Winterreifen – soviel ist sicher

Winterreifen – soviel ist sicher

Auch für Nutzfahrzeuge sind Winterreifen vorgeschrieben. (Foto: DEGENER)

Auch für Nutzfahrzeuge sind Winterreifen vorgeschrieben. (Foto: DEGENER)

Auch wenn vielen im Zusammenhang mit dem Wechsel auf Winterreifen der Leitsatz „Von O bis O“, also Oktober bis Ostern, noch geläufig sein dürfte: „In Deutschland gilt eine „situative Winterreifenpflicht“ – also eine Verhaltensvorschrift und keine Ausrüstungsvorschrift. Sie bezieht sich auch nicht auf einen bestimmten Zeitraum. Das heißt: Jeder Kraftfahrer muss vor Fahrtantritt prüfen, ob er sein Fahrzeug sicher führen kann. Und genauso gehört dazu, für eine Bereifung zu sorgen, die Fahrsicherheit gewährleistet. Ansonsten heißt es: Auto stehen lassen.“ Darauf weist der Auto Club Europa (ACE) hin und erklärt: „Im schneearmen Flachland können Wenigfahrer für sich abwägen, ob Ganzjahresreifen mit einem M+S-Kennzeichen eine Alternative sind oder sie bereit sind, das Auto ohne Winterbereifung an Tagen mit Eis und Schnee stehen zu lassen.“

Aber: „Mit Winterreifen können Autofahrerinnen und Autofahrer bei niedrigen Temperaturen vor allem besser bremsen, ein entscheidender Aspekt für die Sicherheit. Dafür sorgen eine entsprechende Gummimischung und Rillen, in denen sich Schnee und Matsch nicht festsetzen“ und „im Kaskoschadenfall drohen Vermögensnachteile, wenn die Bereifung den gesetzlichen Erfordernissen nicht“ genügt, mahnen die Experten. Zudem schreibt die neue Regelung Reifen mit „Bergpiktogramm mit Schneeflocke“ vor. Die „Three-Peak-Mountain-Snowflake“ (kurz: 3PMSF) Kennzeichnung bietet hinsichtlich Sicherheit und Kontrolle bei winterlichen Verhältnissen eine nachgewiesene Eignung. Daher gilt für die „alten“ Winterreifen noch eine verbraucherfreundliche Übergangsfrist: „M+S Reifen, die bis zum 31.12.2017 hergestellt wurden, dürfen bis 30.09.2024 (auch bei winterlichen Bedingungen) weiter verwendet werden“ (BMVI).

Auch bei Auslandsreisen ist besondere Umsicht geboten. In vielen Ländern gelten gesetzliche Winterreifen-Vorschriften, häufig sogar für bestimmte Zeiträume wie November bis April. Informationen finden sich bei den Automobilclubs. Speziell für schwere Nutzfahrzeuge und Busse hat beispielsweise Reifenhersteller Continental eine Übersicht über die verschiedenen Regelungen im Europäischen Ausland zusammengestellt:https://www.continental-reifen.de/bus-und-lkw/reifenwissen/wintervorschriften

DiH (Redaktion)

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Höhere Strafen gegen hohe Unfallrisiken

Höhere Strafen gegen hohe Unfallrisiken

Hohes Bußgeld und drohende Fahrverbote sollen die Rettungsgasse künftig frei machen ... © DEGENER

Hohes Bußgeld und drohende Fahrverbote sollen die Rettungsgasse künftig frei machen … © DEGENER

„Die Veranstaltung oder Teilnahme an illegalen Autorennen von einer Ordnungswidrigkeit zu einer Straftat heraufzustufen, ist sinnvoll“, erklärt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat. „Nicht angepasste Geschwindigkeit ist Ursache Nummer eins bei den Verkehrsunfällen mit Todesfolge. Dass zukünftig grob verkehrswidrige und rücksichtslose, erhebliche Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit, als wäre man in einem Rennen, strafbewehrt sind, wird die Verkehrssicherheit erhöhen.“

Durch die Neuregelung sind Kraftfahrzeugrennen nicht mehr Teil des Bußgeldkatalogs, sondern Straftatbestand nach dem Strafgesetzbuch (StGB): Es drohen die Entziehung der Fahrerlaubnis (§ 69 Abs. 2 StGB), eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe (§ 315d StGB), die bei Gefährdung, Verletzung oder Tötung entsprechend höher ausfällt, sowie die Einziehung der beteiligten Kraftfahrzeuge (§ 315f StGB). Ab sofort sollen hohe Strafen die Gefahr der Ablenkung am Steuer eindämmen.

StVO_2017Besonders deutlich fällt auch die Erhöhung der Bußgelder bei Blockade der Rettungsgasse und Nichtbeachten von blauem Blinklicht und Einsatzhorn aus. Neu: Wird keine Rettungsgasse gebildet, gilt ein Regelsatz 200 Euro plus 2 Punkte im Fahreignungsregister. Wer nicht freie Bahn geschaffen hat für Fahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn muss mindestens mit dem Regelsatz von 240 Euro rechnen, plus 1 Monat Fahrverbot und 2 Punkten im Fahreignungsregister. – Nach der bisherigen Regelung galt für beide Tatbestände, also „Keine Rettungsgasse gebildet“ sowie „Nicht freie Bahn geschaffen trotz Blaulicht und Martinshorn“, nur ein Regelsatz von 20 Euro.

Außerdem wird ab sofort das Tragen von Masken, Schleiern und Hauben, die das ganze Gesicht oder wesentliche Teile des Gesichts verdecken, verboten. Ein Verstoß gegen diese Vorschrift wird vorsätzlich begangen und daher mit 60 Euro bestraft. Zur Klarstellung ergänzt das Verkehrsministerium (BMVI) in einer Mitteilung: „Nicht verboten sind reine Kopfbedeckungen, die das Gesicht freilassen (z. B. Hut, Kappe, Kopftuch), Gesichtsbemalung, -behaarung oder Gesichtsschmuck (z. B. Tätowierung, Piercing, Karnevals- oder Faschingsschminke), die Sicht erhaltende oder unterstützende Brillen (z. B. Sonnenbrille), die nur geringfügige Teile des Gesichts umfassen. Ebenfalls nicht verboten ist das Tragen von Schutzhelmen für Kraftradfahrer. Ihr Schutzbedürfnis ist vorrangig.“

→ Die neue StVO und alle wichtigen Informationen zum Bußgeld- und Punktekatalog finden Sie hier.

DiH (Redaktion)

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Achtung – der Herbst wird Wild!

Achtung – der Herbst wird Wild!

WildwechselAutofahrer haben im Jahr 2015 mehr Wildunfälle gemeldet als je zuvor. Laut einer Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft haben die Versicherer knapp 263.000 Kollisionen mit Wildtieren registriert. Somit registrierten sie rein rechnerisch alle zwei Minuten eine Kollision mit einem Wildtier.

Insgesamt stieg der Schaden auf über 653 Millionen Euro. Dabei gibt es immer wieder Unsicherheiten, was zu tun ist, wenn es zu einem Wildunfall kommt. Die Versicherer raten, zuerst das Warnblinklicht einschalten, dann die Warnweste überziehen und die Unfallstelle absichern. Danach muss, falls es Verletzte gibt, der Rettungsdienst gerufen und die Polizei oder der zuständige Jagdpächter informiert werden. „Keinesfalls sollte man verletzten Tieren zu nahe kommen. Sie können in Todesangst ausschlagen und Menschen schwer verletzten“, rät DEKRA-Experte Markus Engelhaaf. Betroffene Autofahrer sollten sich von der Polizei möglichst sofort eine Wildunfallbescheinigung zur Vorlage bei der Kfz-Versicherung ausstellen lassen. Zudem ist es vorteilhaft Fotos vom Unfallort und vom Fahrzeug zu machen, um die Sachbearbeitung beim Versicherer zu beschleunigen. Keine Sorge: Für die Wildschäden am eigenen Auto kommt in der Regel die Teilkaskoversicherung auf.

AnK (Redaktion)

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Verkehrssicherheit ins rechte Licht rücken

Verkehrssicherheit ins rechte Licht rücken

Licht-Test-Plakette-2017Die Teilnahme am kostenlosen Licht-Test sollte nicht nur für Privatfahrer selbstverständlich sein – eigentlich bietet sie auch die perfekte Gelegenheit, den Fahrschülern etwas über das „Sehen und Gesehen werden“ beizubringen. Denn eine tadellos funktionierende Licht-Anlage ist nur die halbe Vorbereitung auf die dunklen Tage. Mindestens genauso wichtig ist es, den Durchblick zu behalten. Dazu gehört es unter anderem, die Windschutzscheibe von Dreck und Schlieren zu befreien. Die Beläge auf dem Glas verschlechtern nicht nur den Durchblick, sondern sorgen auch für schnelleres Beschlagen der Scheiben und begünstigen besonders bei Gegenlicht gefährliche Reflexionen! Also, zum nächsten Licht-Test einfach mit einigen Fahrschülern fahren und diese wichtigen Dinge ansprechen. Übrigens die perfekte Gelegenheit, um anschaulich die Funktionen der Scheinwerfer durchzusprechen und am praktischen Beispiel zu erläutern.

So können Motorradfahrer ihr Licht überprüfen.

So können Motorradfahrer ihr Licht überprüfen.

Blenden können aber nicht nur Autos und Lkw, auch Fahr- und Motorräder, E-Bikes, Pedelecs und sonstige Zweiräder haben das Potenzial, den Gegenverkehr erheblich zu blenden. Allerdings müssen die Zweiradfahrer selbst Hand anlegen – einen Licht-Test für diese Gruppen gibt es nicht. Radfahrer sollten darauf achten, dass etwa zehn Meter vor dem Rad die Mitte des Lichtkegels auf die Straße „fällt“. Motorradfahrer können ihre Scheinwerfer ebenfalls recht unkompliziert überprüfen: Sie sitzen auf der Maschine und blicken auf eine Wand – der Abstand zwischen Wand und Scheinwerfer beträgt fünf Meter. Die Höhe vom Boden bis zur Mitte des Scheinwerfers wird auf die Wand übertragen. Die Hell-Dunkel-Grenze des Abblendlichts muss rund fünf Zentimeter unter dieser Markierung liegen. Auch eine praktische Übung für die Fahrschule …

KaD (Redaktion)

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Funkverbot für Fahrlehrer – Bußgelderhöhungen für alle …

Funkverbot für Fahrlehrer – Bußgelderhöhungen für alle …

Zweiradschulung nur noch mit „geeigneten technischen Einrichtungen“. © DEGENER

Zweiradschulung nur noch mit „geeigneten technischen Einrichtungen“. © DEGENER

Handys und Funkgeräte am Steuer werden künftig wesentlich umfangreicher und härter bestraft als bisher. Dafür sorgt eines der letzten Gesetzesverfahren der alten Bundesregierung. Zudem werden neben dem allgemeinen Verbot der ablenkenden Geräte auch für die Behinderung von Einsatzfahrzeugen und insbesondere Verstöße gegen die Pflicht zur Bildung einer Rettungsgasse erheblich höhere Sanktionen eingeführt als bisher.

So führt die Handy-Nutzung ohne Gefährdung bereits zu einem Bußgeld von 100 €, mit Gefährdung oder Sachbeschädigung zu 150 € bzw. 200 €, jeweils inklusive 1 Monat Fahrverbot. Radfahrer müssen dafür 55 € zahlen. Wer „beim Führen eines Kraftfahrzeugs sein Gesicht verhüllt“, zahlt künftig 60 €.

Mit einem Fahrverbot von 1 Monat zu rechnen hat dann zudem jeder, der „bei stockendem Verkehr auf einer Autobahn oder Außerortsstraße für die Durchfahrt von Polizei- oder Hilfsfahrzeugen keine vorschriftsmäßige Gasse“ bildet oder „nicht sofort freie Bahn schafft“ für Einsatz- oder Rettungsfahrzeuge mit blauem Blinklicht und Einsatzhorn; außerdem werden 240 € Bußgeld fällig (bisher 20!), bei Gefährdung sogar 280 € und bei Sachbeschädigungen 320 € – im Regelfall.

Eine besondere Bußgelderhöhung betrifft den Güterkraftverkehr: Laut Bundesratsdrucksache werden die zum Schutz der Infrastruktur an manchen Brücken angeordneten Verkehrsverbote trotz vieler Hinweise und rechtzeitiger Ankündigungen bewusst missachtet. Der Zeitverlust schreckt mehr ab, als die bisher vorgesehenen Regelsätze. Daher sollen solche Verstöße künftig mit einem zweimonatigen Fahrverbot und einem Bußgeld von 500 € belegt werden! – Das ist, wie gesagt, beschlossene Sache, ab dem Tag nach der Verkündung …

DiH (Redaktion)

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Gewohnheitstrott(el) und Navigationswiderstand

Gewohnheitstrott(el) und Navigationswiderstand

Wie deutlich muss es sein? Von links kommend, am ersten Verbotszeichen, den Baken und dem Ausfahrenden vorbei, biegt der Pkw, auch vom zweiten Verbotszeichen unbeeindruckt, ein ... © DEGENER

Wie deutlich muss es sein? Von links kommend, am ersten Verbotszeichen, den Baken und dem Ausfahrenden vorbei, biegt der Pkw, auch vom zweiten Verbotszeichen unbeeindruckt, ein … © DEGENER

Gerade Teil-Baustellen im laufenden Verkehrsbetrieb sind immer auch Gefahrstellen. Häufig wird im Verlauf der Bauarbeiten eine geänderte Verkehrsführung notwendig. Verkehrszeichen müssen diese deutlich machen, vor allem aber den Verkehrsfluss sicher gewährleisten. Weil unklare Streckenführungen katastrophale Folgen haben können, müssen Unternehmen bei der zuständigen Behörde Anordnungen einholen, bevor sie eine Baustelle einrichten, die sich auf den Straßenverkehr auswirkt.

Für viele Verkehrsteilnehmer kommen die Änderungen aber dennoch „überraschend“ – mit ganz unterschiedlichen Reaktionen: Manche lassen sich nicht „irritieren“ und fahren einfach durch wie immer. Vielleicht wissen sie, dass der Tatbestandskatalog nur ein Bußgeld in Höhe von 25 Euro vorsieht (TBNR 141184) – jedenfalls, solange nichts Schlimmeres passiert …

Fahrschüler, besonders in der Prüfung, sind hier nicht zu beneiden. Gerade, wenn schlechte Vorbilder vorausfahren, droht ihrem Prüfungserfolg durch solche sonst beinahe problemlosen Abbiegevorgänge höchste Gefahr! Sie müssen sich nicht nur den ständigen Drängeleien der anderen widersetzen, sondern auch auf unvorhergesehene Ereignisse besser reagieren als die routinierten Fahrer, denen das eigentlich viel leichter fallen sollte.

Auch Nutzer von Navigationsgeräten müssen an solchen Stellen Stärke zeigen, also das, was Ex-Fußballprofi Oliver Kahn so gerne „Eier“ nennt: Sie müssen – die Verkehrszeichen anerkennend – z. B. der klaren Anweisung „Hier links abbiegen“ widerstehen, und geradeaus weiterfahren, bis ihr Navigationsgerät den Faden wieder aufnimmt und eine alternative Strecke zum Ziel anbieten kann.

TIPP: Wer größere Baustellen wahrnimmt, kann sich im Internet über die Planungen informieren, z. B. hier:

Regionales_Verkehrsmanagement_Hannover

DiH (Redaktion)

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Fragenänderung zum 01. Oktober 2017

Fragenänderung zum 01. Oktober 2017

Ab dem 01. Oktober 2017 gilt ein neuer Fragenkatalog. Lesen Sie hier, was sich genau ändert:

  • Alle Bild- und Video-Fragen wurden NEU umgesetzt: Jetzt im Handy-freundlichen Breitbildformat!
  • 59 Fragen wurden gestrichen, davon 18 ersatzlos
  • 51 neue Fragen
    davon
  • 9 Videofragen
  • 3 Bildfragen
  • 11 Verkehrszeichenfragen
  • 28 Textfragen

Für die einzelnen Klassen bedeutet das:

  • Grundstoff (für alle Klassen): 12 neue Fragen, davon 2 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse A: 11 neue Fragen, davon 2 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse B: 18 neue Fragen, davon 2 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse C: 18 neue Fragen
  • Klasse D: 10 neue Fragen
  • Klasse Mofa: 4 neue Fragen, davon 1 Mutterfrage mit Varianten
  • Klasse L: 6 neue Fragen
  • Klasse T: 6 neue Fragen

Hier können Sie das aktuelle Fragenkatalog-Update für Ihren Vortest-Stick herunterladen.

Für Ihre Fahrschüler gilt:

  • CLICK & LEARN 360° online:
    Der neue Fragenkatalog kann ab sofort in den Einstellungen gewählt werden. Ab dem 01.10.2017 werden alle Fahrschüler automatisch auf den neuen Fragenkatalog umgestellt.
  • CLICK & LEARN 360° offline:
    Haben Ihre Fahrschüler an ihrem PC eine Internetverbindung werden Sie ab dem 14.09.2017 automatisch beim Start von CLICK & LEARN auf den neuen Fragenkatalog hingewiesen und können diesen installieren.
    Ist keine direkte Internetverbindung an dem PC vorhanden, können Ihre Fahrschüler das Update hier auf einem anderen Rechner herunterladen und dann auf den Lern-PC kopieren und installieren.
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Herbstattacke: Zeichen der Zeit erkennen

Herbstattacke: Zeichen der Zeit erkennen

Aufgeschreckt – spätestens durch die ersten aufprallenden Baumfrüchte die derzeit von großen grünbelaubten Eichen fallen, sollte beim Autofahren allgemein das Bewusstsein für die Umgebung stets wach sein, damit das (Fahr-)Verhalten den Umständen rechtzeitig angepasst werden kann.
Ein paar Tipps dazu gibt z. B. der Auto Club Europa (ACE) unter dem Titel „Verkehrssicherheit – Im Herbst sicher ankommen“ (Auszug):

  • Traktoren mit Anhänger sind häufig außergewöhnlich langsam unterwegs, biegen unverhofft ab und sind mit landwirtschaftlichen Gütern über vier Meter hoch beladen.
  • Mähdrescher haben gewöhnlich Überbreite – Überholmanöver werden schnell riskant. Kommen die Erntefahrzeuge direkt vom Feld, hinterlassen sie mitunter eine dicke und lehmige Schmutzspur auf der Fahrbahn. Motorradfahrer sind dadurch extrem gefährdet.
  • Nicht nur umgestürzte Bäume, große Äste und Zweige, sind gefährlich. Auch Kastanien, Fallobst oder Laub verwandeln die Fahrbahn schnell in eine Rutschbahn.
  • Nachts und am frühen Morgen kann sich Glatteis oder Reif bilden, besonders in Senken, auf Brücken und am Waldrand. – Rechtzeitig auf Winterreifen umrüsten!
  • Im Herbst kann auch tagsüber schon mal das Licht eingeschaltet werden. Nicht nur, um besser zu sehen, sondern vor allem um besser gesehen zu werden (auch von hinten, bei Tagfahrlicht ist nur von vorne Licht zu sehen).
  • Herbstdepressionen bzw. „Herbstblues“: Unfallstatistiken belegen, dass besonders folgenschwere Unfälle eher bei Dunkelheit passieren, obwohl in dieser Zeit ein viel geringeres Verkehrsaufkommen zu verzeichnen ist.

Weitere Tipps finden Sie hier und auf www.ACE.de.

DiH (Redaktion)

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Wenn das Blinken zur „Fall“ wird …

Wenn das Blinken zur ``Falle`` wird ...

Das Vorhaben, die Fahrtrichtung zu ändern, kann niemand vorausahnen – es sei denn, es wird angezeigt – das ist der gute Zweck des sogenannten Fahrtrichtungsanzeigers, also Blinkers. Wenn der Blinker aber ohne wirkliche Abbiege-Absicht eingeschaltet wird, kann das unangenehme Konsequenzen haben.
Die Straßenverkehrsordnung stellt fest: „Wer abbiegen will, muss dies rechtzeitig und deutlich ankündigen; dabei sind die Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen.“ (StVO § 9 Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren, Abs. 1). Was aber ist, wenn jemand blinkt ohne abzubiegen? – Die Antwort des Amtsgerichts Oberndorf vom 21. April 2016 (AZ: 2 C 434/15) ist eindeutig: Nach Auffassung des Gerichts muss die Autofahrerin, die auf das Blinken vertrauend losgefahren war, zwar die überwiegende Haftung tragen, denn: Wer auf eine Vorfahrtstraße fahren wolle, müsse besonders vorsichtig sein. Zudem könne man nicht darauf vertrauen, dass ein anderes Fahrzeug, das blinke, auch tatsächlich abbiege.
Das Gericht sei im Übrigen davon überzeugt, dass der Fahrer tatsächlich geblinkt habe. Laut Gutachter sei es durchaus möglich, dass aufgrund der Straßenführung an der zuvor vom Kläger genutzten Ausfahrt der Bundesstraße ein Blinker nicht automatisch abschalte. Er hätte also manuell ausgeschaltet werden müssen. – Das aber war nicht geschehen, so dass aus Sicht des Gerichts auch den Fahrer des blinkenden Fahrzeugs eine Mitschuld trifft: Wegen des irreführenden Blinkens musste der Mann zu einem Drittel selbst haften.

DiH (Redaktion)

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Sound statt Sicherheit

Sound statt Sicherheit

Zu laute Musik im Auto kann eine ähnliche Wirkung haben wie Kopfhörer ... © DEGENER

Zu laute Musik im Auto kann eine ähnliche Wirkung haben wie Kopfhörer … © DEGENER

Mit eingesteckten Ohrstöpseln oder aufgesetztem Kopfhörer werden je nach Lautstärke wichtige Signale weggedämpft, die im Straßenverkehr überlebenswichtig sein können: Ein hupendes Auto, das Klingeln der Straßenbahn, die Klingel eines Radfahrers oder der Warnruf eines Fußgängers.

„Kopfhörer oder Headset bringen zusätzliche Gefahren, die vermeidbar sind, in den Straßenverkehr hinein“, so DEKRA-Unfallforscherin Stefanie Ritter. Wer sich unterwegs von Umgebungsgeräuschen eher belästigt fühlt, sollte seine persönlichen Interessen zurückstellen und die Kopfhörer besser erst aufsetzen, wenn er oder sie im Bus oder in der Bahn Platz genommen hat, rät sie.

Rechtlich ist das Tragen von Kopfhörern oder Headsets im Straßenverkehr in Deutschland nicht generell verboten. Allerdings ist laut Straßenverkehrsordnung der Nutzer dafür verantwortlich, dass das Gehör nicht beeinträchtigt wird (StVO § 23 Abs. 1). Das heißt umgekehrt: Wenn Kopfhörer oder Headset das Gehör beeinträchtigen, sind sie nicht erlaubt. Letztlich handele es sich um Einzelfallentscheidungen. Tatsache ist: Wer beim Fahren sein Gehör durch Geräte beeinträchtigt, muss mit einem Bußgeld von 10 Euro rechnen. Deutlich teurer kann es laut DEKRA-Expertin werden, wenn man in einen Unfall verwickelt wird: „Der Unfallgegner kann versuchen, dem Nutzer eines Kopfhörers eine Mitschuld am Unfall anzulasten. Möglich ist auch, dass die eigene Haftpflichtversicherung wegen grober Fahrlässigkeit ihre Leistungen kürzt.“

Ähnliche Regelungen wie in Deutschland gibt es laut DEKRA in Österreich und in der Schweiz. In Frankreich dagegen drohe jedem Fahrer von Auto, Motorrad oder Fahrrad ein Bußgeld von 135 Euro, wenn er mit Kopfhörer oder Knopf im Ohr ertappt wird. Auch in Spanien sei das Tragen eines Kopfhörers für Fahrer untersagt. In Portugal dürfe nur ein Ohr beschallt werden.

DiH (Redaktion)

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