Kein Grund zur Tarnung: Sichtbarkeit schafft Sicherheit

Kein Grund zur Tarnung: Sichtbarkeit schafft Sicherheit

Nachtsichtunterstützung „Nightvision“. Erkennt per Wärmebildkamera Personen und Tiere in der Dunkelheit. © Volkswagen 2019 / Effekt DiH

Nachtsichtunterstützung „Nightvision“. Erkennt per Wärmebildkamera Personen und Tiere in der Dunkelheit. © Volkswagen 2019 / Effekt DiH

„Autofahrer sehen im Dunkeln viel schlechter als bei Helligkeit und erleben einen ständigen Wechsel von Hell und Dunkel, zum Beispiel durch Leuchtreklame oder Lichtreflexe auf nasser Fahrbahn: Wer zu Fuß, mit Rad oder Roller im Dunkeln unterwegs ist, muss dafür sorgen, dass er von anderen Verkehrsteilnehmern schon von weitem zu erkennen ist“, betont die DEKRA Unfallexpertin Stefanie Ritter. Je früher man gesehen wird, desto sicherer kommen alle ans Ziel.

Das gilt nicht nur für Schulkinder, sondern für alle Altersgruppen. Neben einer hellen Kleidung und reflektierenden Accessoires können Fußgänger noch mehr für die eigene Sicherheit tun. „Benutzen Sie vorhandene Überwege, um die Straße sicher zu überqueren!“, empfiehlt z. B. die Landesverkehrswacht NRW in einem gemeinsam mit der nordrhein-westfälischen Polizei veröffentlichten Flyer und appelliert an eine erhöhte Verantwortung und Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer: „Verlassen Sie sich nicht darauf gesehen zu werden, Blickkontakt mit Autofahrern hilft Missverständnisse zu vermeiden.“

Auch sei die Einschätzung von Geschwindigkeiten und Entfernungen herannahender Fahrzeuge in der Dunkelheit oft falsch, mahnen die Experten.

Aber auch die Autofahrer werden zur erhöhten Aufmerksamkeit ermahnt: Nicht alle Fahrzeuge sind mit den modernsten Assistenzsystemen ausgestattet. Die Verbreitung solcher Vorstufen zum automatisierten Fahren geht nur langsam voran. Die Systeme sind zudem meist Fahrzeugen der Oberklasse vorbehalten. Deshalb, und weil nicht alle Menschen daran denken sich selbst durch Kleidung und Verhalten aktiv zu schützen, gelte für Fahrende von Kraftfahrzeugen bei Dunkelheit und schlechter Sicht grundsätzlich: Besonders aufmerksam fahren und nicht ablenken lassen, sowie ausreichend Abstand halten, bremsbereit sein und das Tempo drosseln.

DiH (Redaktion)

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Besser, wenn die Reifen greifen

Besser, wenn die Reifen greifen

winterreifen-bezeichnungen

Das Reifenmodell entstammt dem amtlichen Fragenkatalog, Bearbeitung DiH © argetp21/DEGENER

Die Schneeflocke („Alpine-Symbol“) dürfen nur laut Automobilclub Verkehr (AVC) Reifen tragen, die in entsprechenden Reifentests eine um mindestens sieben Prozent bessere Traktion auf Eis und Schnee erreichen als ein Referenzreifen. „Das Symbol ist also weit aussagekräftiger als die frühere M+S Markierung. Es ist daher ratsam, beim Kauf von Winter– und Ganzjahresreifen auf dieses Symbol zu achten.“

Zwar gilt für M+S Reifen, die bis zum 31.12.2017 hergestellt wurden, eine Übergangsfrist: Sie dürfen bis 30.09.2024 (auch bei winterlichen Bedingungen) weiter verwendet werden. Aber es bleibt doch ein mulmiges Gefühl bei so einem ungeregelten Qualitätsmerkmal. Zudem gilt die Ausnahme nur in Deutschland. Wer etwa über den Winter eine Autoreise plant, sollte wissen, welche Ansprüche dort an die Bereifung gestellt werden. Info z. B. beim Automobilclub von Deutschland (AvD). Niemand sollte unterdessen der Illusion verfallen, mit einem Allrounder die gleichen Sicherheitsreserven zu erwerben wie mit einem spezialisierten Reifen. Auch der beste Allwetter- oder Ganzjahresreifen sei immer nur ein Kompromiss, betonen auch die Fachleute vom Reifenhändler Vergölst: „Ein moderner Winterreifen ist auf Schnee und Eis nicht zu schlagen – ganz besonders, wenn er noch über genügend Profil verfügt. Auf verschneiter Straße beträgt der Bremsweg aus 50 km/h mit Winterreifen rund 35 Meter, mit Sommerreifen hingegen mindestens 43 Meter.“ (Winterreifen: Sichere Fahrt von Oktober bis Ostern).

Auch wenn die zulässige Mindestprofiltiefe für Winterreifen 1,6 Millimeter beträgt, empfehlen Experten, die Winterräder bei spätestens 4 Millimeter Restprofil auszutauschen. Auf den Webseiten des professionellen Reifenhändlers finden sich auch weitergehende, detaillierte Infos zu den Reifen-Bezeichnungen. Übrigens: Das Fahren bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte ohne (Winter-) Bereifung hat für den Fahrer mindestens ein Bußgeld in Höhe 60 Euro und 1 Punkt zur Folge. Dazu kommt, dass auch der Halter zur Verantwortung gezogen wird, wenn er zulässt oder sogar anordnet, dass sein Fahrzeug bei Schnee oder Glatteis ohne Winterreifen unterwegs ist. Dafür ist eine Regelgeldbuße von mindestens 75 Euro und ebenfalls 1 Punkt vorgesehen – für den Besitzer, wohlgemerkt.

DiH (Redaktion)

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Lichttest zur Herbst-Umstellung

Lichttest zur Herbst-Umstellung

lichttest-2019

Ein Klick auf das Bild ruft das aktuelle INFO-Video zum Lichttest auf.

Das Tagfahrlicht reicht im Herbst nicht mehr aus, um im Straßenverkehr sicher gesehen zu werden, da es nur vorn leuchtet und das Fahrzeug von hinten im Dunkeln lässt. Einfach nur das Licht einschalten reicht aber auch nicht, jedenfalls nicht ohne eine gründliche Sicherheitskontrolle vor der Fahrt. Eine Kontrolle, wie sie in der Fahrschule vermittelt wird, wird im „Leben danach“ offenbar häufig vernachlässigt.
„In der PKW-Mängelstatistik liegen Defekte an der Beleuchtungsanlage ganz vorn“, resümiert die Deutsche Verkehrswacht, nach der „rund 35 Prozent der Autofahrer mit einer fehlerhaften Beleuchtung unterwegs sind.“ Die Prüfung der Beleuchtung ist also besonders wichtig. Das geht am besten zu zweit, vor allem wegen der Nebelschluss- und der Rückfahrleuchte.
Wer aber sicherstellen will, dass die Lampen nicht nur leuchten, sondern auch richtig eingestellt sind, sollte sich an Profis wenden. „Beim deutschlandweiten Lichttest überprüfen die Werkstätten kostenlos die technische Funktionstüchtigkeit der Beleuchtungsanlage und die richtige Einstellung der Scheinwerfer”, erklärt Richard Goebelt, Geschäftsbereichsleiter Fahrzeug und Mobilität beim TÜV-Verband (VdTÜV). „Autos, die im Oktober beim kostenlosen Licht-Test in den Kfz-Betrieben überprüft werden, sind auf der sicheren Seite”, heißt es beispielsweise bei der Berliner Kfz-Innung, „denn defekte Lichtanlagen werden entdeckt und korrigiert. Der Licht-Test ist ein Service, bei dem Kfz-Meister kleine Mängel sofort und kostenlos beheben. Nur nötige Ersatzteile und umfangreiche Einstellarbeiten müssen bezahlt werden.“ Die Aktion gibt es jetzt schon seit über 60 Jahren. Der Lichttest: Im Oktober besonders günstig – und im Vergleich zum Sicherheitsgewinn nur ein geringer Aufwand für den Einzelnen.

DiH (Redaktion)

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Fragenänderung zum 01. Oktober 2019

Fragenänderung zum 01. Oktober 2019

Ab dem 01. Oktober 2019 gilt ein neuer Fragenkatalog. Lesen Sie hier, was sich genau ändert:

  • 52 Fragen wurden gestrichen
  • 78 neue Fragen
    davon
  • 9 Videofragen, davon 9 Mutterfragen mit Varianten
  • 8 Bildfragen, davon 4 Mutterfragen mit Varianten
  • 48 Textfragen

Für die einzelnen Klassen bedeutet das:

  • Grundstoff (für alle Klassen): 9 neue Fragen, davon 3 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse A: 24 neue Fragen, davon 9 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse A1: 24 neue Fragen, davon 9 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse A2: 24 neue Fragen, davon 9 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse AM: 6 neue Fragen, davon 1 Mutterfrage mit Varianten
  • Klasse Mofa: 2 neue Fragen
  • Klasse B: 34 neue Fragen, davon 9 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse C: 26 neue Fragen
  • Klasse C1: 25 neue Fragen, davon 1 Mutterfrage mit Varianten
  • Klasse CE: 17 neue Fragen
  • Klasse D: 22 neue Fragen
  • Klasse D1: 20 neue Fragen
  • Klasse L: 11 neue Fragen
  • Klasse T: 20 neue Fragen

Hier können Sie das aktuelle Fragenkatalog-Update für Ihren Vortest-Stick herunterladen.

Das Update für SCAN & TEACH 360° finden Sie hier.

Für Ihre Fahrschüler gilt:

  • CLICK & LEARN 360° online:
    Der neue Fragenkatalog kann in den Einstellungen gewählt werden. Ab dem 01.10.2019 werden alle Fahrschüler automatisch auf den neuen Fragenkatalog umgestellt.
  • CLICK & LEARN 360° offline:
    Haben Ihre Fahrschüler an ihrem PC eine Internetverbindung werden sie beim Start des Programms automatisch auf das Fragenkatalogupdate hingewiesen.
    Ist keine direkte Internetverbindung an dem PC vorhanden, können Ihre Fahrschüler das Update hier auf einem anderen Rechner herunterladen und dann auf den Lern-PC kopieren und installieren.
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Fahreignung im Alter – Testen, Trainieren und Erhalten

Fahreignung im Alter – Testen, Trainieren und Erhalten

Fahrerassistenzsysteme können helfen Einschränkungen zu kompensieren. © Deutsche Verkehrswacht

Die Einschätzung, ob altersbedingte Einschränkungen vorliegen, z. B. eine Sehschwäche, nachlassende Beweglichkeit oder nachlassende Reaktionsgeschwindigkeit, obliegt zurzeit noch der eigenen Verantwortung. Zur eigenen Sicherheit gilt es also selbst aktiv zu werden und beim nächsten Vorsorge-Check auch das Thema Fahrtauglichkeit anzusprechen. Einschränkungen zu erkennen bedeutet aber nicht seine Mobilität aufzugeben. Die TU Dortmund untersucht derzeit in einer Studie, inwiefern sich die Fahrkompetenz von über 70-jährigen Fahrern durch gezielte Fahrtrainings und Fahrproben langfristig steigern bzw. erhalten lässt. In diesem Zusammenhang ist es auch für ältere Kraftfahrer wichtig, sich offen mit den modernen Fahrhilfen und Assistenzsystemen auseinanderzusetzen und sie gezielt beim Fahren einzusetzen. Denn „Fahrerassistenzsysteme unterstützen den Fahrer und assistieren ihm in kritischen Situationen, indem sie zum Beispiel eine nachlassende Wahrnehmung, langsame Reaktion oder mangelnde Beweglichkeit kompensieren“, so die Deutsche Verkehrswacht. Rangier- und Parkhilfen oder der Spurwechselassistent sind sinnvolle Helfer und können Unfälle beim Abbiegen, Spurwechsel oder Einparken vermeiden. Auch Bremsassistent, Abstandsregler, adaptive Fernlichtassistenten oder Müdigkeitswarner dienen der Sicherheit. Hier sind z. B. Fahrlehrer gute Ansprechpartner, um sich als Verkehrsteilnehmer im Umgang mit Assistenten schulen zu lassen und so die eigene Mobilität zu erhalten.

AnK (Redaktion)

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Motorradfahrer mit „Röntgenblick“

Motorradfahrer mit „Röntgenblick“

Der aktuelle ifz-/DVR-Spot „Motorrad: Mit Sicherheit!“, der auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main mit einem der begehrten „OttoCar Awards“ ausgezeichnet wurde, zeigt unterschiedlichste Ursachen für Ablenkung: In dem 40-Sekunden-Spot geht es um die Konzentration auf das Wesentliche, die im Straßenverkehr häufig zu kurz kommt, denn Emotionen lassen sich oft nur schwer kontrollieren. Stellvertretend bringen Emojis die typischen emotionsgeladenen Alltagssituationen und die große Gefahr der Ablenkung im Straßenverkehr auf den Punkt. Fazit des Films: „Bleib konzentriert! Die Anderen sind es vielleicht nicht!“

Ein Aufruf, dem zur gerade einsetzenden Herbstzeit für Motorradfahrer eine besondere Aktualität und Bedeutung zukommen dürfte. Denn der Wechsel zu Herbst und Winter bedeutet besonders für Zweiradfahrer: Sie müssen sich an veränderte Sicht- und Straßenverhältnisse gewöhnen! Das Tückische: Die Situation kann plötzlich umschlagen und nasses Laub oder Ackerschmutz auf der Fahrbahn können überraschend auftreten, Nebel oder Wildwechsel treten schlagartig in bestimmten Landstrichen auf. Es gilt wachsam zu sein und spontan angemessen zu reagieren. Die Essener Motorrad-Sicherheitsexperten des ifz empfehlen, zunächst die eigenen Fahrbedingungen zu optimieren, das heißt, vor der Fahrt für warme Kleidung („temperatur-flexibel“) und ein sauberes Visier ohne Kratzer (ggf. Sonnenschutz gegen die tiefstehende Sonne) zu sorgen.

Unterwegs ist dann mit allem zu rechnen, was das Motorradfahren so anspruchsvoll macht: „feuchte, rutschige und verschmutzte Straßen, glitschiges Laub, weniger Grip durch Kälte, Blendung durch tief stehende Sonne, schnelles Übersehenwerden, landwirtschaftliche Fahrzeuge und Erntemaschinen, vermehrter Wildwechsel, die Sicht erschwerender Nebel“ (ifz-Herbst-Check).

Nicht nur gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern, sondern auch gegenüber der jahreszeitlichen Witterung gelten in diesem Sinne also die Aufforderungen „Immer mit Röntgenblick“ und immer konzentriert zu fahren.

DiH (Redaktion)

Kawasaki - 20% Rabatt für Fahrschulen
Motorradfahrer-mit-Roentgenblick
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DVR – Merkvers für mehr Rücksicht

DVR – Merkvers für mehr Rücksicht

Schon ein kurzer Hinweis kann gefährliche Situationen entschärfen. © DEGENER

Schon ein kurzer Hinweis kann gefährliche Situationen entschärfen.
© DEGENER

Die Absicherung nach hinten zählt zu den wesentlichen Lernzielen bei der Fahrausbildung. Der Blick in die Spiegel und zur Seite (Schulterblick) ist von zentraler Bedeutung unter anderem beim Abbiegen, Fahrstreifenwechsel oder Überholen, auf der Autobahn (beim Ein- und Ausfahren), beim Einparken – und sogar beim Aussteigen aus dem stehenden Fahrzeug. Dann allerdings gilt er nicht nur für den Fahrenden, sondern auch für alle Mitfahrenden: „Wer ein- oder aussteigt, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung anderer am Verkehr Teilnehmenden ausgeschlossen ist.“ (§ 14 Sorgfaltspflichten beim Ein- und Aussteigen, StVO).

Sicher, man kann darüber streiten, ob es sich nicht noch „flüssiger“ anhören könnte, wenn man die Aufforderung nach alter Bauart „Kopf drehen, Radfahrer sehen“ weiter gibt. So, wie es in der amtlichen Prüfungsfrage Nr. 2.1.07-207 zu lesen steht:

 

Sie halten mit Ihrem Fahrzeug an, um Mitfahrende rechts aussteigen zu lassen. Dort verläuft ein Radweg. Was sollten Sie tun?

X              Ich sollte mich vergewissern, dass keine Radfahrer kommen
X              Ich sollte die Aussteigenden auf den Radweg hinweisen
0              Ich sollte nur den Verkehr im Innenspiegel beobachten

 

 

„Kopf drehen – Rad Fahrende sehen“ Symbolbild aus dem DVR-Faltblatt

„Kopf drehen – Rad Fahrende sehen“ Symbolbild aus dem → DVR-Faltblatt

Die Kernbotschaft bleibt dieselbe: „Schwere Verkehrsunfälle passieren selbst bei 0 km/h“, mahnt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). „Beim Aussteigen aus dem Fahrzeug reicht oft ein kurzer Moment der Unachtsamkeit“ und Rad Fahrende werden nicht gesehen: „Sie haben keine Chance mehr, rechtzeitig zu bremsen, und prallen gegen die Fahrzeugtür. Die Folgen sind oft schwere Stürze mit Kopf- und/oder Beinverletzungen, die tödlich sein können.“ – Tipps für Pkw Fahrende und ihre Mitfahrenden, inklusive einer ausführlichen Erklärung des sogenannten „holländischen Griffs“ stellt der DVR in einem Faltblatt mit den wichtigsten Infos zum Auslegen, Verteilen und Weitergeben zur Verfügung.

 

DiH (Redaktion)

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Keine Hemmungen bei Erster Hilfe!

Keine Hemmungen bei Erster Hilfe!

Vor der Ersten Hilfe: Warnweste anziehen, Unfallstelle absichern. © DEGENER

Vor der Ersten Hilfe: Warnweste anziehen, Unfallstelle absichern. © DEGENER

Im Notfall Ruhe bewahren

Nur jeder fünfte Deutsche traue sich zu, eine Unfallstelle zu sichern, um noch weitere kritische Situationen zu verhindern. „Wenn es in einer Notlage auf die eigenen Fähigkeiten ankommt, empfiehlt es sich, erstmal Ruhe zu bewahren. Die Erste Hilfe beginnt nicht zwingend mit Wiederbelebungsmaßnahmen, sondern mit der eigenen Sicherheit”, sagt Tobaben. Lobenswert zeigt sich im Rahmen der Umfrage, dass 99 Prozent der befragten Personen auf Anhieb wussten, wo sich im Fahrzeug der Verbandskasten, das Warndreieck und die Sicherheitsweste befinden – nämlich direkt im Kofferraum. Gerade beim Nutzen von Car-Sharing oder Fremdfahrzeugen ist es sinnvoll, vor Fahrtantritt nach diesen Utensilien zu schauen. Um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, sollte man die genannten das Nötige am besten griffbereit im Vorderraum des Fahrzeugs aufbewahren: Warnweste und Verbandkasten lassen sich beispielsweise gut im Fach in der Seitentür verstauen, um die Unfallstelle laut § 34 StVO schnell zu sichern und die laut Strafgesetzbuch (§ 323c StGB) vorgeschriebene Erste Hilfe in der Notsituation leisten zu können.

Zwischen Selbstüberschätzung und Unsicherheit

Täglich passieren in Deutschland unzählige Unfälle, sei es im Haushalt oder im Straßenverkehr. Im Notfall spielt derjenige die wichtigste Rolle, der als erster am Unfallort eintrifft. Laut Auswertung der repräsentativen Umfrage von Tamoil und HEM fühlen sich die Deutschen für den Ernstfall vorbereitet und 85 Prozent schätzen die eigenen Kenntnisse als Ersthelfer sogar mit einem “Gut” ein. Demzufolge sollte die Hilfsbereitschaft in der Not eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Überraschend zeigte sich jedoch, dass sich im Fall eines Unfalls nur zwei Drittel zutraut, den Notruf zu wählen. Große Überwindung kostet es die Befragten besonders, die Herzdruckmassage anzuwenden oder Personen mit starken Blutungen zu helfen (30 Prozent). „Hier sind regelmäßiges Training sowie Übung fundamental und geben Handlungssicherheit!”, betont der Johanniter-Bereichsleiter Tobaben.

Text-Quelle: Deutsche Tamoil GmbH

SuS (Redaktion)

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Unterwegs mit dem fünften Rad

Unterwegs mit dem fünften Rad

Sicher ans Ziel mit gut befestigter Dachlast. © DEKRA

Sicher ans Ziel mit gut befestigter Dachlast. © DEKRA

Auf die Gewichte kommt es an

Fahrräder am Auto so zu befestigen, dass ein Unfall durch sich lösende Halterungen ausgeschlossen ist, erfordert Sorgfalt. Vor allem beim Transport von Pedelecs ist darüber hinaus darauf zu achten, dass der Radträger für das Gewicht der deutlich schwereren Elektro-Bikes ausgelegt ist. Auch die Stützlast der Anhängekupplung (in der Regel etwa 50 bis 100 Kilogramm, je nach Fahrzeug) darf nicht überschritten werden. Achtung: Zwei normale Pedelecs plus Träger bringen leicht 70 Kilogramm auf die Waage. Bei Dachträgern ist die zulässige Dachlast das Maß der Dinge.

Vorsicht in Kurven

„Nach der Montage und dem Beladen empfiehlt sich ein Bremsversuch, um ein Gefühl für das beladene Fahrzeug zu bekommen und die Festigkeit der Halterungen zu checken“, sagt Ritter. Darüber hinaus müssen Autofahrer ihre Fahrweise anpassen: Durch die Dachlast verlagert sich der Schwerpunkt nach oben. Weil sich das Fahrzeug stärker neigt, müssen Kurven langsamer befahren werden. Außerdem erhöht sich die Angriffsfläche für Seitenwind. „Ein beladenes Fahrzeug beschleunigt langsamer und meist verlängert sich auch der Bremsweg. In puncto Höchstgeschwindigkeit mit Gepäckträger sind außerdem die Hinweise der Hersteller zu beachten, die meist 130 km/h angeben.“

Quelle: DEKRA

SuS (Redaktion)

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Schulanfänger sind Verkehrsanfänger

Schulanfänger sind Verkehrsanfänger

VZ-SchulkinderNicht erst mit der Einschulung sollten Eltern ihre Kinder mit den Eigenheiten des Verkehrs vertraut machen. Alltägliche Verkehrssituationen sind willkommene Anlässe, um Kinder schon früh an verkehrssicheres Verhalten heranzuführen. Mit einer gewissen Routine verfestigen sich die richtigen Abläufe von häufig auftretenden Situationen wie beim Überqueren einer Straße. Erstklässler sollten den Schulweg wenn möglich zu Fuß bestreiten. Auf diese Weise bauen sie wichtige Fähigkeiten wie das Einschätzen von Entfernungen oder Richtungshören aus und lernen, Gefahren im Straßenverkehr selbst zu erkennen. Ist der Schulweg zu lang, um ihn zu laufen, empfiehlt sich die Fahrt mit dem Bus. Auch hier sollte man das Schulkind nicht von Beginn an alleine auf den Weg zu schicken. Das richtige Verhalten an der Bushaltestelle, das Vorzeigen des Tickets, die sichere Mitfahrt und die Kenntnis der Strecke wollen gelernt sein. Genaue Absprachen für unvorhergesehene Fälle wie der Ausfall eines Busses geben Kindern zusätzliches Selbstvertrauen. Nur in Ausnahmefällen sollten Schüler mit dem Auto gefahren werden. „Das unübersichtliche Getümmel und wilde Parken von Elterntaxis erhöht vor Schulgebäuden die Gefahr von Unfällen“, sagt Waschke. Kinder orientieren sich am Verhalten von Bezugspersonen. Wenn diese sicheres Verkehrsverhalten vorleben, ahmen die Kinder es ihnen nach. Sichtbarkeit bringt Sicherheit! Aufgrund ihrer geringen Körpergröße ist es bei Kindern wahrscheinlicher, von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen zu werden. Besonders in den Wintermonaten sollte man ihre Sichtbarkeit deswegen durch helle oder reflektierende Kleidungsstücke steigern.

Achtung Autofahrer!

Auch das eigene Verhalten sollte man an die unerfahrenen Erstklässler anpassen: Nach den Sommerferien in der Nähe von Schulen besonders achtsam sein und das Verkehrsverhalten generell an den Kleinsten und Schwächsten ausrichten!

Quelle: VdTÜV

SuS (Redaktion)

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