125 Jahre Führerscheinprüfung – 60 Jahre Punkte-Kartei

125 Jahre Führerscheinprüfung – 60 Jahre Punkte-Kartei

Nachdem die ersten Automobile vor 125 Jahren in Paris für chaotische Straßenverhältnisse gesorgt hatten, bereitete der örtliche Polizeipräsident kurz nach seinem Amtsantritt dem wilden Treiben ein Ende: „Louis Lepine (1846-1933) führte am 14. August 1893 gleich vier Neuerungen ein: Die Fahrprüfung, den Führerschein, ausgewiesene Parkflächen und Parkverbote sowie – am schwerwiegendsten – verpflichtende Autokennzeichen für jedes Automobil“, berichten die Aachener Nachrichten zum Jubiläum.

Auch wenn anfangs noch einfache Fahrproben (Starten, Lenken, Anhalten) als Qualifikation ausreichten – die Grundlagen für das heutige System waren geschaffen: „1909 einigten sich Teilnehmer einer internationalen Automobilkonferenz in Paris auf erste einheitliche Verkehrszeichen, wie das Symbol einer Kreuzung. Im gleichen Jahr zog auch Deutschland mit einer Führerscheinpflicht nach“ (Deutschlandfunk). Und noch bevor den anfangs rein praktischen Übungen eine theoretische Ausbildung zur Seite gestellt wurde, entstand bereits 1910 eine „Sammelstelle für Nachrichten über Führer von Kraftfahrzeugen (SNFK)“ in Berlin, die 1951 in das Kraftfahrtbundesamt eingegliedert wurde. „Am 02. Januar 1958 nahm das Verkehrszentralregister (VZR) dann als selbständiger Bereich im KBA seinen Betrieb auf“ (KBA-Festschrift).

Seither werden Ordnungswidrigkeiten und Straftaten im Zusammenhang mit der Teilnahme am Straßenverkehr genauestens registriert, ab 1974 im sogenannten Mehrfachtäter-Punktesystem, das in letzter Konsequenz die Entziehung der Fahrerlaubnis vorsieht. 2014 wurde das alte 18-Punktesystem zu einem 8-Punktesystem reformiert und das Verkehrszentralregister (VZR) durch das Fahreignungsregister (FAER) abgelöst, (60 Jahre KBA).

Neben den verschärften Sanktionen ist unterdessen auch die Fahrausbildung anspruchsvoller geworden. Als alleiniger Grund für den Trend zum Nichtbestehen soll das aber nicht gelten: In der Zeit von 2012 bis 2017 ist die Quote der nicht bestandenen Theorieprüfungen bundesweit von knapp 29 % auf gut 36 % und der Anteil der nicht bestandenen Praxisprüfungen von 26 % auf 28 % angestiegen (KBA-Statistik). Offenbar hat der Gesetzgeber dem ungezügelten Fahrspaß der ersten Automobilisten inzwischen ein gehöriges Maß an Disziplin vorangestellt. Doch nur so viel, dass Bewerber nach gründlicher Vorbereitung in der Fahrschule durchaus bestehen können: Provokativ fordert die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) ihre längst aus der Fahrschule entlassenen Leser deshalb zu einem QUIZ heraus und fragt „Können Sie die Fragen zur Führerscheinprüfung beantworten? Testen Sie Ihr Wissen.“

DiH (Redaktion)

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GTÜ-Unfall-Tipps: „Smart-Repair“ und korrektes Verhalten

GTÜ-Unfall-Tipps: „Smart-Repair“ und korrektes Verhalten

Richtiges Verhalten am Unfallort <br> (Foto: GTÜ).

Richtiges Verhalten am Unfallort
(Foto: GTÜ).

Dass die Reparatur kleinerer Unfallschäden nicht gleich in den finanziellen Ruin führen muss, ist sicher eine beruhigende Erkenntnis. Besonders für Fahrer geliehener Fahrzeuge. Ganz besonders, wenn diese Reparaturweise sogar dem kritisch prüfenden Blick der Sachverständigen standhält.

Doch vor dem (größeren) Schaden gibt es einen Zusammenstoß. Und dazu gehören meistens zwei oder mehr Fahrzeuge.

Deshalb rät die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) dazu, sich auch ohne Not und im Vorfeld intensiv mit dem Thema zu befassen. Denn abgesehen von der Schuldfrage – „in jedem Fall sorgt die erste Aufregung oder sogar ein Schock häufig für eine unbesonnene Reaktion. Doch gerade die ersten Minuten nach einem Crash können entscheidend sein. Umso wichtiger ist es, auf die richtige Vorgehensweise vorbereitet zu sein.“ Wichtig sei beispielsweise ein klarer Ablauf nach einem Unfallgeschehen (hier gekürzt):

  1. Unfallstelle absichern (Warnblinkanlage, Warndreieck).
  2. Alle Unfallbeteiligten aus dem Gefahrenbereich retten.
  3. Bei schweren Unfällen und wenn es Verletzte gibt, Polizei (110) oder Rettungsleitstelle (112) informieren.
  4. Erste Hilfe leisten.
  5. Fotos von der Unfallstelle machen.
  6. Bei Bagatellschäden möglichst schnell die Fahrbahn räumen.
  7. Fahrzeugkennzeichen, Name, Anschrift und Telefonnummern von Zeugen notieren.
  8. Keine Aussagen unter Druck und keine Unterschriften (z. B. Schuldanerkenntnis).
  9. Umgehend die Versicherung benachrichtigen.

Wer fit ist, so rät die GTÜ, sollte die Regie übernehmen: „Häufig stehen Unfallteilnehmer unter Schock und sind nicht in der Lage, zu helfen. Reden Sie mit den Beteiligten und verteilen Sie Aufgaben. Denken Sie daran, regelmäßig Ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. Denn die Ersthilfe am Unfallort kann Leben retten!“

DiH (Redaktion)

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(Ge)fahren im Ausland: Fahrstil und Vorurteile

(Ge)fahren im Ausland: Fahrstil und Vorurteile

Unfallexperten warnen vor den besonderen Gefahren an Zebrastreifen (Quelle: DEKRA).

Unfallexperten warnen vor den besonderen Gefahren an Zebrastreifen (Quelle: DEKRA).

Zebrastreifen (nach § 26 StVO „Fußgängerüberwege“ genannt) können bei Auslandsreisen zu einer besonderen Gefahrenstelle werden, warnen die Unfallexperten von DEKRA: „Es ist irritierend, dass die Hinweisschilder an Fußgängerüberwegen in Europa fast überall gleich aussehen, obwohl es beim Verhalten der Autofahrer große Unterschiede gibt“, sagt DEKRA-Unfallforscherin Stefanie Ritter. Sie empfiehlt, sich über die Gepflogenheiten im Urlaubsland zu informieren und sich entsprechend vorsichtig zu verhalten.

Während es z. B. in Großbritannien selbstverständlich sei, dass Autofahrer anhalten, um Fußgänger geduldig ihren Überweg passieren zu lassen, sehe das in anderen Staaten der EU ganz anders aus: Wer in Italien allzu selbstverständlich den Fuß auf einen Zebrastreifen setze, könne sich dadurch selbst in Gefahr bringen oder einen Auffahrunfall bei überraschten Autofahrern auslösen.

Fußgänger gehören laut DEKRA zu den stark gefährdeten Verkehrsteilnehmern: „Täglich sterben auf Straßen in der EU rund 20 Fußgänger, insgesamt 7.000 im Jahr. Jeder vierte dieser Unfälle passiert an Überwegen.“

Ritter appelliert daher an die Autofahrer, auf Fußgänger noch mehr Rücksicht zu nehmen und verweist auf die Regeln der deutschen Straßenverkehrsordnung:

An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge Fußgängern das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Fahrzeuge dürfen nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren und müssen wenn nötig warten, wenn sich Personen dem Überweg nähern. Bei Stockungen dürfen Fahrzeuge nicht auf den Überweg fahren, wenn sie dort warten müssten. An Überwegen darf nicht überholt werden.

Auch wenn Fußgänger in ihrem Leben nicht unbedingt jemals eine Fahrschule besucht haben (und die Verkehrserziehung schon sehr lange zurück liegt), könnten sie selbst zu ihrer Sicherheit beitragen. „Lassen Sie sich nie vom Smartphone oder anderen Dingen ablenken, wenn Sie über die Straße gehen“, so Ritter, und „queren Sie die Straße möglichst nur an ausgewiesenen Überwegen und schauen Sie vorher nach links und rechts.“

DiH (Redaktion)

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Geringer Aufwand vermeidet größere Pannen

Geringer Aufwand vermeidet größere Pannen

Mit wenigen Handgriffen Pannen vermeiden: Öl-Check. © DEGENER

Mit wenigen Handgriffen Pannen vermeiden: Öl-Check. © DEGENER

„Keine Kette ist stärker als ihr schwächstes Glied“, weiß der Volksmund. In Bezug auf das Autofahren führt Eberhard Lang (TÜV SÜD) ein einfaches Beispiel an: „Erst wenn das Auto sich nicht öffnen lässt, weil der Funkschlüssel keinen Strom mehr hat, rücken die verantwortlichen Knopfzellen ins Bewusstsein der Autofahrer.“

Eine leere Batterie im Schlüssel hat ähnliche Folgen wie eine leere Autobatterie: Nichts geht mehr. Ein Reserve-Satz im Handschuhfach bewahrt vor unschönen Überraschungen, wenn die Zellen beispielsweise im Urlaub zur Neige gehen und passender Ersatz vor Ort nur umständlich zu bekommen ist. Denn „die Typenbezeichnungen der Batterien sind leider nicht einheitlich“, bedauert Lang. Ähnlich uneinheitlich seien auch die Ladeadapter diverser Billig-Anbieter für den Ladestrom z. B. für Smartphone oder Tablet. Zu große Abweichung von der genormten USB-Ladespannung von 5 Volt könne das angeschlossene Telefon sogar beschädigen, warnt der Experte.

Im Großen und Ganzen lassen sich die meisten potenziellen Pannen (Batterie, Klimaanlage, Motor) durch regelmäßige Wartung vermeiden – sofern dabei auch auf Qualität geachtet wird. Vor längeren Fahrten empfiehlt es sich, selbst noch mal zu prüfen, was man selber prüfen kann, um unnötige Pannen zu vermeiden:

  • Scheibenwischerblätter (gegebenenfalls vorzeitig ersetzen und gleich auch das Wischwasser auffüllen),
  • Reifendruck prüfen (empfohlener Fülldruck siehe Bedienungsanleitung oder Tankklappe, Türrahmen),
  • Überprüfen des Kühlwasserstands (im kalten Zustand, zwischen MIN und MAX),
  • Kühlschläuche auf Risse, Sitz und Dichtigkeit kontrollieren (Flüssigkeit unterhalb des Motors?),
  • Kühlerlüfter checken (muss laufen, wenn der Wagen nach einer Fahrt bei hoher Temperatur abgeschaltet wird),
  • Ölstand prüfen (gegebenenfalls mit dem passenden Marken-Öl auffüllen).

So sorgen Sie selbst mit wenigen Handgriffen für eine möglichst pannenfreie Urlaubsreise mit dem eigenen Auto.

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Ausholen wie die Großen

Ausholen wie die Großen

Ganz klar: Schwere Nutzfahrzeuge mit ihrer zulässigen Gesamtlänge bis zu 18,75 m (bei überstehender Ladung bis 20,75 m) können oft gar nicht anders: Sie müssen beim Abbiegen weit ausholen, beim Rechtsabbiegen sogar oft weit in den Gegenverkehr oder einen zweiten Fahrstreifen hinein. Routinierte Autofahrer sind darauf gefasst und stellen ihre Fahrweise entsprechend darauf ein, wenn so ein Großer vor ihnen zum Abbiegen ansetzt.

Was aber, wenn plötzlich Fahrzeuge Platz zum Abbiegen beanspruchen, von denen das niemand erwartet? Offenbar gibt es Pkw-Fahrer, die zum Abbiegen grundsätzlich gern in einem weiteren Bogen fahren und meinen, auf diese Art besser um die Kurve zu kommen. Besonders, wenn sie einen Anhänger angekuppelt haben, scheint für viele ein „großzügiges“ Abbiegen selbstverständlich. – Nur für die Nachfolgenden nicht!

Das kann zu brenzligen Situationen führen. In jedem Fall stärkt es die Erkenntnis: Man muss mit allem rechnen, vor allem mit dem Fehlverhalten der anderen. Für viele Autofahrer liegt offenbar der Besuch der Fahrschule zu weit zurück oder sie haben zwar mit der Klasse B die Erlaubnis zum Mitführen von Anhängern erworben, aber keinerlei Übung. Da ist es sicherer, selbst als Fahrer die umgebenden Verkehrsteilnehmer ständig im Blick zu haben und weder mit den Gedanken abzuschweifen noch mit dem Mobiltelefon zu hantieren: Besser, man ist darauf gefasst, dass manch ein Fußgänger oder Radfahrer vielleicht noch nie in der Fahrschule war. Woher sollte er oder sie die Straßenverkehrsordnung (StVO) kennen? Beobachten Sie die anderen Fahrer, so dass Sie – wie bei diesem egozentrisch platzraubenden Abbieger – rechtzeitig reagieren können.

DiH (Redaktion)

Mit kleinen Anhängern oder sogar ohne holen manche beim Abbiegen unerwartet aus.(Klick aufs Bild startet Video)
© ARGE tp21 / DEGENER
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Initiative: BMVI und Discounter forcieren den Einsatz von Abbiegeassistenten

Initiative: BMVI und Discounter forcieren den Einsatz von Abbiegeassistenten

Aktion_Abbiegeassistent„Zukünftig sollte kein Lkw mehr unterwegs sein, der nicht mit einem Abbiegeassistenten ausgerüstet ist“, betont Verkehrsminister Andreas Scheuer und ergänzt: „Wir stehen alle in der Verantwortung!“ Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gehe selbst als Vorbild voran, so der Minister weiter: „Bis 2019 werden wir die Nutzfahrzeuge unserer nachgeordneten Behörden mit Abbiegeassistenten ausrüsten. Ich freue mich sehr, dass auch Unternehmen mitziehen. Ab sofort sind beispielsweise Edeka/Netto Marken-Discount, Aldi Nord, Aldi Süd, Alba, DB Schenker und weitere Logistikunternehmen offizielle Sicherheitspartner der BMVI-Aktion Abbiegeassistent.“

Als  nach außen sichtbares Zeichen erhalte zudem jeder Fahrer, der mit einem Lkw mit Abbiegeassistenten unterwegs ist, das Trucker-Abzeichen „#IchHabDenAssi“, mit dem er sein Fahrzeug markieren kann.

Das BMVI wird bis 2019 alle Nutzfahrzeuge ab 3,5t der nachgeordneten Behörden mit Abbiegeassistenten ausstatten. Neue Fahrzeuge werden mit den Systemen beschafft, bereits vorhandene Fahrzeuge werden nachgerüstet im Rahmen von turnusmäßigen Wartungen und Reparaturen. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) macht den Start – mit mehr als 260 Lkw.

Die Sicherheitspartner des BMVI verpflichten sich dazu, vor dem verbindlichen Einführungsdatum auf EU-Ebene ihren Fuhrpark mit Abbiegeassistenten nachzurüsten bzw. ausschließlich Neufahrzeuge mit Abbiegeassistenten anzuschaffen. Wer über keine eigene Flotte verfügt, verpflichtet sich dazu, ausschließlich Fahrzeuge zu nutzen, die mit Abbiegeassistenten ausgerüstet sind. Edeka/Netto Marken-Discount, Aldi Nord, Aldi Süd, Alba, DB Schenker und weitere Logistikunternehmen sind die ersten Sicherheitspartner des BMVI. Zahlreiche Verbände sind „offizielle Unterstützer“ der Aktion. Weitere Unternehmen und Verbände sind eingeladen, sich der „Aktion Abbiegeassistent“ anzuschließen.

Informationen zur Aktion sowie das Trucker-Abzeichen unter: www.bmvi.de/AktionAbbiegeassistent

Bei aller Euphorie sei an dieser Stelle aber darauf hingewiesen: Auch Fahrzeuge mit Assistenzsystemen sind nur so gut wie ihre Fahrer! Deshalb gilt für Radfahrer und Fußgänger neben abbiegenden Lkw weiterhin: VORSICHT ist immer geboten – und die eigene Verantwortung nicht zu vergessen …

DiH (Redaktion)

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Hitzestress im Auto kann gefährlich werden

Hitzestress im Auto kann gefährlich werden

Was kann man tun, um auch bei großer Hitze sicher unterwegs zu sein? Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) hat einige Tipps: „Wenn das Fahrzeug in der Sonne abgestellt war, sollten vor dem Losfahren alle Türen geöffnet werden, um die aufgestaute Luft entweichen zu lassen. Die Klimaanlage sollte nicht zu kühl eingestellt werden, da die Aufmerksamkeit auch durch zu niedrige Temperaturen beeinträchtigt wird.“

Der Verkehrsexperte empfiehlt 21 bis 23 Grad Celsius. Bei extrem hohen Außentemperaturen könne jedoch auch eine etwas höhere Einstellung sinnvoll sein, damit der Temperaturunterschied zwischen draußen und drinnen nicht zu groß wird.

Zudem schaffen Klimaanlagen nicht nur über die Abkühlung ein besseres Klima im Fahrzeug. Sie entfernen aus physikalischen Gründen so manche Verunreinigung, erklärt Eberhard Lang vom TÜV SÜD: „Kalte Luft enthält weniger Feuchtigkeit. Bei der Abkühlung entzieht die Klimaanlage auch eine Menge Schadstoffe. Die landen dann in der Pfütze, die sich bei warmem, feuchten Wetter schon mal unter einem Auto

mit laufender Klimatisierung bilden kann.“ Allerdings sollten für ein gutes Fahrzeugklima auch die Pollenfilter intakt sein, sie gehören laut TÜV SÜD-Experte inzwischen zu den wartungsintensivsten Teilen am Auto und sollten mindestens einmal jährlich gewechselt werden. „Während ein intakter Pollenfilter die Insassen vor vielem schützen kann, stellt ein zugestopfter eine Gesundheitsgefahr dar. In einer dicken Dreckschicht können sich Schimmel und andere Sporen vermehren“, weiß Lang. Dabei sei möglichst Herstellerqualität einzusetzen, in den meisten Fällen empfehle sich ohnehin der Wechsel in der Fachwerkstatt.

Wenn die Hitze trotzdem zu groß ist und man bei sich selbst spürt, dass Ungeduld aufkommt und man zusehends genervt reagiert, helfen bewusstes Atmen und der Vorsatz, sich nicht zu unüberlegtem Handeln hinreißen zu lassen, empfehlen die Experten des DVR. Bei längeren Fahrten sollten dann öfters Pausen im Schatten eingelegt werden.

DiH (Redaktion)

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Reiselust statt Urlaubsfrust

Reiselust statt Urlaubsfrust

Gut informiert - entspannt im Ausland &copy; DVAG

Gut informiert – entspannt im Ausland © DVAG

Fremde Verkehrsregeln, schlechte Orientierung –  wer mit seinem Fahrzeug auf der Urlaubsreise im Ausland nicht ins Schwitzen geraten möchte, sollte seinen Urlaub vorher gründlich planen. Denn einmal kurz nicht aufgepasst und es knallt!  Deshalb raten die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG): „Damit der Urlaub nicht zur teuren Kostenfalle wird, lohnt es sich, Zusatzversicherungen bei Mietwagen abzuschließen beziehungsweise den Versicherungsschutz des eigenen Wagens vorab zu überprüfen.“ Wenn das Urlaubsziel nicht allzu weit entfernt ist, wird gerne der eigene Pkw genutzt. Was wenige wissen: „Wer im Ausland unverschuldet einen Unfall hat, sollte sich nicht darauf verlassen, dass der Unfallgegner auch ausreichend versichert ist“, erklären die Versicherungsexperten der DVAG.

Wer auf den Mietwagen setzt, sollte auf ausreichenden Versicherungsschutz achten, um unschöne Überraschungen zu vermeiden. „Da für die Ausbesserung kleinerer Kratzer Summen von 300 bis 700 Euro keine Seltenheit sind, ist eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung sinnvoll“, raten die Experten der DVAG. Ob mit dem eigenen Pkw oder dem Mietwagen: Wenn es zu einem Unfall kommen sollte, gilt es Ruhe zu bewahren, die Polizei zu rufen und am besten Fotos vom Unfall/Unfallort zu machen. Dann sollte es im Schadensfall auch keine Probleme mit der Versicherung geben.

AnK (Redaktion)

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Ein Wechselbad der Gefühle …

Ein Wechselbad der Gefühle ...

Gratwanderung Aquaplaning: Das Tempo macht den Unterschied. © DEGENER

Gratwanderung Aquaplaning: Das Tempo macht den Unterschied. © DEGENER

… bietet derzeit nicht nur die Deutsche Elf bei der Fußball-WM in Russland, sondern auch das Wetter in der Heimat. Warum und wie Gewitter- oder Starkregen besonders nach längeren Trockenphasen gefährlich zum Aquaplaning beitragen können, erklärt Eberhard Lang vom TÜV SÜD so: „Mit zunehmender Geschwindigkeit und steigender Wasserhöhe schiebt sich nach und nach ein Wasserkeil unter die Reifenlauffläche, weil das Profil die enormen Wassermassen nicht mehr schnell genug aufnehmen und zu den Seiten und nach hinten abführen kann. Bis zu 25 Liter Wasser pro Sekunde müssen bei 80 km/h abgeleitet werden. In nur vier bis fünf Sekunden kommt da der Inhalt einer durchschnittlichen Badewanne zusammen. Schließlich – und schneller, als die meisten denken – reißt der sich rasch vermindernde Kontakt zur Straße völlig ab und es bleibt nur eine Schicht Wasser zwischen Reifen und der Fahrbahn bestehen. Das Fahrzeug schwimmt auf und gleitet wie ein Surfbrett auf dem Wasser.“ Dabei seien die Warnsignale eindeutig. Hörbares Wasserrauschen und eine verdächtig immer „leichtgängigere Lenkung“ kündigen das Aufschwimmen an. Am Ende „reagiert die Lenkung überhaupt nicht mehr. Bei Fronttrieblern drehen die Antriebsräder blitzartig durch“, warnt der Experte.

Gegenmaßnahmen: Geschwindigkeit runter, Abstand rauf, bei Gefahr dem ABS vertrauen und voll bremsen, aber immer die Lenkung möglichst gerade halten: „Kraftvolle und hektische Lenkbewegungen sind Gift für die Stabilität und Beherrschbarkeit des Autos. Reagiert es nicht auf kleine Lenkeinschläge, gilt es zu warten, bis die Reifen wieder greifen. Sehr gefährlich ist es, mit eingeschlagenen Rädern auf einem Wasserfilm zu gleiten. Das Auto bricht nämlich schlagartig aus, wenn wieder Bodenkontakt hergestellt ist.“ (Quelle: TÜV SÜD)

Zudem plädiert der TÜV SÜD-Experte für starke Fahrer bei starkem Regen: „Es gehört leider zu den häufigen Erfahrungen, dass angepasst fahrende Autofahrer nicht nur überholt, sondern auch bedrängt werden. Nicht beirren lassen! Es gibt keine Wunderreifen und wer bei starkem Regen zu schnell fährt, handelt schlicht verantwortungslos.“

DiH (Redaktion)

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Der Ball ist rund …

Der Ball ist rund …

Nicht immer zu empfehlen: Solche Spiegel¬socken können Blinker oder Assistenzsysteme blockieren. Foto: ACE (Angelika Emmerling)

Nicht immer zu empfehlen: Solche Spiegel¬socken können Blinker oder Assistenzsysteme blockieren. Foto: ACE (Angelika Emmerling)

… und der Einsatz von Fanartikeln sollte auch eine „runde Sache“ sein. Inzwischen wird eine Unzahl an Fanartikeln in Supermärkten und im Internet angeboten – gerade fürs Auto. Deshalb hat der Auto Club Europa (ACE) zur EM in Frankreich vor zwei Jahren gemeinsam mit der DEKRA und AutoBild solche Fanartikel getestet. Direkt am Auto, auf einer Teststrecke.

Sechs Produkte konnten dabei überzeugen, fasst Martina Glücks in ihrem Artikel zusammen: „Neben den Klassikern Fähnchen (in verschiedenen Varianten) eignen sich auch Motorhauben-Bezug und Magnetflagge für das nächste Sommermärchen. Wer etwas Neues ausprobieren möchte, greift auf Fanflosse und Windhose zurück. Sie sind stabil und halten auch höhere Geschwindigkeiten aus.“ (ACE LENKRAD)

Autofinne und Fensterflagge seien dagegen teils kniffelig zu montieren. So könne die Finne wegen der Klebestreifen nur einmal verwendet werden. Die Fensterflaggen sähen zwar gut aus, behinderten allerdings die Rundumsicht und damit auch die Sicherheit. Von zwei Produkten (Spiegelsocken, Heckscheibenwischerhand) raten die Tester aus Sicherheitsgründen ab: „Die Spiegelsocken verdecken den integrierten Blinker und brachten beim Testwagen sogar die Fahrassistenz-Systeme zum Absturz, deren Sensoren im Spiegel verbaut sind. Die Wischerhand reißt schon bei Stadt-Geschwindigkeit ab.“ – Das Fazit betont die Eigenverantwortlichkeit der Autofahrenden: Zum Beispiel die wenigen mitgelieferten Warnhinweise, fehlende Montagetipps oder Sicherheitshinweise und nur selten erwähnte empfohlene Höchstgeschwindigkeiten. Deshalb raten die Experten, „bei Fahrten außerhalb der Stadt sollte das ganze Equipment abgenommen werden. Denn im Test reißt schon bei niedriger Geschwindigkeit die Wischerhand ab. Passiert das auf der Landstraße, kann das einen nachfolgenden Motorradfahrer unter Umständen aus der Bahn werfen. Von Spiegelsocken rät der ACE komplett ab – zumindest bei modernen Autos.“ Sie verursachten im Test bei einem Mercedes den Ausfall des Totwinkel-Assistenten, des Verkehrszeichen- und Fernlicht-Assistenten sowie ESP. Außerdem verdeckten sie Spiegelfläche und den integrierten Blinker – beides laut Straßenverkehrsordnung verboten!

DiH (Redaktion)

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