Klarer Kopf und faires Parken

Klarer Kopf und faires Parken

Frage: Beide Pkw wollen hier parken. Wer hat Vorrang? © argetp21 - Die Lösung unter CLICK & LEARN 360° online, Suche „2191“.

Frage: Beide Pkw wollen hier parken. Wer hat Vorrang? © argetp21 – Die Lösung unter CLICK & LEARN 360° online, Suche „2191“.

Gerade in deutschen Innenstädten sind Parkplätze oft heiß begehrt. Dennoch sind Autofahrer bei der Parkplatzsuche auf sich allein gestellt. Sicher, sie können ein Navigationsgerät oder verschiedene Apps zur Parkplatzsuche (und zum späteren Wiederfinden des Fahrzeugs) einsetzen, aber die Mithilfe von anderen Personen ist nicht erlaubt. Beifahrer, die etwa als Fußgänger eine Parkbucht reservieren, die für den Fahrer erst nach einem Wendemanöver erreichbar ist, qualifizieren sich zwar für den einen als gute Freunde, für das Verkehrsrecht aber begehen sie im schlimmsten Fall eine Nötigung.

Darauf weist der Kfz-Direktversicherer R+V24 hin: Nach Straßenverkehrsordnung gilt die Regel „Wer zuerst kommt, parkt zuerst“. Einem Fußgänger, der „einen Parkplatz blockiert und damit eigenmächtig ein Parkverbot ausspricht, kann dieses Verhalten als Nötigung ausgelegt werden. Es ist ebenso untersagt, einen Parkplatz mit Gegenständen zu blockieren. Im Falle einer Anzeige und Verurteilung drohen hohe Geldstrafen und Punkte in Flensburg. Darüber hinaus kann aus dem Freihalten schnell eine gefährliche Situation entstehen.“ – Insbesondere, wenn ein anderer Autofahrer in diese Parklücke fahren will. „Generell haben im öffentlichen Bereich alle Autofahrer das gleiche Anrecht auf einen Parkplatz,“ stellt Anka Jost, Kfz-Expertin bei der R+V24-Direktversicherung, fest.

Das gilt übrigens auch für kurzfristig „nötige“ Parkplatz-Sperrungen, z. B. für einen Umzug. Wer mitten in der Stadt für einen Umzug einen Parkplatz sperren möchte, sollte das nicht mit Gartenstühlen versuchen, sondern muss sich mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde in Verbindung setzen, einen Antrag stellen und gegebenenfalls die passenden Schilder zu dem Vorhaben mieten. In Hannover z. B. kann die Antragstellung auf unterschiedliche Art erfolgen: persönlich bei den Bürgerämtern oder dem Bürgerservice Bauen, bei der Straßenverkehrsbehörde per E-Mail, Fax oder schriftlich mit dem auf den Webseiten zur Verfügung gestellten Antragsformular, oder formlos. Wichtig sind diese Angaben: Vor- und Zuname, neue und alte Adresse, Telefonnummer, E-Mailadresse und Fax-Nummer (sofern vorhanden), Zweck der Halteverbotszone und dem Zeitraum, in dem das Halteverbot gelten soll, Bereich, in dem die Halteverbotszone eingerichtet werden soll, mit möglichst genauen Angaben (z. B. Straße und Hausnummer, ggf. eine Skizze). Außerdem ist es wichtig, ob bereits Haltverbote vor Ihrem Haus bestehen (Beispiel Hannover). Die zuständige Stelle prüft Ihren Antrag und erteilt gegebenenfalls eine gebührenpflichtige Genehmigung zum Aufstellen von Haltverbotschildern.

DiH (Redaktion)

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Regel, Gesetz und (Rauch-)Verbot

Regel, Gesetz und (Rauch-)Verbot

Missverständnisse und Falschanschuldigungen aus dem Weg räumen. © DEGENER

Missverständnisse und Falschanschuldigungen aus dem Weg räumen. © DEGENER

Wer sich an die Regeln hält, der muss Gesetz und Strafe nicht fürchten. So sagt man zumindest – doch kommt es leider auch im Straßenverkehr zu Fehlern und Falschanschuldigungen. Deshalb bietet der Auto Club Europa (ACE) Informationen darüber an, wie Verkehrsteilnehmer am besten vorgehen, wenn sie ihr Recht im Straßenverkehr geltend machen wollen, um gegen Falschanzeigen vorzugehen

So rät der ACE bei Strafzetteln, trotz korrekten Parkens: „Wer die Parkuhr korrekt eingestellt, beziehungsweise sein Parkticket ordnungsgemäß gelöst hat, und trotzdem einen Strafzettel kassiert, lässt am besten Beweismittel für sich sprechen: Fotos von der Situation vor Ort und Kontaktdaten von Zeugen können helfen, gegen die unbegründete Zahlungsaufforderung vorzugehen.“ Kommt Blitzerpost ohne eigene Überschreitung des Tempolimits und ist auf dem Foto ein fremdes Fahrzeug oder ein anderer Fahrer zu sehen „heißt es, zügig Einspruch einlegen, indem der Anhörungsbogen des Bußgeldbescheids an die ausstellende Behörde zurückgeschickt wird. Wer tatsächlich hinterm Steuer saß, aber zu Unrecht geblitzt wurde, kann dem ebenso widersprechen, sobald der Bußgeldbescheid vorliegt.“ Dafür bleiben zwei Wochen nach Zustellung Zeit. Bei Beschuldigungen wie unerlaubtem Entfernen vom Unfallort gilt es erst einmal, keine Aussage zu treffen und einen Fachanwalt hinzuzuziehen. Das ist im Zweifel immer ein guter Weg, denn: „Nur ein Anwalt kann Einsicht in die Akte zum jeweiligen Fall erhalten und so entscheidende Details der Vorwürfe in Erfahrung bringen“, rät ACE-Rechtsexperte Hannes Krämer.

AnK (Redaktion)

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Prima Klima und reger Radverkehr auf der Verkehrsministerkonferenz

Prima Klima und reger Radverkehr auf der Verkehrsministerkonferenz

Neuwagen ab 2030 nur noch mit alternativen Antrieben?

Die NPV setzt auf technische Lösungen wie alternative Antriebe

Nicht einzuhaltende Klimaziele, Dieselskandale und überhöhte Schadstoffwerte – die Forderungen nach einem umweltfreundlichen Umbau der Mobilität werden lauter – auch auf der der VMK: „Die Verkehrsministerkonferenz sieht die Bundesregierung in der Verantwortung, ihren internationalen und europäischen Verpflichtungen nachzukommen und ist der Auffassung, dass dies unverzügliches und entschiedenes Handeln erfordert.“
– Zum Kabinettsbeschluss der Arbeitsgemeinschaft 1 (Klimaschutz und Verkehr) der Nationale Plattform Zukunft der Mobilität3 äußerte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Holger Lösch: „Es ist gut, dass die NPM nun ihre Arbeit aufnimmt. Die Industrie setzt sich in dieser neuen Plattform für Innovationen und Wertschöpfung am Standort Deutschland ein. Für uns ist klar: Nur mit Technologieoffenheit und Marktorientierung kann der Wandel der Mobilität für alle Verkehrsträger gelingen. Wir müssen die Verbraucher von neuen Mobilitätslösungen überzeugen. Deshalb brauchen wir Anreize für Emissionsreduktionen im Verkehr und keine Vorfestlegungen auf spezifische Technologien.“ Hierbei setzt die NPM auf innovative technische Lösungen, wie die Digitalisierung der Infrastruktur oder den Einsatz modernere Antriebstechnologien und Kraftstoffarten. Für Holger Lösch steht fest: „Eine auf Angeboten und Anreizen basierende Klima- und Verkehrspolitik ist Fahrverboten und Kostentreibereien zulasten der Bevölkerung überlegen.“

1 Verkehrsministerkonferenz
2 BMVI
3 Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. NPM

AnK (Redaktion)

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Hauptuntersuchung – demnächst auch für Fahrerassistenzsysteme

Hauptuntersuchung – demnächst auch für Fahrerassistenzsysteme

Mehr Sicherheit durch regelmäßige Überprüfung, z. B. beim Notbremsassistenten. Grafik: BOSCH

Mehr Sicherheit durch regelmäßige Überprüfung, z. B. beim Notbremsassistenten. Grafik: BOSCH

Die wiederkehrende Hauptuntersuchung (Abkürzung: HU, in Österreich Begutachtung, in der Schweiz Motorfahrzeugkontrolle) soll die Vorschriftsmäßigkeit und Umweltverträglichkeit von Verkehrsmitteln sicherstellen. Deshalb wird sie regelmäßig wiederholt.

Werden dabei erhebliche oder gefährliche Mängel festgestellt, wird die Plakette erst nach erneuter Prüfung der beanstandeten Mängel erteilt. Stellen die gefährlichen Mängel eine direkte und unmittelbare Verkehrs- oder Umweltgefährdung dar, werden vorhandene Plaketten entfernt, die Benutzung untersagt bzw. das Fahrzeug stillgelegt und die Zulassungsbehörde informiert. Vor der Wiederinbetriebnahme muss dann zwingend eine Nachprüfung erfolgen.

Zu welcher Kategorie in Zukunft die Mängel an unterschiedlichen Fahrerassistenzsysteme gehören werden, hängt vermutlich von der Sicherheitsrelevanz ab. Einen ersten Schritt hin zur qualifizierten Untersuchung der Systeme macht jetzt ein gemeinsames Projekt der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) und der HTW Dresden zur Prüfung von Fahrerassistenzsystemen und automatisiertem Fahren: „Entwicklung eines Messsystems für die Bewertung und Prüfung von Fahrerassistenzsystemen und automatisierten Fahrfunktionen“ nennt sich das seit Jahresbeginn 2019 laufende, zweijährige gemeinsame Entwicklungsprojekt der GTÜ und dem Lehrstuhl für Kfz-Mechatronik der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden.

Ziel ist die Prototypenerstellung auf Basis der deutschen Patentanmeldung „Testgerät für ein Fahrerassistenzsystem und Verfahren zur Durchführung einer Funktionsprüfung eines Fahrerassistenzsystems“. Nachdem mit einer durch die FSD (Fahrzeugsystemdaten GmbH) unterstützten Masterarbeit die grundlegende Funktionsweise nachgewiesen wurde, soll nun ein einsatzfähiger Prototyp insbesondere für die Homologation entwickelt werden. Markige Abkürzung des Projektes: PRUEFAF3.

1 Volkswagen fährt vollautomatisiert in Hamburg / 2 GTÜ-Mängelreport / 3 PRUEFAF

DiH (Redaktion)

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Vom Auto zum COBOT – vom Selbstfahren zum Mitfahren

Vom Auto zum COBOT – vom Selbstfahren zum Mitfahren

Der intelligente Geschwindigkeitsassistent erkennt nicht nur die Verkehrszeichen, er drosselt direkt das Tempo. © DEGENER

Der intelligente Geschwindigkeitsassistent erkennt nicht nur die Verkehrszeichen, er drosselt direkt das Tempo. © DEGENER

In der Industrie-Produktion spricht man derzeit neudeutsch von Collaborative Robots, kurz: „COBOTS“. Der Begriff bezeichnet die „Neuen Kollegen aus Stahl, kollaborative Roboter“. Die Fachleute sind überzeugt, „mit Sensoren ausgestattete Collaborative Robots eröffnen eine völlig neue Form der Zusammenarbeit“ und lassen „Mensch und Maschine zu einem Team der Spitzenklasse“ werden. Interessanterweise gilt „die Autoindustrie als Vorreiter im Einsatz kollaborativer Roboter.“ In den Produktionshallen der Fahrzeughersteller arbeiten demnach schon seit einigen Jahren Roboter an der Seite ihrer menschlichen Kollegen. Sie ersparen den Mitarbeitern „monotone und körperlich anstrengende Arbeiten“ und geben ihnen Zeit für anspruchsvollere Tätigkeiten. (Hannover Messe1)

Vielleicht scheint deshalb ein Vergleich der Digitalisierung im Fahrzeug aus europäischer Perspektive mit dieser industriellen Entwicklung naheliegend: Das Auto wird quasi auf seinem Weg zum autonomen Fahren zunächst zu einer Art Roboter, mit dem ich als Fahrer „im Team“ unterwegs bin.

Zumindest hat die EU beschlossen, bestimmte Assistenzsysteme als Grundausstattung für künftige Kraftfahrzeuge zu fordern. „Nach den neuen Vorschriften müssen alle Kraftfahrzeuge mit den folgenden Sicherheitsmerkmalen ausgestattet sein: Intelligenter Geschwindigkeitsassistent, Vorrichtung zum Einbau einer Alkohol-Wegfahrsperre, Fahrer-Müdigkeitserkennung und ‑Aufmerksamkeitswarnsystem, fortgeschrittene Ablenkungs­erkennung, Notbremslichter, Systeme für die Erkennung beim Rückwärtsfahren, Unfalldatenspeicher, präzise Reifendrucküberwachung.“5 Personenkraftwagen und Lieferwagen müssen zusätzlich über Notbremsassistenzsysteme, Spurhalteassistenzsysteme, erweiterte Kopfaufprallschutzbereiche verfügen und Lkw über Abbiegeassistenten und andere Systeme gegen tote Winkel.

Wenn tatsächlich alle Neufahrzeuge ab 2022-24 mit diesen Systemen ausgestattet sein sollten, müssen wohl neben neuen praktischen Trainingseinheiten zum korrekten Einsatz der Systeme bzw. zur „Kollaboration“ auch neue „Anwenderhinweise zur Bewertung der Nutzung von Fahrerassistenzsystemen und teilautomatisierten Fahrfunktionen in der Praktischen Fahrerlaubnisprüfung“6 entwickelt werden. Eine Verlängerung der praktischen Fahrausbildung könnte eine Folge sein – neben neuen Möglichkeiten, die Prüfung z. B. wegen Missachtung oder „kollaborativen Eingreifens“ der Systeme nicht zu bestehen …

Quellen: 1 Hannover Messe / 2 Wikipedia / 3 Rechtschreibduden / 4 EURO NCAP / 5 EU verschärft die Anforderungen an die Kraftfahrzeugsicherheit / 6 Anwenderhinweise zur Bewertung der Nutzung von Fahrerassistenzsystemen

DiH (Redaktion)

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Fragenänderung zum 01. April 2019

Fragenänderung zum 01. April 2019

Ab dem 01. April 2019 gilt ein neuer Fragenkatalog. Lesen Sie hier, was sich genau ändert:

  • 51 Fragen wurden gestrichen
  • 70 neue Fragen
    davon
  • 10 Videofragen, davon 10 Mutterfragen mit Varianten
  • 8 Bildfragen, davon 4 Mutterfragen mit Varianten
  • 52 Textfragen

Für die einzelnen Klassen bedeutet das:

  • Grundstoff (für alle Klassen): 11 neue Fragen, davon 3 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse A: 17 neue Fragen, davon 8 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse A1: 17 neue Fragen, davon 8 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse A2: 17 neue Fragen, davon 8 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse AM: 9 neue Fragen, davon 4 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse Mofa: 3 neue Fragen
  • Klasse B: 23 neue Fragen, davon 7 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse C: 32 neue Fragen, davon 3 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse C1: 27 neue Fragen, davon 3 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse CE: 18 neue Fragen
  • Klasse D: 24 neue Fragen, davon 3 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse D1: 21 neue Fragen, davon 3 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse L: 23 neue Fragen, inkl. 2 Mutterfragen mit Varianten
  • Klasse T: 24 neue Fragen, inkl. 1 Mutterfrage mit Varianten

Hier können Sie das aktuelle Fragenkatalog-Update für Ihren Vortest-Stick herunterladen.

Das Update für SCAN & TEACH 360° finden Sie hier.

Für Ihre Fahrschüler gilt:

  • CLICK & LEARN 360° online:
    Der neue Fragenkatalog kann in den Einstellungen gewählt werden. Ab dem 01.04.2019 werden alle Fahrschüler automatisch auf den neuen Fragenkatalog umgestellt.
  • CLICK & LEARN 360° offline:
    Haben Ihre Fahrschüler an ihrem PC eine Internetverbindung werden sie beim Start des Programms automatisch auf das Fragenkatalogupdate hingewiesen.
    Ist keine direkte Internetverbindung an dem PC vorhanden, können Ihre Fahrschüler das Update hier auf einem anderen Rechner herunterladen und dann auf den Lern-PC kopieren und installieren.
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Frühlingsgefühle – Aufbruch in die Mikromobilität?

Frühlingsgefühle – Aufbruch in die Mikromobilität?

Geplantes Zusatzzeichen

Geplantes Zusatzzeichen

Nach stürmischem Auftakt beginnt der Frühling sich zu öffnen, Schönwetterfahrzeuge liegen ab sofort im Trend. Nur, dass man noch nicht alle Arten der angebotenen Fahrzeugvarianten nutzen darf – zumindest nicht im öffentlichen Verkehrsraum. Selbst die aktuell 15 Sondergenehmigungen für ausleihbare E-Scooter in Bamberg sind da nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Der Druck auf den Verordnungsgeber wächst seit 2016 stetig an. Seitdem gilt die neue Typgenehmigungs-Verordnung (EU) 168/2013 für Krafträder. Nach dieser Verordnung kann die Genehmigung solcher Elektrokleinstfahrzeuge national geregelt werden. Ein entsprechender Referentenentwurf aus dem Bundesverkehrsministerium (BMVI) auf Grundlage der Untersuchung zu Elektrokleinstfahrzeugen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt-Bericht F 125) ist in der Beratung. Daraus ergeben sich bisher folgende Kenndaten: Die geplante Verordnung teilt E-Scooter in zwei Klassen: eine Klasse bis 12 km/h (ab 12 Jahre) und eine bis 20 km/h (ab 14 Jahre). Hier markiert eine Plakette in Form einer Klebefolie (B x H: 5,28 x 6,5 cm), die sich optisch am Mofakennzeichen orientiert, den Versicherungsschutz. Scooter bis 20 km/h dürfen Fahrradwege und Radfahrstreifen nutzen, sind diese nicht vorhanden, auch die Fahrbahn. E-Scooter mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von weniger als 12 km/h müssen auf dem Gehweg fahren. Das Fahrzeug muss eine Lenk- oder Haltestange vorweisen, dazu ein Vorder-, Rück- und ein Bremslicht sowie zwei unabhängig voneinander wirkende Bremsen. Schließlich gehört noch eine „helltönende Glocke“ an den Scooter, aber weder das Tragen eines Helms noch eine Fahrerlaubnis sind vorgeschrieben.

Das freut die Verleiher und Hersteller, die derzeit mit einer bunten Fahrzeugvielfalt massiv auf den Markt drängen. Auch mit Produkten ohne Lenk- oder Haltestange, die von der Verordnung noch gar nicht erfasst werden, z. B. Elektro-Skateboards – für diese wird laut Parlamentarischem Staatssekretär Steffen Bilger eine eigene Verordnung vorbereitet. – Kritik kommt vor allem von der Deutschen Verkehrswacht: „Elektro-Roller sind Kraftfahrzeuge und keine Spielgeräte. (…) 14-Jährige Heranwachsende gehören nicht mit 20 km/h ungeschützt auf die Straße, ohne vorher Kenntnisse der StVO nachweisen zu müssen“, erklärte DVW-Präsident Prof. Kurt Bodewig. – Vielleicht gibt das ja auch politischen Anlass, über eine intensivierte Verkehrserziehung in der Schule, z. B. durch eine lehrplanmäßige Radfahrer-Schulung, nachzudenken …

Apropos: Am Freitag, 22. März 2019 berät der Bundestag eine Stunde lang über die E-Scooter-Zulassung (live).

DiH (Redaktion)

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Stürmische Seelen im Straßenverkehr

Stürmische Seelen im Straßenverkehr

Aerger-am-SteuerFür die Hamburger Morgenpost (MOPO) steht der Verursacher fest: „Miese Planung sorgt für Wut im Verkehr!“, lautet eine Schlagzeile der Online-Ausgabe* am 7. März und beschreibt einen „täglichen Kampf um Straßenraum“. Die „Verkehrsplaner der vergangenen Jahrzehnte haben aus rücksichtsvollen Fußgängern, Radlern und Autofahrern scharfe Hunde gemacht, die alles wegschnappen, was ihnen in die Quere kommt.“ Es sei an der Zeit, nicht mehr nur zugunsten einzelner, sondern für alle zusammen zu planen, wie es die Stadt Hamburg „Ende April am Hofweg zeigen“ wolle. Ob das aber ausreicht, daran hegt auch MOPO Rathaus-Redakteur Mike Schlink (28) gewisse Zweifel: „Wenn es sogar die Verkehrsplaner schaffen, sich zu bessern, dann bekommen die einzelnen Verkehrsteilnehmer es vielleicht auch hin. Autofahrer müssen Radler nicht schneiden. Und die müssen nicht über Rot fahren, Fußgänger nicht achtlos auf den Radweg latschen. – Jeder Einzelne kann dazu beitragen, dass das Verkehrsklima wieder besser wird“, meint er.

Eben nicht jeder, legen dagegen die Statistiken nahe: „Ein Team von BMW und der TU Chemnitz fand heraus, dass aggressive Menschen häufiger absichtlich gegen die Regeln verstießen und deshalb ein erhöhtes Unfallrisiko hätten. Kommen dichter Verkehr, Stress und Zeitdruck zusammen, können schon geringfügige Frustrationen gefährliche Wutanfälle auslösen“, erklärt Christian Müller von TÜV NORD**. Erstes Kennzeichen seien feindselige Gedanken gegenüber anderen, die schließlich dauerhaft den Fahrstil prägen können. Zum Drängeln brauche es dann keinen konkreten Anlass mehr.

„Das eigene Fehlverhalten werde als Reaktion auf vermeintlich unzumutbare Einschränkungen gerechtfertigt“, sagt Müller. „Laut Unfallforschung der Versicherer fanden fast 30 Prozent der Befragten, sie ‚müssten‘ drängeln, wenn ein Auto vor ihnen bummelt.“ Dass Frust und Ärger besonders beim Autofahren so leicht in Aggression umschlagen, liege an der speziellen Situation: „Man befindet sich zwar mitten in der Öffentlichkeit, aber zugleich in einem privaten Schutzraum,“ so der Psychologe. – Einziges Gegenmittel in einer von Überfüllung und Überplanung gestresst überforderten Menge an Verkehrsteilnehmern: Tief durchatmen, Ruhe bewahren und sich noch einmal die Grundregeln vergegenwärtigen: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“ (Straßenverkehrsordnung, § 1 StVO).

* MOPO, **TÜV NORD

DiH (Redaktion)

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Unbeschränkt durch Umweltzonen in den Saisonstart

Unbeschränkt durch Umweltzonen in den Saisonstart

„Nach längerer »Zweirad-Abstinenz« braucht nahezu jeder Roller- und Motorradfahrer seine Zeit, um sich wieder an das Leben auf zwei Rädern zu gewöhnen“, mahnen z. B. die Fachleute vom Institut für Zweiradsicherheit**, so ein „Kaltstart mit Vollgas“ sei nicht nur für den Motor schädlich, sondern auch für den Fahrer. Die Routiniers empfehlen deshalb, die neue Saison mit einer ruhigen Einfahr-Phase zu begrüßen.

Umweltzone-MotorradNeben Terminen für professionelle Vorbereitungs- und Sicherheitstrainings steht eine ausführliche „Checkliste für den Saisonstart“ zum Download bereit.
Dem schließt sich z. B. auch die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ)*** an: Ihre im PDF oder Papierformat angebotene Gratis-Broschüre bietet nach eigenen Angaben keine schwere Kost, sondern das Wichtigste kurz und knapp auf 32 Seiten im DIN-A5-Format. Profi-Fahrtipps werden hier durch „handfeste Ratschläge der Sicherheitsexperten für die optimale Ausstattung von Biker und Bike, Helme, Kleidung, Sicherheitsaccessoires und Zubehör für jeden Einsatzzweck, ergänzt. Nicht zu vergessen Wartung und Pflege, soweit sie von Laien selbst erledigt werden können.“
Auch hier werden Fahrtrainings für alle Leistungsstufen empfohlen, vom Anfänger bis zum Sportfahrer: Denn sichere Fahrer können auch besser mit den Unsicherheiten der Anderen umgehen, die sich z. B. erst wieder an das Miteinander gewöhnen müssen. „Defensiv fahren sowie aufmerksam und bremsbereit bleiben“, lautet das Motto. Außerdem hat der Winter auf der Fahrbahn gelegentlich Spuren hinterlassen. Frostschäden können für unangenehme Überraschungen vor allem in Kurvenbereichen sorgen. Also: „Immer vorausschauend fahren, die Fahrbahn lesen und die Geschwindigkeit anpassen“, rät das IfZ.
Und noch etwas zeichnet den guten Saisonstart aus: In bestimmten Bereichen ist zu bestimmten Zeiten Rücksicht geboten, z. B. auf Anwohner, sonst könnte die Zahl der gesperrten Spaß-Strecken (s. Foto) zunehmen. Zu diesem Verbot gibt es – im Gegensatz zu Umweltzonen – keine Ausnahmeverordnung …

*Antwort der Bundesregierung / ** Institut für Zweiradsicherheit / *** GTÜ-Broschüre

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Zum Jubiläum: Ein Jahr voller Infotage!

Zum Jubiläum: Ein Jahr voller Infotage!

Die DEGENER Infotage gelten bereits seit über 15 Jahren deutschlandweit als exklusiver Fahrschul-Branchentreff voll Austausch und Information. Zur Feier unseres 85-jährigen Bestehens möchten wir möglichst vielen Fahrlehrerinnen und Fahrlehrern die Möglichkeit geben, von den Infotagen zu profitieren.

DEGENER-Infotage-2019Deshalb laden wir erstmals an fünf Terminen deutschlandweit ein. Die Veranstaltungen in Bad Gögging, Dresden, Köln, Heidelberg und am Timmendorfer Strand bieten den rundherum entspannten Rahmen für kompetente Fachvorträge einerseits und unsere exklusive Fachausstellung andererseits. Seien Sie gespannt auf die technischen und inhaltlichen Neuheiten, die Ihnen die tägliche Arbeit erleichtern, z. B. unsere innovativste Technik-Entwicklung, SCAN & TEACH® 360° RED: Das erste geräteunabhängige Lehrsystem von DEGENER. Ganz gleich ob Sie mit dem Smartphone, Tablet, Notebook oder am SMART Board® unterrichten wollen.

Die konsequente Weiterentwicklung unserer Produkte, Offenheit für technische Innovationen und ständige Neuentwicklung marktgerechter Artikel sind das Erfolgsrezept des Verlages. Das gilt z. B. auch für den DEGENER 360° simdrive Truck, unseren neuen Lkw-Simulator mit extra großem Sichtfeld durch drei große 49-Zoll Full-HD Monitore.

Überzeugen Sie sich selbst, am besten direkt vor Ort, an einem der INFOTAGE-Termine in Ihrer Nähe: Beginn ist am 16./17. März in Bad Gögging, weiter geht es am 11./12. Mai in Dresden, danach können wir uns am 29./30. Juni in Köln treffen oder am 21./22.September in Leimen (Heidelberg). Oder kommen Sie zum Abschluss unserer Tour am 2./3. November an den Timmendorfer Strand.

Ganz gleich, wann es Ihnen am besten passt: Seien Sie dabei!

DEGENER-Infotage-2019-save-the-dateZur Anmeldung fragen Sie einfach Ihren DEGENER Fahrschul-Fachberater oder nutzen direkt den folgenden LINK zu den Jubiläums-Infotagen 2019: Infotage aussuchen und per Klick auf „Hier gleich anmelden“ sofort Plätze für sich und/oder Ihre Fahrlehrer reservieren. –  Wir freuen uns auf Sie! ?

DiH (Redaktion)

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