganz aus den Leistungsbeschreibungen der Krafträder zu streichen. Sobald dazu eine abschließende Entscheidung gefallen ist, werden wir Sie darüber informieren“, so der Fahrlehrerverband Niedersachsen.

Mehr Elektro-Motorräder: Zero Motorcycles

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Fahrerassistenzsysteme und autonomes Fahren im Fahrschulunterricht

Fahrerassistenzsysteme und autonomes Fahren im Fahrschulunterricht

Wenn Assistenzsysteme zunehmend zur Standard-Ausrüstung von Fahrzeugen werden, ist es geboten, sie von Anfang an in die Ausbildung der heutigen Fahrschüler mit einzubeziehen. Das bedeutet einerseits, dass von modernen Fahrschulfahrzeugen in Zukunft eine Mindestausstattung an Assistenzsystemen erwartet werden könnte, andererseits müsste der korrekte Einsatz dieser Systeme auch Teil der Fahrprüfung werden, da sie zu den Bedienungseinrichtungen der Fahrzeuge gehören. Und mit diesen müssen die Fahrschüler laut Prüfungsrichtlinie vertraut sein.

Ein Problem, das sich dabei aus der ständigen Weiterentwicklung der Systeme ergibt, wurde in Workshop III auf dem diesjährigen Fahrlehrerkongress in Berlin an einem Beispiel diskutiert: Ein Fahrlehrer ist mit den Assistenzsystemen seines Autos vertraut und hat seinen Fahrschüler im Umgang damit ausgebildet. Bei der letzten Inspektion wurde aber ein Update für dieses Fahrzeug installiert – und einige Funktionen haben sich geändert: Bisher schaltete der Tempomat ab, wenn eines der drei Pedale durchgetreten wurde (auch die Kupplung während eines Schaltvorganges!). Nach dem Update kann gekuppelt und geschaltet werden, ohne dass sich der Tempomat abschaltet! Diese „neue“ Funktion wurde an den Fahrer aber nicht weitergegeben! Hat der Prüfling diese „neue“ Funktion in der Prüfung und weiß nicht, wie er sie bedienen soll, kann er während der Fahrt dadurch abgelenkt werden und sogar die Prüfungsfahrt nicht bestehen! Oder wie soll es der Prüfer bewerten, wenn sich der Fahrschüler „heimlich“ helfen lässt, z. B. durch eingeschalteten Abstandswarner oder Spurhalteassistenten? – Und: Ist es nicht gefährlich, das Aktivieren von Assistenzsysteme während der Fahrt vom – ohnehin angespannten – Prüfling zu verlangen, wenn schon erfahrene Fahrer damit Schwierigkeiten haben oder übermäßig vom Verkehr abgelenkt werden können?

Während das vollautomatisierte Fahren in Robo-Taxis aufgrund der dafür nötigen Synchronisation aller Autohersteller und Verkehrsteilnehmer sicher noch eine sehr lange Zeit keine wirkliche Bedrohung für den Berufsstand darstellen wird, sehen sich Fahrlehrer angesichts der zunehmenden Teil-Automatisierung des Fahrens einer neuen Herausforderung gegenüber, einem Wandel in der praktischen Fahrausbildung, der zunächst neuer, konkreter Regelungen bedarf, die z. B. in der Prüfungsrichtlinie festzulegen sind.

DiH (Redaktion)

VW-Fahrerassistenz-Systeme

Assistenzsysteme am Beispiel VW

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Höhere Bußgelder für Besserverdienende und Abgelenkte?

Höhere Bußgelder für Besserverdienende und Abgelenkte?

Ablenkung im Straßenverkehr

Beim Thema Ablenkung immer ganz vorn: Handys bzw. Mobiltelefone. © DEGENER

Bußgelder im Straßenverkehr sind ein Thema, zu dem es viele Meinungen gibt. Die Einen fühlen sich ungerecht behandelt, wenn ihnen ein Blitzerlicht entgegenleuchtet und ein Bußgeldbescheid ins Haus weht. Anderen sind die Beträge viel zu gering um abzuschrecken. Gerade hat sich das Land Niedersachsen mit einer Bundesratsinitiative für „einkommensabhängige Bußgelder“ stark gemacht. Vorbild sei das Tagessatzsystem im Strafrecht, das sich an einer sozialen Staffelung orientiert.

Doch neben der künftigen Anpassung der bisher pauschalen Bußgeldbeträge an die Nettoeinkommen schlagen die Niedersachsen auch eine „deutliche Erhöhung der Geldbußen bei massiven Geschwindigkeitsverstößen und in den Bereichen Abstand, Überholen und Bilden einer Rettungsgasse sowie bei einem Verstoß gegen sonstige Pflichten von Fahrzeugführenden gemäß § 23 StVO“ vor. Offensichtlich maßgeblich unter dem Eindruck der zahlreichen verheerenden Unfälle auf den niedersächsischen Autobahnabschnitten.

So berichtet Die Hannoversche Allgemeine Zeitung bereits im April: „Wie gefährlich die Ost-West-Verbindung in der Region Hannover ist, zeigt auch die Zahl der Toten und Verletzten: Neun Menschen starben im vergangenen Jahr auf der A2, 23 Menschen wurden schwer verletzt. Im Vorjahr verzeichnete die Statistik zehn Tote und sogar 53 Schwerverletzte“, und weiter: „Grund für die schweren Unfälle sind aber nicht allein die Staus. Die Polizei nennt immer wieder auch zu hohe Geschwindigkeiten, abgelenkte Fahrer und zu geringen Sicherheitsabstand“ (HAZ, Mittwoch, 13.04.2016). Geplant ist daher zusätzlich „eine automatische Verdoppelung der Bußgelder, wenn von der Handlung eine besondere Gefahr ausgeht (z. B. Geschwindigkeitsüberschreitung innerhalb einer Baustelle)“. Ob die Initiative wirklich dazu führt, dass den Autofahrern in Deutschland ein radikaler Umbau des bisherigen Bußgeldsystems bevorsteht, bleibt abzuwarten. Die Entschließung wurde am 4. November vorgestellt und in den Verkehrs-, den Innen- und den Rechtsausschuss überwiesen. Sobald alle Fachausschüsse ihre Beratungen beendet haben, entscheidet das Plenum.

DiH (Redaktion)

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Ohne Stress zum Kongress

Ohne Stress zum Kongress –

nach den Informationen zu den Innovationen

simdrive auf dem Fahrlehrerkongress

Der simdrive 360° – das Highlight 2014: Wofür wird sich in diesem Jahr der Vorhang heben …? © DEGENER

Der von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände in Zusammenarbeit mit der Redaktion und dem Verlag der Verbandszeitschrift „Fahrschule“ vorbereitete Fahrlehrerkongress in Berlin wird in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal durchgeführt. Sowohl die Workshops und Vorträge als auch die große, messeartig angelegte Fachausstellung haben ihre Bedeutung für inhaltliche und praktische Branchentrends längst gefestigt.

Im zweijährlichen Rhythmus werden hier nicht nur die aktuellen Diskussionen zusammengeführt, die die Fahrlehrerschaft bundesweit bewegen, sondern auch Aussteller aus allen Bereichen zusammengerufen, die hier ihre neuesten Entwicklungen vor großer Kulisse präsentieren können, nach dem Motto: Information und Innovation. In diesem Jahr laden laut Veranstalter „hochkarätige Redner die Teilnehmer dazu ein, über den Tellerrand hinauszuschauen“. Einige von ihnen beteiligen sich direkt an den Workshops, I ‐ „Berufskraftfahrer: Aus‐ und Weiterbildung“, II ‐ „Reform des Fahrlehrerrechts“ und III – „Fahrerassistenzsysteme“. Obendrein sollen sie der aus allen Bundesländern angereisten Fahrlehrerschaft „nicht nur wertvolle Informationen, sondern auch beste Unterhaltung bieten. Gerhard von Bressensdorf, Jutta Kleinschmidt, René Borbonus, Daniela A. Ben Said, Ralph Goldschmidt und Birthe Finkendey stehen auf der Rednerliste. Staatssekretär Michael Odenwald wird den Bundesverkehrsminister vertreten und über die Reform des Fahrlehrerrechts sprechen.“ *

Nach der inhaltlichen Arbeit in Workshops und Vorträgen geht es dann zur konkreten unternehmerischen Praxis über, wenn sich die rund 80 Aussteller mit ihren Produkten den mehr als 1000 erwarteten Fahrlehrerinnen und Fahrlehrern stellen. Messegespräche und Messekonditionen liegen da in der Luft. Darüber hinaus noch eine große Verlosung mit interessanten Gewinnen aus allen Bereichen des Angebotes. So viel sei jetzt schon verraten: Auch DEGENER verlost nicht nur einen besonderen Preis für einen glücklichen Gewinner, sondern geht auch mit einem ganz besonderen Produkt an den Start, das exklusiv und erstmalig ab dem 11.11. der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Seien Sie dabei, wenn es am DEGENER Stand wieder heißt „Vorhang auf, die Show beginnt … !“

* Zum Programmablauf siehe hier

DiH (Redaktion)

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Kleine Schäden – großer Ärger

Kleine Schäden – großer Ärger

Ehrliche Schadensregulierung spart Ärger – und im Fall einer Anzeige auch Geld. © DEGENER

Ehrliche Schadensregulierung spart Ärger – und
im Fall einer Anzeige auch Geld. © DEGENER

„Jede Verkehrsteilnehmerin und jeder Verkehrsteilnehmer kann Opfer oder Geschädigter einer Verkehrsunfallflucht werden“, stellt die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Viersen auf ihrer Webseite fest: „Dass Unfallflucht auch bei Sachschadensunfällen keine Bagatelle ist, zeigt allein schon die Schadenshöhe, die heutzutage recht schnell einen hohen drei- oder vierstelligen Eurobetrag erreicht.

Dabei sind die Strafen für einen überführten Unfall-Flüchtigen oftmals weit höher als die Formalitäten oder die Höherstufung in der Versicherung. Denn wer erwischt wird, muss mit harten Konsequenzen rechnen. „Selbst bei kleinen Sachschäden an Bäumen, Leitplanken oder parkenden Fahrzeugen ist ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort eine Straftat“, warnt ACE-Verkehrsrechtsexperte Florian Wolf. Unfallflüchtige haben demnach – je nach Schwere der Tat – mit einer hohen Geldstrafe, Punkten in Flensburg, Fahrverbot und sogar Führerscheinentzug zu rechnen. Die Kaskoversicherung kann eine Leistung für Schäden am Fahrzeug des Täters ganz ablehnen. Die Kfz-Haftpflichtversicherung entschädigt zwar das Unfallopfer, kann sich aber bis zu 10.000 Euro vom Unfallflüchtigen zurückholen.

Der ACE rät jedem Verkehrsteilnehmer, immer am Unfallort zu bleiben und sofort über Handy selbst die Polizei zu verständigen oder verständigen zu lassen. „Wer in der Nacht oder auf einer einsamen Landstraße einen Schaden verursacht, darf sich zwar nach einer angemessenen Zeit vom Unfallort entfernen, muss aber den Schaden sofort anzeigen“, erläutert ACE-Jurist Wolf. Ganz wichtig: Wer einmal unerlaubt die Unfallstelle verlassen hat, hat faktisch eine Unfallflucht begangen. Durch „tätige Reue“, d. h. eine Nachmeldung innerhalb von 24 Stunden, kann der Autofahrer lediglich eine Strafmilderung erreichen – und das auch nur bei einem kleineren Sachschaden. Bei Personenschäden erwartet den Verursacher, der sich nicht um die verletzte Person kümmert, zusätzlich noch ein Strafverfahren wegen unterlassener Hilfeleistung. Gerade angesichts der hohen Strafen im Falle einer Ermittlung und Überführung als Unfallverursacher appelliert die Polizei Viersen: „Machen Sie sich nicht strafbar, sondern stellen Sie sich Ihrer Verantwortung! Auch Sie selbst wollen nach einem Unfall nicht auf Ihrem Schaden sitzen bleiben. Jeder kann einmal einen Fehler machen, im Zweifel wird Ihre Versicherung den entstandenen Schaden regulieren“.

DiH (Redaktion)

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